15.04.2021 - 18:27 Uhr
AmbergOberpfalz

Einzelhandel in Corona-Not: Plakat provoziert Aufmerksamkeit

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„Hier könnte demnächst ein Handyladen entstehen“: Das Schild neben der Tür zur Porzellangalerie in der Amberger Altstadt weckt Aufmerksamkeit. Soll es auch.

Der Amberger Innenstadt-Händler Bernhard Jahn macht auf die Nöte des Einzelhandels aufmerksam.
von Heike Unger Kontakt Profil

Das Plakat, das er an seinem Laden aufeghängt hat, sei schon eine bewusste Provokation, gibt Bernhard Jahn, Inhaber der Porzellangalerie, zu. „Hier könnte demnächst ein Handyladen entstehen“ steht da. Etliche Kunden hätten schon gefragt, ob er wohl schließen müsse. Nein, muss er nicht. Er will auf die Nöte des Einzelhandels aufmerksam machen.

Auch die Kunden haben es momentan nicht einfach. „Sie kennen sich nicht aus“, das ist Jahns Erfahrung aus den zurückliegenden Tagen. Seit Montag ist er hauptsächlich am Telefon – um Kunden zu erklären, was beim Einkaufen erlaubt ist. Als Unternehmer sei er es gewohnt, zu kalkulieren und zu planen. Nur planen könne er momentan nichts, weil sich die Vorgaben der Politik ständig ändern.

Gestern hat Bernhard Jahn die Mitteilung bekommen, dass sein Antrag auf Corona-Übergangshilfe bearbeitet ist. Aber wie viel Geld das sein wird und wann es eintrifft, weiß er nicht.

Innen am Türgriff hängt ein Geheft in Folie – sein Corona-Konzept. „Wir sind vorbereitet, wir könnten alles machen“, betont er – aber der Innenstadt-Händler dürfe leider nicht so, wie es die Supermärkte dürfen, in denen sich die Kunden ohne Test tummeln. Er sei von seinen normalen Umsätzen weit entfernt. „Mit dem kommen Sie auf Dauer nicht über die Runden.“ Jetzt müsse man mal sehen, wie sich die Inzidenz weiter entwickelt. Und ob die beiden Testzentren, die in der Altstadt eingerichtet werden, für Belebung sorgen.

Bernhard Jahn berichtet: Die Kunden sind verunsichert.

Einkauf mit Coronatest in Amberg

Amberg
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