19.10.2021 - 19:32 Uhr
EnsdorfOberpfalz

Wanderausstellung im Kloster Ensdorf zeigt "Naturparke in Bayern"

19 einzigartige Landschaften, in denen sich die Gipfel der Alpen erheben, sich weite Wälder ausbreiten oder man in das Auge des Moors blicken kann: Das sind die Naturparke in Bayern. Momentan kann man sie alle in Ensdorf kennenlernen.

Blick in die Wanderausstellung "Naturparke in Bayern" im Kloster Ensdorf
von Externer BeitragProfil

Auf einem Drittel der Landesfläche Bayerns bilden die Naturparke die gesamte Vielfalt der bayerischen Kulturlandschaften ab. Die Wanderausstellung „Naturparke in Bayern“ stellt mit eindrucksvollen Bildern die Besonderheiten der Naturparke vor: ihre Pflanzen und Tiere, ihre Gewässer, ihre Geologie und auch die menschlichen Einflüsse, die diese Landschaften geprägt haben. Die Ausstellung ist derzeit im Kloster Ensdorf zu sehen. Sie zeigt anhand konkreter Beispiele, wie die Naturparkverwaltungen ihre Gebiete mit vielfältigen Maßnahmen erhalten, entwickeln und für jeden erlebbar machen.

Markus Dollacker, der Vorsitzende des Naturparks Hirschwald, hatte zur Eröffnung der Ausstellung in den Kreuzgang des Klosters Ensdorf eingeladen. Er betonte, wie unterschiedlich die Bayerischen Naturparke seien, sowohl in Größe als auch Naturausstattung. Bereits im März 2020 war ein erster Anlauf genommen worden, die Schau in Ensdorf zu präsentieren. Allerdings wurde damals, am Tag nach dem Aufbau der Wanderausstellung, das Kloster wegen der einsetzenden Coronapandemie für den Publikumsverkehr geschlossen. Nun hoffen der Vorstand des Naturparks Hirschwald und das Kloster Ensdorf auf sich langsam wieder normalisierende Besucherzahlen im Kloster. Die Öffentlichkeit kann die Ausstellung während der Öffnungszeiten besuchen (Zugang über Klosterpforte).

Naturpark-Geschäftsführerin Isabel Lautenschlager führte kurz in das Konzept ein. Die Wanderausstellung, die durch ganz Bayern tourt, zeigt neben Landschaften, Flora und Fauna die vier Arbeitsschwerpunkte der Naturparke: Naturschutz & Landschaftspflege, Erholung, Bildung und nachhaltige Regionalentwicklung. Besucher können sich an leicht bedienbaren Bildschirmen informieren, oder sie setzen sich einfach auf einen Baumstamm oder Stein, um die Bilder in Ruhe auf sich wirken zu lassen. Kinder können ein elektronisches Memory mit Bildern aus den Bayerischen Naturparken spielen. Die Ausstellung wurde unter Federführung des Naturparkverbands Bayern von den Naturparken gemeinsam vorbereitet. Unterstützt wurde das Projekt vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.

Flusskrebse im Naturpark Hirschwald

Schmidmühlen
Eröffnung der Wanderausstellung Naturparke in Bayern.
Hintergrund:

Was ist ein Naturpark?

  • Im Bayerischen Naturschutzgesetz ist genau festgelegt, wann eine Landschaft zum Naturpark erklärt werden kann.

  • Möglich ist dies bei großräumigen Gebieten (mindestens 20.000 Hektar Fläche), die der naturräumlich zusammenhängenden Gliederung entsprechen und überwiegend als Landschaftsschutzgebiete oder Naturschutzgebiete festgesetzt sind.
  • Ihre Natur eignet sich besonders für umweltverträgliche Erholung.
  • Gleichzeitig wird in diesen Gebieten eine dauerhaft umweltgerechte Landnutzung und eine nachhaltige Regionalentwicklung angestrebt.
  • Getragen werden die Naturparke in Bayern von Vereinen, in denen sich die Städte, Gemeinden, Landkreise und weitere Akteure aus der Region engagieren.
  • Der Naturpark Hirschwald in der Oberpfalz mit Flächenanteilen der Stadt Amberg und des südlichen Landkreises Amberg-Sulzbach ist mit 280 Quadratkilometern einer der kleineren Naturparke Bayerns. Er wurde 2006 gegründet.

 

 

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