22.11.2021 - 16:12 Uhr
AmbergOberpfalz

BRK-Rettungswagen wird zum Intensiv-Verlegungsfahrzeug

Das BRK Amberg-Sulzbach hat einen seiner Rettungswagen zum Intensiv-Verlegungsfahrzeug aufgerüstet – um speziell für Verlegungen von Corona-Patienten gerüstet zu sein. Bereits in den vergangenen Corona-Wellen war dieses Fahrzeug im Einsatz.

Das BRK ist gerüstet für eventuelle Verlegungen von Covid-19-Patienten: Eine Mitarbeiterin des Rettungsdiensts in Schutzmontur checkt die medizinische Ausstattung im Intensiv-Verlegungsfahrzeug.
von Kristina Sandig Kontakt Profil

Die vierte Corona-Welle hat längst Fahrt aufgenommen, auch im Einzugsgebiet des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) Amberg, wenn auch nicht so stark wie in den momentan besonders betroffenen Städten und Landkreisen in Nieder- und Oberbayern sowie Schwaben. Um für eventuelle Verlegungsfahrten von schwer an Covid 19 erkrankten Patienten gewappnet zu sein, hat der BRK-Kreisverband Amberg-Sulzbach einen seiner Rettungswagen erneut aufgerüstet. Wie Rettungsdienstleiter Erwin Gräml erklärt, sei das auch in den vergangenen Corona-Wellen schon so gewesen. Der Rettungswagen, der jetzt wieder als Intensiv-Verlegungsfahrzeug zur Verfügung steht, hat eine zusätzliche hochwertige Ausstattung bekommen.

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Standardmäßig ist der Rettungswagen mit einer Infusionsspritzpumpe bestückt, für die Covid-Ausstattung wurde laut Michael Honig, stellvertretender Leiter der BRK-Rettungswache Amberg, auf vier Infusionsspritzpumpen erhöht. Außerdem ist im Intensiv-Verlegungsfahrzeug eine arterielle Blutdruckmessung möglich. Ebenso verfügt das aufgerüstete Fahrzeug über ein spezielles Beatmungsgerät. Gräml erläutert den Unterschied zum Beatmungsgerät, das normalerweise im Rettungswagen ist. Mit diesem könne der Patient für kurze Zeit beatmet werden, also während des Transports vom Einsatzort zur Klinik. "Dafür ist es super", sagt Gräml. Schwer an Covid-19 Erkrankte, die verlegt werden müssen, hätten jedoch eine vorgeschädigte Lunge.

Sollten die regionalen Intensivkapazitäten überlastet sein, könnten mit dem aufgerüsteten Fahrzeug Corona-Patienten verlegt werden – und zwar bundesweit. "In den vergangenen Wellen war das Intensiv-Verlegungsfahrzeug zweimal im Einsatz", so der Rettungsdienstleiter. Michael Honig ergänzt, dass einer der Patienten nach Weiden damit verlegt worden sei.

Mit einer halben Stunde Vorlaufzeit seien das Fahrzeug und seine Besatzung einsatzbereit. Im Fall der Fälle würde die Klinik über die Integrierte Leitstelle (ILS) dieses Fahrzeug für den Transport eines Corona-Patienten anfordern. Die Besatzung besteht aus zwei Mitarbeitern des Rettungsdienstes, plus einem Arzt aus der Klinik, der den intensivmedizinischen Transport begleitet.

Der Rettungsdienst legt beim Umgang mit Covid-19-Erkrankten zusätzlich zu seiner normalen Dienstkleidung und FFP2-Maske eine Schutzausrüstung an: Einwegkittel, Handschuhe und Schutzbrille.

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Amberg

"In den vergangenen Wellen war das Intensiv-Verlegungsfahrzeug zweimal im Einsatz."

Rettungsdienstleiter Erwin Gräml

Rettungsdienstleiter Erwin Gräml

 

 

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