08.12.2020 - 17:37 Uhr
Bad NeualbenreuthOberpfalz

Trauer in Bad Neualbenreuth: Der "Schöner-Lehrer" ist gestorben

In Leipzig geboren und nach den Unbilden des Krieges in Neualbenreuth aufgewachsen, lagen seine tiefsten Wurzeln in der "Fraisch": Gerhard Schöner lebte diesen Landstrich mit den Menschen, mit der Natur, mit seiner Geschichte.

Gerhard Schöner ist in der Nacht zum zweiten Adventssonntag im Alter von 87 Jahren gestorben.
von Autor FSCProfil

In der Nacht zum zweiten Adventsonntag verstarb Gerhard Schöner aus Bad Neualbenreuth nach langer schwerer Krankheit im Krankenhaus Amberg. Er folgte seiner Frau Maria, die er im Februar dieses Jahres mit zu Grabe getragen hatte. Gerhard Schöner wurde 87 Jahre alt. Der „Schöner-Lehrer“, wie ihn die Neualbenreuther gerne nannten, war ein Mann der sich viele Jahre und Jahrzehnte seines Lebens der Gemeinschaft verpflichtet fühlte.

In vielfältiger Weise brachte sich Gerhard Schöner ein – beim Engagement für das Sibyllenbad als Kreisrat und rühriges Mitglied in der Christlich Sozialen Union (CSU). Deren Ortsverband Bad Neualbenreuth führte er jahrzehntelang und übergab ihn als Ehrenvorsitzender in jüngere Hände. In seiner beruflichen Tätigkeit als Lehrer vermittelte er zahllosen jungen Menschen auch das Wissen um die Heimat und ihrer Geschichte. Die Laufbahn als Pädagoge begann im alten Schulhaus in Maiersreuth, dann war Schöner Rektor der Volksschule Neualbenreuth und später Rektor der Hauptschule Tirschenreuth.

Gerhard Schöner hat viel Zeit für die Freiwillige Feuerwehr Hardeck, deren Schriftführer er mehr als 25 Jahre war und im aktiven Dienst den Rang eines Löschmeisters bekleidete. Sein Herz gehörte dem Männergesangverein Bad Neualbenreuth. Als Ehrenchorleiter wurde er nach seiner Erkrankung in den „Sängerruhestand“ entlassen, hielt aber ständig eine enge Verbindung zum Chor, welcher ihn auch in seinem Zuhause mit einigen „Terrassenständchen“ erfreute.

Mit großer Leidenschaft beteiligte sich an der Diskussionen des „Schattenkabinetts“ – jener Männerrunde, die sich in Neualbenreuth gegründet hatte und die sich für alle Bereiche des öffentlichen Lebens interessierte und zum Teil manchmal mitgestalten konnte. Gerhard Schöner war auch Gründungsmitglied im „Musikverein Ernestgrün“, gehörte dem „Oberpfälzer Waldverein“ an und war viele Jahre Vorsitzender des Pfarrgemeinderates. Auch in der Gemeinschaft der „Schönstatt-Familien“ brachte er sich zusammen mit seiner Frau Maria ein. Der gebührende Abschied, den Vereine, Verbände, Kollegen und Freunde ihm bereiten möchten, muss sich auf das stille Versprechen beschränken, Dank zu sagen und die Erinnerung an ihn bewahren.

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