01.09.2021 - 09:58 Uhr
Allersburg bei HohenburgOberpfalz

Georg Geitner aus Allersburg mit 88 Jahren verstorben

Im Alter von 88 Jahren ist Georg Geitner aus Allersburg verstorben. Mit ihm verlieren Allersburg und die Region einen besonderen Menschen, Lenker und Heimatfreund.
von Paul BöhmProfil

An seiner Persönlichkeit ist man in Allersburg zeit seines Lebens nie vorbeigekommen: Georg Geitner ist im Alter von 88 Jahre verstorben. Zusammenhalten und im Gespräch Lösungen zu finden, war immer seine Leitidee. Georg Geitner genoss höchste Wertschätzung in Allersburg. Er stand Jahrzehnte seinen Mann, wenn es um die Belange seiner Heimat im Lauterachtal und vor allem um die Pfarrkirche St. Michael gegangen ist. So ist sein Tod ist ein herber Verlust nicht nur für seine Familie, sondern auch für die Allersburger Dorfgemeinschaft.

Mit Verstand, Leidenschaft, als Schlichter und Vermittler und manchmal mit einem Stück Kühnheit hat der Verstorbene über Jahrzehnte hinweg viel für seinen Heimatort und vor allem für die Pfarrkirche St. Michael erreicht – so hat einmal Josef Weigert als Sprecher der Kirchenverwaltung die Verdienste des Allersburger Altmesners gewürdigt. „Mit Vernunft und Verstand war er bei allen Generationen, Vereinen, Gruppierungen und Organisationen seines Heimatortes ein sehr gern gesehener Gast und eine angesehene Persönlichkeit“, so seine Worte.

Georg Geitner war der Kümmerer im Dorf. Als Kind besuchte er die Schule im Dorf, erlernte später das Schmiedehandwerk und betrieb die Landwirtschaft seiner Eltern. Im Jahr 1963 heiratete er Maria Tischner aus Hainhof bei Kastl. Dass er das Vertrauen der Bürger seiner Heimatgemeinde schon damals besaß, zeigten die Wahlen des Jahres 1966, als er ohne einen einzigen Wahlkampfauftritt mit 33 Jahren zum Bürgermeister auserkoren wurde. Bei der Gebietsreform 1972 wurde die Gemeinde Allersburg vom Landkreis Neumarkt dem Markt Hohenburg und damit dem Landkreis Amberg-Sulzbach zugeschlagen. Bis 1983 war er dann auch dort Zweiter Bürgermeister.

Jahrzehntelang prägte Georg Geitner die kirchlichen und weltlichen Geschicke in Allersburg mit. Im Jahr 1964 wurde Georg Geitner zum Kirchenpfleger von St. Michael in Allersburg gewählt, ein Amt das er 36 Jahr ausübte. 1997 übernahm er den Mesnerdienst. Bei seinem Abschied nach 22 Jahren Kirchendienst in Allersburg und Berghausen verlieh ihm die Diözese Regensburg die Mesner-Ehrennadel in Gold. Rechnet man seine Ministranten-Zeit noch dazu, sind es über 60 Jahre, in denen Georg Geitner im Dienste seiner Pfarrei Allersburg stand. Der Verstorbene war auch Gründungsvorsitzender der rührigen Dorfgemeinschaft Allersburg, außerdem bekleidete 45 Jahre lang das Amt eines Feldgeschworenen.

Für ihn sei es ein Stück Lebensglück, an schönen Sommertagen zusammen mit seiner Frau Maria abends auf der Gartenbank zu sitzen und der Natur zu lauschen, hat er einmal erzählt. Es sind nie die großen Töne gewesen, sondern immer der "leise Weg", seine Korrektheit und Zuverlässigkeit, mit denen Georg Geitner die Menschen im Dorf allzeit erreicht hat. Mit ihm verliert nicht nur Allerburg, sondern die gesamte Region einen Heimatfreund par excellence, der immer gern bereit war, sein geschichtliches Wissen weiterzugeben. Der Trauergottesdienst für den verstorbenen Georg Geitner findet an diesem Donnerstag, 2. September, um 14 Uhr in der Pfarrkirche St. Michael statt.

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