02.12.2021 - 11:38 Uhr
AmbergOberpfalz

Amberg-Sulzbach und Amberg wollen Suchtberatung für Jugendliche

Der Kreisausschuss von Amberg-Sulzbach hat sich einstimmig für eine Suchtberatungsstelle für Jugendliche ausgesprochen. Um diese Einrichtung zu fördern, soll mit der örtlichen Caritas eine Vereinbarung geschlossen werden.

Sucht hat viele Gesichter, auch bei Jugendlichen. Deshalb wollen der Landkreis Amberg-Sulzbach und die Stadt Amberg eine Lücke in der Region schließen und eine Suchtberatungsstelle für Jugendliche unter der Trägerschaft der Caritas auf den Weg bringen.
von Kristina Sandig Kontakt Profil

Eine Suchtberatung für Erwachsene gibt es schon, allerdings noch keine für Jugendliche. Das soll sich nach Willen des Kreisausschusses Amberg-Sulzbach jetzt ändern. Deshalb votierte das Gremium einstimmig dafür, gemeinsam mit der Stadt Amberg und der örtlichen Caritas eine zu etablieren. Eine entsprechende Vereinbarung mit der Caritas brachten die Kreisräte bei ihrer Sitzung im König-Ruprecht-Saal auf den Weg.

Rund 15.200 Euro pro Jahr

Landrat Richard Reisinger sprach von einer Angebotslücke, die geschlossen werden soll und legte das Thema den Kreisräten ans Herz. Die Kosten für diese Suchtberatungsstelle unter der Trägerschaft der Caritas gab er mit 15.200 Euro pro Jahr an. In Amberg sei bereits ein entsprechender Beschluss gefasst worden – und nun auch einmütig in Amberg-Sulzbach.

Ebenso geschlossen stimmte der Ausschuss den Änderungen des Rahmenvertrages mit dem Kreisjugendring (KJR) zu. Die meisten Änderungen waren redaktioneller Natur, die wesentliche betraf das Abrechnungsverfahren für die Kosten von Geschäftsführung, Verwaltung und Räumlichkeiten, wie Landrat Reisinger ausführte. Auf Nachfrage von Freie-Wähler-Kreisrat Peter Dotzler erläuterte Kreiskämmerer Anton Weber, dass es rund 70.000 bis 90.000 Euro für Personal und etwa 20.000 Euro für Sachleistungen jährlich seien. JU-Kreisrat Henner Wasmuth, der auch im Vorstand des KJR ist, sprach von einer Entschlackung des KJR-Haushalts. Dadurch rutsche man mit der Umlage an den Bayerischen Jugendring runter. Wasmuth zeigte sich "dankbar, dass der Landkreis uns da entgegen kommt".

Stellen-Anteil erhöht

Mit den Landkreisen Neustadt an der Waldnaab und Tirschenreuth sowie den kreisfreien Städten Amberg und Weiden betreibt Amberg-Sulzbach eine gemeinsame Adoptionsvermittlungsstelle. Diese war 2003 eingerichtet worden und hat nun, wie der Landrat den Ausschuss informierte, neue Aufgaben bekommen. Dafür sei es erforderlich, die derzeitige 0,4-Stelle pro Gebietskörperschaft auf eine künftige 0,5-Stelle zu erhöhen. Der Ausschuss stimmte zu und folgte damit der ebenfalls einstimmig ausgefallenen Empfehlung des Jugendhilfeausschusses.

Dem Ausschuss lag weiter eine Aufstellung an Zuschüssen für Baumaßnahmen für Jugendeinrichtungen in Amberg-Sulzbach vor. Der Sachstandsbericht der Verwaltung weist dafür Gelder von insgesamt 21.464 Euro aus. Haushaltsmittel stünden dafür zur Verfügung. Dies genehmigte das Gremium ebenso wie eine personelle Nachbesetzung im Zweckverband Tierkörperbeseitigung Nordbayern: Seitens der Verwaltung ist Alexander Böck neben Anton Weber ein weiterer Stellvertreter des Landrats in der Verbandsversammlung.

Mitgliedsbeitrag steigt

Die Verwaltung legte dem Ausschuss noch einen Bericht über jene Unternehmen in Privatrechtsform vor, an denen der Landkreis beteiligt ist, zum Beispiel an der Stadtbau Amberg und am AS-Gründerpark. Ab 1. Januar ändert sich für den Landkreis der Mitgliedsbeitrag für den Naturpark Hirschwald. Dieser liegt künftig bei jährlich 9761 Euro (bisher 5668 Euro). Landrat Richard Reisinger verwies darauf, dass der Berechnung des Beitrags ein Verteilungsschlüssel zugrunde liege. Durch den neuen Beitrag werde auch die Finanzierung des Naturparkzentrums sichergestellt, so Reisinger. Dieses sei ursprünglich beim Waldhaus angedacht gewesen, komme jetzt aber in den Landkreis, nach Hohenburg. Reisinger sprach in diesem Zusammenhang von einer deutlichen Aufwertung für Amberg-Sulzbach. FW-Kreisrat Peter Dotzler merkte kritisch an, "dass der Landkreis immer mehr Geld zahlen müsse", und befürchtete, das könne Ansporn für andere sein, "auch Anträge zu stellen". Schlussendlich stimmten alle dem höheren Beitrag zu.

Bei den Wanderwegen und der Leader-Förderung gab es Diskussionsbedarf

Amberg
Hintergrund:

Landkreis fördert Feuerwehrfahrzeuge

  • Einen Zuschuss von 25.725 Euro gewährt der Landkreis der Stadt Vilseck für ein neues Löschgruppenfahrzeug LF10 der Feuerwehr Vilseck.
  • Der Zuschuss, den die Stadt Sulzbach-Rosenberg für ein Löschgruppenfahrzeug LF20 für die Feuerwehr Sulzbach bekommt, beläuft sich auf 36.750 Euro.

 

 

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