20.10.2021 - 11:16 Uhr
Bad NeualbenreuthOberpfalz

Mobilfunk-Anbieter äußert Bedauern über Situation in Bad Neualbenreuth

Zum „Haare-Raufen“ sei es, die Problematik ein „leidiges Thema“: Kummer bereitet Bürgermeister Klaus Meyer die Mobilfunkversorgung im Ort. Ein Unternehmenssprecher schildert die Situation aus seiner Sicht, was Meyer wiederum zornig macht.

Für Verärgerung sorgt seit Monaten die mangelnde Mobilfunkversorgung in der Marktgemeinde Bad Neualbenreuth.
von Paul Zrenner Kontakt Profil

Im Zusammenhang mit der Problematik bei der Inbetriebnahme von neu installierten Mobilfunk-Antennenanlagen dreier Anbieter am Grenzlandturm bei Bad Neualbenreuth hat sich inzwischen ein Sprecher der Telekom gemeldet. Wie berichtet, können die Anlagen, nicht freigeschaltet werden, weil sich die Telekom laut Bürgermeister Klaus Meyer mit der Umrüstung Zeit lasse. „Wir werden immer wieder vertröstet“, beklagte der Rathauschef die wiederholten Verzögerungen.

Ein Sprecher der Telekom schilderte jetzt auf Anfrage von Oberpfalz-Medien den Sachverhalt aus seiner Sicht. Demnach „wurde uns im Sommer der Aufbau unserer Technik in den Kellerräumen des Grenzlandturms zunächst nicht gestattet“. Deshalb hätten die Arbeiten zunächst auch nicht abgeschlossen werden können, heißt es in der Stellungnahme per E-Mail. Nun sollen diese Arbeiten bis Ende Dezember nachgeholt werden. „Der Standort kann deshalb von unserer Seite erst im März 2022 in Betrieb gehen“, nennt der Unternehmenssprecher zumindest einen konkreten Termin. „Wir bedauern, dass die Arbeiten im ersten Anlauf nicht abgeschlossen werden konnten.“

Bürgermeister ungehalten

Bürgermeister Klaus Meyer war in einer ersten Reaktion auf die Begründung der Telekom recht ungehalten. „Da werde ich fuchsteufelswild, wenn ist so etwas höre“, schimpfte der Rathauschef. „Die sollen jetzt endlich in die Puschen kommen.“ Denn seit Ende Mai bereits hätten die Techniker Zugang zu dem Keller gehabt. Doch seither sei nichts mehr passiert.

Meyer bestätigte die Aussage, wonach es zuerst wegen der Platzierung der Technik Diskussionen gegeben habe und musste für die weiteren Erläuterungen etwas ausholen: Die Technik für die Mobilfunkantennen am Grenzlandturm sei außerhalb des Bauwerks in einem Nebengebäude untergebracht. Doch bei der Begehung im Frühjahr hätten es die Telekom-Leute für besser gehalten, die für die Umrüstung nötigen und zusätzlichen Anlagen in den Kellerräumen zu platzieren. Diese aber gehören mit den Räumlichkeiten der Gastwirtschaft darüber dem Förderverein „Arbeitsgemeinschaft Grenzlandturm und Gedenkstätten Neualbenreuth e.V.“ (Arge), während die Gemeinde Bad Neualbenreuth Eigentümer des Grenzlandturms an sich ist.

Arge stimmte zu

Vor allem das Klimagerät, das direkt unterhalb des Stammtischs in der Wirtsstube platziert werden sollte, habe den Arge-Vertretern um den damaligen Vorsitzenden Arthur Sommer nicht gefallen. Außerdem, so Meyer, benötige der Wirt den im Keller zur Verfügung stehenden Platz als Lagerraum. „Das sollte rein, weil die Qualität schlechter wird“, wusste Meyer noch gut die Argumentation der Telekom-Leute, worauf Sommer eingelenkt und den Einbau der Anlagen an dem von den Telekom-Vertretern bevorzugten Ort gewährt habe. „Die haben uns geholfen und wohlwollend zugestimmt“, berichtete Meyer vom Entgegenkommen der Arge. Sie habe sogar auf einen Obolus für die Nutzung der Kellerräume verzichtet, was im Vorfeld seitens der Telekom durchaus in Betracht gezogen worden sein soll.

Klaus Meyer berichtete von einem Schreiben vom 13. Oktober, wonach die Telekom die Technik nun am 22. Dezember dieses Jahres installieren wolle. Dass es dann aber bis zur sogenannten „Netzintegration“ noch weitere drei Monate dauern soll, sei für Meyer nicht nachvollziehbar. „Das ist für uns nicht befriedigend, dass die Anlage erst im März freigeschaltet wird.“

Im September beklagte Bürgermeister Klaus Meyer die Problematik mit Mobilfunkantennen am Grenzlandturm

Bad Neualbenreuth

"Die sollen jetzt endlich in die Puschen kommen."

Bürgermeister Klaus Meyer über die Telekom

Bürgermeister Klaus Meyer über die Telekom

 

 

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