20.01.2021 - 13:24 Uhr
BayernDeutschland & Welt

Bayern: Wechselunterricht für Abiturienten ab Februar geplant

Nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag die neuen Beschlüsse in Sachen Corona für ganz Deutschland bekannt gab, verkündete Ministerpräsident Markus Söder nun, dass Bayern im Bereich Schule einen Sonderweg einschlagen wird.

Sollten es die Infektionszahlen zulassen, sollen die bayerischen Abschlussschüler bereits Anfang Februar an die Schulen zurückkehren können.
von Eva-Maria Hinterberger Kontakt Profil

Aus Angst vor der aggressiveren Mutation des Coronavirus wird es in Bayern bis mindestens Mitte Februar nahezu keinen Präsenzunterricht geben - auch nicht für Grundschüler. Das hat das Kabinett am Mittwoch erwartungsgemäß in München beschlossen. Es gibt nur eine kleine Ausnahme: Für Abiturienten, die in diesem Jahr vor den Abschlussprüfungen stehen, kann vom 1. Februar an Wechselunterricht stattfinden, "wenn es das Infektionsgeschehen zulässt". Gleiches gilt für Schüler an beruflichen Schulen, bei denen zeitnah Abschlussprüfungen oder Kammerprüfungen stattfinden.

Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) hofft indes auf Präsenzunterricht in den Schulgebäuden nach dem Ende des verlängerten Lockdowns Mitte Februar. Nicht nur aus pädagogischen Gründen, sondern auch, weil die Schülerinnen und Schüler ihre Freunde vermissten, sagte Piazolo nach der Kabinettssitzung am Mittwoch. Allerdings: "Es wird auch Mitte Februar Corona nicht vorbei sein. Wir sollten uns dieser Illusion nicht hingeben", so der Minister.

"Corona bedeutet einen absoluten Dauerstress für die gesamte Bevölkerung", sagt Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Es gebe aber leider noch keinen Anlass zur Entwarnung. "Wir müssen uns noch gedulden." Ein Abbruch der Maßnahmen wäre ein großer Fehler. Söder verwies dabei erneut auf die Sorge, dass das mutierte Virus auch bei Kindern stärker verbreitet werden könnte. Daher müsse der Lockdown verlängert werden. Wie es danach weiter gehe, hänge einzig und alleine vom weiteren Infektionsgeschehen ab.

Der Ministerrat setzte damit den Beschluss von Bund und Ländern um, der auch die generelle Verlängerung des Lockdowns bis zunächst zum 14. Februar vorsieht. In der kommenden Woche wird sich auch der bayerische Landtag nochmals mit der Verlängerung der Maßnahmen befassen und darüber abstimmen.

Die Verlängerung des Lockdowns bedeutet in der Praxis auch, dass weite Teile des Handels, der Hotellerie und der Gastronomie auch über den 31. Januar hinaus geschlossen bleiben, obwohl sich die Infektionszahlen im Freistaat aktuell vielerorts wieder nach unten bewegen. In den Kindertagesstätten soll es ebenfalls mindestens bis Mitte Februar weiter nur eine Notbetreuung geben.

Das Video zur Pressekonferenz

Das sagen Schüler zur Maske im Unterricht

Amberg

Die Abschlussprüfungen in Bayern werden verschoben

Bayern
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.