29.10.2020 - 10:17 Uhr
AmbergOberpfalz

Amberger Künstler Achim Hüttner stellt Werke aus

„Kleines Schundheftl-Bild“ oder „Wie Joseph Beuys dem toten Hasen das Amberger Verkehrskonzept erklärt“ – die Werke von Urgestein Achim Hüttner erzählen Wahres und Fabeln, wie der Künstler selber. Zu sehen in der Alten Feuerwache.

von Dagmar WilliamsonProfil

Er ist der Mann, den Amberg kennt. Eine Seele des Herrgotts, geboren, um den Idealisten und Revolutzern ein Vorbild zu sein. Achim Hüttner rüttelt auf und wird ungemütlich. Gleichzeitig fühlen sich die Jungen und die Alten zu ihm hingezogen wie die Motte zum Licht. Achim Hüttner weiß, wie Diskussionen mit Fakten zum Erliegen kommen und er weiß, wann Schwarz und Weiß der Tropfen Buntes fehlt. Er ist der Liebende der Natur, der Poesie und Lyrik und schafft Raum für alles Ehrenwerte. Achim Hüttner ist das Sinnbild von Respekt und Vergebung.

Vieles hat der Lehrer und Künstler geleistet in seinem Leben und das, was ihm am meisten nachzuahmen gilt ist, dass er sich zeigt wie Gott ihn schuf. Auf dem Zweirad fahrend mit einem blauen Rucksack, buntem Schal und Jeans durch Amberg ziehend. Und von allen Seiten wird er gegrüßt. Er hebt andere hervor und hält sich lieber bedeckt, wenn es um seine Person geht. Ein Wohlfühlmensch, ein humorvoller.

Und auch nur so sind seine Werke zu erklären: vielfältig und ehrlich. Zu erkennen an den Portraits von anderen Amberger Urgesteinen wie Eckhard Henscheid, Sepp Hirsch oder H. E. Erwin Walther, der übrigens den Lehrer lehrte und ihn stark beeinflusste. Mit der Video-Installation in Dauerschleife erörtern Menschen „Ist Kunst wichtig – Kunst ist wichtig“. Außerdem erscheint das Katalog-Buch „Bloß a bissl Malerei und Grafik“ mit Stimmen aus den Bereichen Kabarett, Literatur, Theater und Journalismus.

"Untragbares" in der Stadtgalerie

Amberg

Der Künstler, der dazu beitrug, das die Alte Feuerwache zur Stadtgalerie wird, versteift sich nicht auf eine Technik. Hüttner überrascht seit Jahrzehnten und er passt in keine Schublade. Radierungen, Federzeichnungen oder Lithografien. Sandstein, Granit oder Moos. Kein Material ist ihm zu schade, seine Vorstellungen sind unbegrenzt. Voraussichtlich bis Sonntag, 29. November, kann Hüttners „Kunst aus dem Koffer“ anlässlich seines 70. Geburtstages in der Stadtgalerie Alte Feuerwache bewundert und erworben werden.

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