11.10.2021 - 13:57 Uhr
Aschach bei FreudenbergOberpfalz

Steuobstwiese soll Baugebiet Aschach-Ost und Naturschutz in Einklang bringen

Die Neubürger im Baugebiet Aschach-Ost lassen sich von Diplom-Forstwirt Rudolf Leitl (Dritter von links) die neu angelegte Streuobstwiese erläutern.
von Alfred SchornerProfil

Obwohl im Bauleitverfahren für das Baugebiet Aschach-Ost kein naturschutzfachlicher Ausgleich vorgeschrieben war, entschloss sich die Gemeinde Freudenberg, ein großes Augenmerk auf Eingrünung und Ökologie zu legen. Direkt an das Baugebiet angrenzend wurde im südlichen Bereich eine große ökologische Streuobstwiese mit heimischen Bäumen angelegt.

Die Einladung von Bürgermeister Alwin Märkl zur Besichtigung der ökologischen Maßnahmen im neuen Ortsteil stieß bei den Neubürgern von Aschach auf großes Interesse. Diplom-Forstwirt Rudolf Leitl vom Landschaftspflegeverband Amberg-Sulzbach erläuterte in einer eineinhalbstündigen Führung die vorgesehenem Maßnahmen zum Erhalt einer Kulturlandschaft. Sie dürften sich nicht vom aktuellen Bild der Streuobstwiese täuschen lassen, appellierte er an die Teilnehmer. Während sich im Frühjahr zu Beginn der Maßnahme nämlich ein buntes Blumenmeer gezeigt hatte, beherrschen derzeit Ackerwildkräuter und Disteln die Fläche. Trotzdem sei bei näherem Hinsehen Steinklee mit typischem Waldmeistergeruch oder die Wildmöhre zu entdecken, sagte Leitl. Eine neu angelegte Wiesenfläche benötige erst einmal Zeit.

Künftig soll die Wiese zwei- bis dreimal jährlich gemäht werden, wobei die Schnitttermine möglichst außerhalb der Brutzeit von Vögeln liegen sollen. Das Schnittgut wird vor Ort rund um die Obstbäumen kompostiert. Auf Insektenfreundlichkeit wird dabei Wert gelegt. Die Bewirtschaftung einer Streuobstwiese ist für die Kommune vergleichsweise arbeitsintensiv. Daher brachte Bürgermeister Alwin Märkl Patenschaften ins Spiel. Anliegers könnte so zur naturnahen Gestaltung ein Grundstücksteil übertragen werden. In der Diskussion zeigten sich einige Hausbesitzer gar nicht abgeneigt, hätten sie doch schon jetzt Wildtiere wie Rebhühner, Hasen und Rehe auf der großräumigen Fläche beobachten können. Auch könnten sie in späteren Jahren in ihrem Naturparadies Obst ernten.

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