28.09.2020 - 15:30 Uhr
BärnauOberpfalz

Ein urgemütliches Stimmungsbild im Geschichtspark Bärnau

Beim Thementag Fisch im Geschichtspark Bärnau gab es außer den Besuchern besondere Gäste. Die zwölf Landkreismuseen präsentierten ihr Wissen über das Fischen früher und heute.

von Ulla Britta BaumerProfil

Unter der Woche scheint die Sonne, am Wochenende regnet es: Das ist das Leid eines jeden Veranstalters. Diesmal traf es den Geschichtspark Bärnau-Tachov, der am Wochenende zum Thementag Fisch eingeladen hatte. Den Samstag hatte es komplett verregnet, am Sonntag tröpfelte es am Nachmittag mehr und mehr Besucher, gut sortiert als Paare, Familien oder Einzelpersonen.

Das schlechte Wetter und sicherlich auch die Hygienevorschriften wegen Corona hatte offensichtlich auch die "hartgesottenen" Rittersleute aus dem Mittelalter abgeschreckt. Während sonst in Museumsdorf in nahezu jeder mittelalterlichen Hütte ganze Familien unter den Darstellern zu den Thementagen "daheim" sind, waren diesmal viele der Behausungen leer. Museumspädagogin Julia Gräf übte sich, mittelalterlich verkleidet, im Knüpfen eines Fischernetzes, zwei Fischer zeigten mit einem starken Ast, einer Angelschnur und Haken, mit welch einfachen Gerätschaften im Mittelalter gefischt wurde. Kräftig qualmte der Fischräucherofen, insgesamt boten die Mittelalterdarsteller beim Steg am Dorfteich nahe der Motte (mittelalterlicher Wehrturm) ein urgemütliches Stimmungsbild.

Im August bot der Geschichtspark Platz für ein mittelalterliches Militärmanöver

Bärnau

Waren diesmal weniger Darsteller unterwegs, machten das die Vertreter der Museen im Landkreis im Seminarraum des Zweckgebäudes beim Geschichtspark wieder wett. "Das Zwoelfer", so nennen sich die zwölf Museen seit einiger Zeit, präsentierte sich erstmals in Verbindung mit einem Thementag im Geschichtspark.

Auf Info-Tischen und mit viel mitgebrachtem Wissen über das Fischen im Landkreis früher und heute zeigten die "ganz Großen des Zwoelfer", das Porzellanmuseum Mitterteich, das Museumsquartier Tirschenreuth, das Bärnauer Knopfmuseum und das Kemnather Heimatmuseum, was sie in ihren Bildungsstätten zu bieten haben. Wer wollte, konnte unter anderem einen kleinen Porzellankarpfen selbst anmalen, beim Stand des Museumsquartiers Tirschenreuth lud Museumsvertreterin Erika Rahn ihre Gäste ein, die Flora des Stiftlands unter der Lupe eines Mikroskops eingehend zu betrachten.

Hans Rösch sowie Robert Schön erklärten als Vertreter des Heimatmuseums Kemnath die Geschichte der Fischrechte ab dem 14. Jahrhundert. Vorgestellt wurde auch der "Historische Karpfenweg" in Kemnath.

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