20.10.2021 - 18:31 Uhr
Deutschland & Welt

Kommentar: Private Kriegsspiele

Zwei Ex-Soldaten der Bundeswehr werden festgenommen, weil sie eine Söldnertruppe für Auslandseinsätze aufstellen wollten. Ein ganz normales Business, oder? Ein Kommentar von Frank Stüdemann.

Ehemalige Bundeswehrsoldaten werden wegen ihres Trainings bevorzugt von Sicherheitsfirmen gesucht - auch in Deutschland.
von Frank Stüdemann Kontakt Profil
Kommentar

Die USA setzen schon lange ganz offiziell private Sicherheits- und Militärfirmen ein, um Drecksarbeit in Krisengebieten zu übernehmen - so wie das berüchtigte Unternehmen Blackwater, das heute unter dem Namen Academi firmiert.

Das Söldnergewerbe ist vermutlich das zweitälteste der Welt. In Deutschland aber gibt es offiziell keine Auftragskämpfer. Der Paragraf 109h des Strafgesetzbuches verbietet sogar das Anwerben Deutscher für militärische Dienste "zugunsten einer ausländischen Macht". Trotzdem: Fälle wie den der beiden Ex-Soldaten, die jetzt festgenommen wurden, gab es schon in der Vergangenheit. Wie 2010 die Ermittlungen gegen die Sicherheitsfirma Asgaard, die mit 100 deutschen Ex-Soldaten Einsätze in Somalia geplant haben soll.

Es ist beruhigend zu wissen, dass den deutschen Sicherheitsbehörden solche Aktivitäten nicht verborgen bleiben. Beunruhigend ist hingegen, dass offenbar so viele ehemalige Soldaten nichts Schöneres mit ihrem Leben anzufangen wissen.

Vom Ex-Soldaten zum Söldner: Pläne vereitelt

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