26.11.2021 - 12:03 Uhr
OberpfalzDeutschland & Welt

Wir stellen vor: Unsere Lieblingsplätzchen

Weihnachten steht quasi vor der Tür. In vielen Küchen wird fleißig gebacken. Auch in unseren. Kolleginnen und ein Kollege von Oberpfalz-Medien verraten ihre Lieblingsrezepte. Von süß bis salzig ist alles dabei.

Auch in den Küchen der Oberpfalz-Medien-Mitarbeiter wird fleißig gebacken.
von Redaktion ONETZProfil

Spekulatius

Seit einigen Jahren gehören selbst gebackene Spekulatius fest mit ins Plätzchensortiment von Lena Schulze.

Irgendwie bleibt man ja immer bei den Plätzchen-Sorten, die man kennt. So geht es auch mir. Ich bin ein absoluter Back- und Weihnachtsfan und könnte schon kurz nach Allerheiligen mit der Plätzchenherstellung beginnen. Ich blättere fleißig durch Magazine, Backbücher und Zeitschriften auf der Suche nach neuen Rezepten - doch irgendwie hab ich das Gefühl, alles so oder so ähnlich schon mal gesehen und ausprobiert zu haben. Ganz anders bei diesem Spekulatius-Rezept. Entdeckt im Buch "Spitzboum, Stolln und Springala" - da waren tatsächlich Plätzchensorten drin, die ich so noch nicht kannte. Und dabei so unkompliziert: Für die Spekulatius 100 Gramm Dinkelmehl, 35 Gramm gemahlene Walnüsse, 80 Gramm kalte gewürfelte Butter, 40 Gramm Zucker, 1 Prise Salz und 1 Teelöffel Spekulatiusgewürz in der Küchenmaschine verkneten, zu einer Kugel formen, in Folie wickeln und eine Stunde in den Kühlschrank stellen. Dann den Teig in zwei Portionen teilen. Eine Hälfte auf einem bemehlten Brett 4 bis 5 Millimeter dick ausrollen und mit kleinen Förmchen Plätzchen ausstechen. Die Stücke auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech bei 160 Grad sofort auf mittlerer Schiene 10 bis 12 Minuten backen. Nach dem auskühlen können die Spekulatius nach Wahl mit Kuvertüre und Pistazienstückchen verziert werden.

Zimtsterne

Peter Müller: Weihnachten ohne Zimtsterne? Möglich aber sinnlos.

Alles ist möglich. Auch Weihnachten ohne Zimtsterne. Aber: muss das wirklich sein? Nein, muss es nicht. Auch wenn man gerade dabei ist abzunehmen. Ein bisschen was Leckeres darf und soll man sich ja trotzdem gönnen. Und selbst gebackene Zimtsterne sind einfach etwas Wunderbares. Zart-würzig, süß. Außen ein wenig knusprig. Innen schön saftig und weich. Für mich das perfekte Weihnachtsgebäck.

Zuerst 3 Eiweiß zu einem festen Eischnee schlagen. Dabei gleich 250 Gramm Puderzucker mit einrühren. Wenn die Baisermasse soweit fest ist (bei mir wird das aber nie so wirklich fest, sondern mehr eine Paste), zwei bis drei gut gehäufte Esslöffel abnehmen und beiseite stellen. Jetzt ein Päckchen Vanillezucker, 1-2 Teelöffel Zimt und gut 200 Gramm (insgesamt braucht man etwa 400 Gramm) gemahlene Mandeln mit dem Teigschaber unterheben. Nun ist etwas Gefühl für den Teig nötig, denn der ist noch zu klebrig und flüssig. Also gibt man weiter Mandeln zu, bis er kaum noch klebt und sich von der Rührschüssel leicht löst.

Jetzt kann der Teig auf einer Backunterlage 1 cm dick ausgerollt werden. Damit das leichter geht legt man einen aufgeschnittenen Gefrierbeutel darüber. Sterne ausstechen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und mit dem beiseitegestelleten Baiser bestreichen. Wenn das Blech voll ist, geht's für 25 Minuten bei 140 Grad Ober-/Unterhitze in den Backofen. Auf einem Rost abkühlen lassen. Und nun das Wichtigste. Vor dem ersten Zimtstern des Tages, folgenden Satz laut sagen: Ich gestehe feierlich, ich bin ein Zimtstern-Fan.

Husarenkrapfen

Mürbteig und Marmelade sind für Kathrin Moch die perfekte Plätzchen-Kombi.

Wenn ich auf einem Teller eines dieser Marmeladen-Plätzchen erspähe, ist es um mich geschehen. Zarter Mürbteig und fruchtige Füllung – mein persönlicher Weihnachtstraum. Noch besser: Die Plätzchen sind fast so schnell gebacken wie gegessen. Das Rezept für die Husarenkrapfen ist also auch etwas für sonst eher faule Bäcker (wie mich). Nur sechs Zutaten, von denen viele meistens im Vorrat zuhause sind, werden benötigt. Für den Mürbteig werden zuerst 250 Gramm Butter, 125 Gramm Zucker, ein Päckchen Vanillezucker und vier Eigelbe schaumig gerührt. Dann noch 375 Gramm Mehl hinzufügen und den Teig kneten, bis er sich zu einer geschmeidigen, glatten Kugel formen lässt. Schon geht’s für die süße Teigkugel ab in den Kühlschrank. Mindestens eine Stunde wäre gut, mehr geht natürlich auch (aber wer will schon so lange auf die Plätzchen warten).

Danach geht’s dann wortwörtlich rund: Aus der großen Teigkugel viele kleine Kügelchen formen und auf ein Blech mit Backpapier setzen. Mit dem Ende eines Kochlöffels Mulden in die Plätzchen drücken. Für die Füllung eignet sich am besten eine Marmelade ohne Stücke und Kerne, Geschmack nach Wahl, zum Beispiel Himbeere. Wer will, gibt in die Marmelade noch ein klein wenig Rum. Die Marmelade glatt rühren und am besten mit einer dünnen Spritztülle in die Vertiefungen füllen. Dann ab damit in den Ofen. Bei 160 Grad Umluft für ungefähr 10 bis 15 Minuten. Am besten einfach die Plätzchen beobachten: Wenn sie einen leicht braunen Rand haben ohne zu dunkel zu sein, sind sie perfekt. Am Schluss: Puderzucker drüber streuen.

Likörspitzen

Likörspitzen dürfen auf dem Plätzchenteller von Volontärin Katrin Pasieka-Zapf nicht fehlen. Die Plätzchen erhalten durch eine Holzform ihr besonderes Aussehen.

Butterplätzchen zählen zu den Klassikern in der Vorweihnachtszeit. Wer dem noch einen – im wahrsten Sinne des Wortes – oben drauf setzten will, für den sind Likörspitzen genau das richtige. Einfach die perfekte Kombination: Unten knusprig und oben die weiche Löffelbiskuit-Kakao-Masse mit Rumfüllung. köstlich. Wichtig vorneweg: Für dieses Rezept wird eine spezielle Holzform benötigt. Für die Masse 160 Gramm Löffelbiskuit fein zerkleinern. 100 Gramm Puderzucker, 80 Gramm Butter, ein Eiklar (Eigelb nicht wegwerfen, wird für die Füllung benötigt), zwei Teelöffel Kakao, zwei Teelöffel Rum und zwei Teelöffel Kaffeemilch so lange verkneten, bis eine homogene, feste Masse entsteht. Dann schnell in den Kühlschrank. Der Teig muss für die weiteren Schritte gut durchgekühlt sein. Für die Füllung 60 Gramm Butter, das Eigelb, zwei Esslöffel Puderzucker und zwei Esslöffel Rum verrühren. Wer möchte, kann noch etwas Vanille hinzugeben.

Dann wird es ernst. Aus dem Teig in den Handinnenflächen kleine Kugeln formen. Die Kugeln in groben Zucker wälzen. Jetzt die Holzform mit Puderzucker auskleiden und die gezuckerte Kugel hineindrücken. Im nächsten Schritt drückt man mit dem kleinen Finger eine Vertiefung in die Mitte der Teigkugel. Diese lässt sich so wieder aus der Form lösen. Die Füllung wird im nächsten Schritt mit einem Löffel in die Mulde gedrückt. Zuletzt die Likörspitzen auf das Butterplätzchen drücken – fertig. Wichtig: Da die Likörspitzen ein rohes Ei enthalten und nicht gebacken werden, sollten sie kühl gelagert und schnell gegessen werden.

Käsefüße

Wer sagt eigentlich, dass Plätzchen süß sein müssen? Heike Unger mag's lieber pikant, zum Beispiel Käsefüße aus Mürbteig - links mit Pfefferkörnern und grobem Salz, rechts mit Rosmarinstückchen.

Gehört schon irgendwie dazu, die Plätzchen im Advent. Aber was macht man, wenn man kein süßer, sondern eher der herzhafte Typ ist? Dann backt man einfach pikante „Plätzchen“. Mürbteig oder Blätterteig eignen sich gut dafür: Im Prinzip lässt man einfach den Zucker weg und gibt stattdessen Gewürze wie Salz und Paprika oder auch geriebenen Käse in den Teig. Die Plätzchen kann man mit allem ausstechen, was man an Förmchen hat. Beim Thema Käse bieten sich natürlich Füße als Form an: Eine Ladung Käsefüße backen, in ein Glas füllen, Bändchen drum, Fuß-Ausstechform dran binden, Rezept aufschreiben und dazu packen – das perfekte Mitbring-Geschenk. Nicht nur im Advent.

Für den Teig 250 Gramm Mehl (ich nehme gern Dinkel/Type 630) mit einen Teelöffel Backpulver mischen. 125 Gramm kalte Butter in Stückchen schneiden, mit 200 Gramm geriebenem Käse, einem halben Becher Sahne, einem Ei und einer Prise Salz sowie dem Mehl verkneten: Ja, das „baatzt“ ein bisschen. Und auf die Kalorien sollte man auch nicht schielen...Beim Käse empfiehlt sich eine würzige Sorte wie Bergkäse. Den Teig zu einer Kugel formen und eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen. Dann etwa fünf Millimeter dick ausrollen, Plätzchen ausstechen und aufs Backblech (Backpapier) legen. Die Käsefüße mit verquirltem Eigelb bestreichen – und nach Geschmack mit Gewürzen bestreuen. Ich nehme gern (einzeln oder kombiniert) Rosmarin, rosa Pfefferkörner, Chiliflocken, Kümmel oder grobes Salz. Bei 180 Grad Ober-/Unterhitze etwa 20 Minuten backen.

Elisenlebkuchen gehören zu den besonders feinen Weihnachtsklassikern

Wurz bei Püchersreuth

 

 

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