24.11.2020 - 14:25 Uhr
AmbergOberpfalz

Amberg will Weihnachtsmarkt nicht absagen: Zur Not pro Platz nur eine Bude

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Einen Weihnachtsmarkt wird es in Amberg in gewohnter Form nicht geben können. An eine Absage denkt deswegen aber niemand. Im Gegenteil.

In der Innenstadt von Amberg sollen 300 zusätzliche Weihnachtsbäume für mehr Kundenfrequenz sorgen. Am Dienstag wurden die Bäume geliefert und teilweise schon aufgestellt.
von Thomas Kosarew Kontakt Profil

Andreas Raab, der Vorsitzende der Amberger Park- und Werbegemeinschaft (PWG), hatte bereits im Oktober das wegen der Corona-Pandemie überarbeitete Weihnachtsmarkt-Konzept vorgestellt: Die Buden sollten in Amberg nicht wie in den Vorjahren auf den Marktplatz konzentriert, sondern zwischen Multifunktionsplatz und Roßmarkt auf Abstand großzügig verteilt werden. Als wenige Tage später der Teil-Lockdown für den November angekündigt wurde, änderte das nicht viel an den Absichten der PWG. "Eine Absage ist das Letzte, was ich will", sagte Raab damals wörtlich und ließ wissen, einen Plan B beziehungsweise Plan C in der Hinterhand zu haben. Was das genau bedeuten soll, steht mittlerweile fest.

Weitere Reduzierung

Am Sonntag trafen sich Fieranten, Budenbetreiber, Marktbeschicker und PWG-Vorstandsmitglieder zu einer Videokonferenz. Das Ergebnis würde Raab als weitere Reduzierung bezeichnen. Sofern es erlaubt ist, soll in der Altstadt "die eine oder andere Bude" aufgestellt werden: "Einen Weihnachtsmarkt wird es so nicht geben können. Aber vielleicht ist es möglich, zumindest einzelne Buden unterzubringen." Zur Not pro Platz nur eine. Das wäre dann zwar nur fünf oder sechs Buden, aber immerhin: "Das wäre besser als nichts." Das weitere Vorgehen hänge davon ab, welche politischen Entscheidungen auf Bundes- und Landesebene getroffen werden. Fest steht dagegen, dass Raab und OB Michael Cerny am Donnerstag, 26. November, gegen 17 Uhr die Weihnachtsbeleuchtung anschalten werden, "um wenigstes etwas adventliche Stimmung" in die Altstadt zu bringen, wie Raab sagt. Ihren Teil dazu beitragen sollen 300 Nadelbäume, die ursprünglich den Weg von Bude zu Bude weisen sollten: "Wir halten daran fest und haben das vom Weihnachtsmarkt abgetrennt." Bedeutet: Die Bäume werden auch dann aufgestellt, wenn gar kein Stand erlaubt sein sollte.

Bis zum Malteserplatz

Anders als ursprünglich geplant, sollen die 300 Exemplare nicht nur vom Multifunktionsplatz bis zum Roßmarkt publikumswirksam platziert werden, sondern bis hinauf zum Malteserplatz, um für Kundenfrequenz zu sorgen und dem kompletten stationären Einzelhandel etwas Gutes zu tun. "Alle Fieranten stehen hinter dieser Entscheidung des Vorstands", sagt Raab und fügt hinzu, dass die PWG alles versuchen werde, um "unter Berücksichtigung strengster Hygiene Maßnahmen" wenigsten "die eine oder andere Bude in der Altstadt zu platzieren".

Weiter heißt es in dem Beschluss des Vorstands: "Wir wollen alles tun, um unsere Stadt für unsere Bevölkerung attraktiv zu machen. Dafür sind wir als PWG vor fast 40 Jahren angetreten." Dazu gehöre aber auch der Wille aller Beteiligten, "Machbares mit Verantwortung zu realisieren" und "gemeinsam durch die Krise zu gehen". Ihre wichtigste Aufgabe bei der Umsetzung sieht die PWG laut Raab darin, "unsere Aktivitäten so zu gestalten, dass weniger Risiko für eine Infektion besteht als bei einem Einkauf in einem Supermarkt".

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