16.08.2021 - 15:10 Uhr
AmbergOberpfalz

Amberg-Sulzbach: Ab Mittwoch Auffrischungsimpfungen gegen Corona

In der Stadt Amberg und dem Landkreis Amberg-Sulzbach werden ab Mittwoch, 18. August, für bestimmte Gruppen Auffrischungsimpfungen gegen Corona angeboten. Damit sollen die Menschen vor allem vor Varianten des Virus' geschützt werden.

Ab Mittwoch werden in Amberg und Amberg-Sulzbach Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus angeboten. Doch nicht jeder kommt sofort dran.
von Miriam Wittich Kontakt Profil

Der BRK-Kreisverband Amberg-Sulzbach bietet im Auftrag der Stadt Amberg und des Landkreises Amberg-Sulzbach ab Mittwoch, 18. August, Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus an. Diese erfolgen laut einer Pressemitteilung zuerst in den mobilen Teams und später auch in den Impfzentren und bei niedergelassenen Ärzten. Am 9. August hatte die Gesundheitsministerkonferenz beschlossen, dass ab September diesen Jahres für bestimmte Personengruppen Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus angeboten werden sollen. Der Freistaat Bayern bat seine Impfzentren daraufhin, noch vor September mit diesen Auffrischungsimpfungen zu beginnen. Am kommenden Mittwoch geht es in der Region los.

Die Auffrischungsimpfungen erfolgen jeweils mit dem mRNA-Impfstoff, der für die Erst- und Zweitimpfung verwendet wurde. Sind die Erst- und Zweitimpfungen mit AstraZeneca oder Johnson & Johnson erfolgt, geschieht die Auffrischungsimpfung mit einem der beiden verfügbaren mRNA-Impfstoffen von BioNTech oder Moderna.

Schutz vor Varianten verbessern

Die Auffrischungsimpfungen dienen dem Zweck, den Impfschutz derjenigen Personengruppen zu verbessern, bei denen man annimmt, dass sie schlechter als die Mehrheit vor den Gefahren der Delta-Variante geschützt sind. Bei älteren Personen und Personen mit einem stark geschwächten Immunsystem geht man davon aus, dass der Impfschutz sechs Monate nach der Zweitimpfung wesentlich abnimmt. Bei den Impfstoffen von AstraZeneca und Johnson & Johnson wird von einer reduzierten Wirksamkeit gegen die Delta-Variante ausgegangen, weshalb auch hier eine zusätzliche Impfung sinnvoll erscheint. Die Auffrischungsimpfung erfolgt frühestens sechs Monate nach der Zweitimpfung beziehungsweise bei Johnson & Johnson nach der einmaligen Erstimpfung.

Für Bürger, die nicht zu den genannten Gruppen gehören, gibt es derzeit keine Hinweise auf eine wesentliche Abnahme des Impfschutzes. Aus diesem Grund werden für die breite Masse der Bevölkerung keine Auffrischungsimpfungen durchgeführt.

Bewohner von Pflegeeinrichtungen, Behinderteneinrichtungen und ambulant betreuten Wohngemeinschaften werden durch die mobilen Impfteams des BRK-Kreisverbands Amberg-Sulzbach geimpft. Der Kreisverband hat mit den Einrichtungsleitungen bereits Kontakt aufgenommen und die motivierten Mitarbeiter der Impfzentren stehen auf Abruf bereit.

Arztpraxis statt Impfzentrum

Personen mit einem Anspruch auf eine Auffrischungsimpfung, die nicht in einer Einrichtung leben, sollen nach den Planungen des Freistaats vorrangig von niedergelassenen Ärzten geimpft werden, auch, wenn sie die Erst- und Zweitimpfung in einem Impfzentrum erhalten haben. Sollte eine Impfung bei einem niedergelassenen Arzt unmöglich sein, kann der Pressemitteilung zufolge jedoch in Ausnahmefällen über die Hotline der Impfzentren (09621/16229-7100) ein Termin vereinbart werden.

BRK-Kreisgeschäftsführer Sebastian Schaller erläutert dazu: „Im Moment gibt es außerhalb der Alten- und Pflegeheime noch sehr wenige Personen in den besonders gefährdeten Gruppen, bei denen die Zweitimpfung mehr als sechs Monate zurückliegt. Kurz nach dem Jahreswechsel werden allerdings tausende Personen, die in der ersten Sonderimpfaktion mit AstraZeneca geimpft wurden, eine Auffrischungsimpfung benötigen." Diese Personen werden deshalb gebeten, sich frühzeitig um einen Impftermin bei den niedergelassenen Ärzten in Stadt und Landkreis zu bemühen. "Voraussichtlich werden bis dahin die Kapazitäten der Impfzentren soweit heruntergefahren sein, dass wir nur einem sehr kleinen Teil dieser Menschen die Auffrischungsimpfung im Impfzentrum anbieten können“, erklärt Schaller.

Bürgermeister appelliert an Solidarität

Ambergs Zweiter Bürgermeister Martin Preuß ruft die angesprochenen Personengruppen dazu auf, von dem Angebot einer Auffrischungsimpfung regen Gebrauch zu machen: „Leider müssen wir Tag für Tag steigende Inzidenzwerte zur Kenntnis nehmen; die vierte Welle ist offensichtlich im Anrollen.“ Wer sich jetzt impfen lasse, schütze sein eigenes Leben und leiste zudem einen wichtigen solidarischen Beitrag für die Gesellschaft, so Preuß. Auch Landrat Richard Reisinger begrüßt den Beginn der Auffrischungsimpfungen: „Rückblickend wissen wir, dass es in Senioren- und Pflegeeinrichtungen die meisten schweren und tödlichen Covid-19-Verläufe gab." Besserung habe man vor allem durch die Corona-Schutzimpfungen erreicht. "Deshalb liegt unser Augenmerk nun erneut auf den besonders gefährdeten Gruppen." Mit den Auffrischungsimpfungen könnten die Bewohner von Senioren- und Pflegeeinrichtungen besser geschützt werden.

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Service:

Wer wird geimpft?

Geimpft werden folgende Personengruppen:

  • Bewohner von Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe, Behinderteneinrichtungen und ambulant betreuten Wohngemeinschaften
  • Patienten mit Immunschwäche oder Immunsuppression
  • Pflegebedürftige, die zu Hause leben
  • Personen ab 80 Jahren
  • Personen, die eine vollständige Impfserie (Erst- und Zweitimpfung) mit dem Impfstoff von AstraZeneca erhalten haben
  • Personen, die die Impfung mit Johnson & Johnson erhalten haben

„Im Moment gibt es außerhalb der Alten- und Pflegeheime noch sehr wenige Personen in den besonders gefährdeten Gruppen, bei denen die Zweitimpfung mehr als sechs Monate zurückliegt."

BRK-Kreisgeschäftsführer Sebastian Schaller erwartet den großen Ansturm zum Jahreswechsel

"Rückblickend wissen wir, dass es in Senioren- und Pflegeeinrichtungen die meisten schweren und tödlichen Covid-19-Verläufe gab."

Landrat Richard Reisinger

„Leider müssen wir Tag für Tag steigende Inzidenzwerte zur Kenntnis nehmen; die vierte Welle ist offensichtlich im Anrollen.“

Ambergs 2. Bürgermeister Martin Preuß

 

 

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