15.10.2021 - 18:35 Uhr
EnsdorfOberpfalz

Repair-Cafés in Amberg-Sulzbach: Auch ohne Förderung geht's weiter

"Reparieren statt wegwerfen" ist das Motto der Repair-Cafés. Das Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit Ensdorf veranstaltet sie seit 2016. Nun ist die Förderung ausgelaufen – es soll aber weitergehen.

Typisch Repair-Café: Hier, in Kümmersbruck, kümmert sich Reparateur Armin Amrhein um einen Industriestaubsauger.
von Externer BeitragProfil

Die Repair-Café-Initiative wurde 2009 von Martine Postma in Amsterdam ins Leben gerufen: Besucher können hier ihre kaputten Gegenstände reparieren – oder sie von Ehrenamtlichen reparieren lassen. Im Landkreis Amberg-Sulzbach gibt es sie seit 2016, veranstaltet vom Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) Ensdorf, ursprünglich in Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum der Stadt Sulzbach-Rosenberg. In regelmäßigen Abständen fanden bis 2019 die Treffen in der Hängematte statt, danach gingen sie auf Tour durch den Landkreis Amberg-Sulzbach.

Vor Ort sind Reparateure mit Fachkenntnissen auf verschiedenen Gebieten wie Elektrik, Elektronik, Fahrradreparatur und Textil ehrenamtlich im Einsatz, heißt es in einer Pressemitteilung des ZEN. Die Initiative wurde gegründet, um die Lebensdauer von Gegenständen zu verlängern und damit Ressourcen sowie CO2 einzusparen. Gefördert wurde das Projekt im Landkreis vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) für zwei Jahre. Diese Förderung ist nun am 30. September ausgelaufen.

In acht Orten etabliert

Die Klima- und Repair-Cafés wurden abwechselnd in den acht Kommunen Ensdorf, Kastl, Neukirchen/Etzelwang, Auerbach, Vilseck, Hirschau, Freudenberg und Kümmersbruck eingerichtet, bilanziert das ZEN. Über 40 Landkreisbewohner beteiligten sich ehrenamtlich. Wegen der Corona-Pandemie konnten von den 64 geplanten Klima- und Repair-Cafés nur 36 Termine stattfinden. "Dabei konnten 312 Gegenstände vor der Tonne gerettet werden", heißt es in der Presseinfo: "Durch die Lebensdauer-Verlängerung bei einer erfolgreichen Reparatur werden die Energiemenge und CO2-Emissionen eingespart, die bei der Herstellung neuer Produkte benötigt werden. Mit Hilfe der Klima- und Repair-Cafés wurden ungefähr 12,3 Tonnen CO2 vermieden."

Nach Beendigung der Förderung sollen die Klima- und Repair-Cafés nun in den Kommunen selbstständig von den Ehrenamtlichen weitergeführt werden. In jedem Ort haben sich Ansprechpartner gefunden, die die Klima- und Repair-Cafés dort organisieren. Eine Anmeldung zur Terminvereinbarung ist weiterhin notwendig (Telefon 09624/903648).

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