25.07.2021 - 14:40 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Showroom und Edelkiosk: Große Pläne mit dem Kolpinghaus in Erbendorf

Trotz Corona läuft das Geschäft gut. Um sein Unternehmen zu erweitern, hat Gregor Schraml das Kolpinghaus gekauft. Aber die Pandemie verzögert das Vorhaben des Erbendorfer Brennerei-Chefs.

Im Januar 2020 hat Gregor Schraml das Kolpinghaus der katholischen Pfarrei in Erbendorf gekauft. Der Brennerei-Chef hat mit dem Gebäude große Pläne.
von Armin Eger Kontakt Profil

Ein Stonewood-Whisky-Warehouse, ein Showroom, ein Ort für Tagungen und Schulungen und die Bewirtung der Besucher: Gregor Schraml hat in Erbendorf viel vor. "Die Umsetzung hat sich allerdings wegen Corona verzögert", sagt der Chef der Steinwaldbrennerei, der im Kolpinghaus zeigen möchte, was bei ihm im Unternehmen los ist.

Seit 12. Januar 2020 steht fest, dass das Kolpinghaus der katholischen Pfarrei den Besitzer wechselt. Das bestätigte damals Kirchenpfleger Alfons Meierhöfer beim Neujahrsempfang. "Das beste Angebot zum Kauf gab Gregor Schraml ab", gab er vor eineinhalb Jahren bekannt.

Im Februar 2021 wurde das Gebäude leergeräumt. Über Jahrzehnte hinweg war das Gebäude in der Frühmeßgasse 5 Treffpunkt für Jung und Alt. Kinderfasching, Seniorenfasching, Faschingspartys der verschiedensten Vereine, Tagungen und Versammlungen: Das Kolpinghaus hat schon jede Menge erlebt. Das soll so bleiben, wenn Gregor Schraml seine Pläne erst verwirklicht hat.

Konzentration auf Glühwein

Die jetzige Fläche in der Alten Propstei sei zu klein, sagt der 47-Jährige. So sei unter anderem der "Direktverkauf winzig". Das will der Unternehmer mit dem Um- und Ausbau des Kolpinghauses ändern. "Der große Saal hat etwa 250 Quadratmeter, der Verkaufsraum an die 100 Quadratmeter", sagt Schraml. Im Frühjahr und Sommer dieses Jahres wollte er sein Projekt umsetzen. Die Öffnung war für Oktober geplant. "Das mussten wir alles verschieben", so der Erbendorfer. "Wir können den Zeitplan leider nicht einhalten." Grund seien Corona und die damit entstandenen Probleme in der Bauwirtschaft.

Jetzt müsse man sich zudem auf die Glühweinproduktion konzentrieren, die bereits voll angelaufen sei. "Die Nachfrage ist im vorigen Jahr unglaublich gestiegen", sagt Schraml, "trotz Corona." Auch hier musste der Unternehmer spüren, dass es immer schwieriger wird, die nötigen Zutaten zu besorgen. "Selbst kleine Gewürzbestellungen sind eine riesen Herausforderung." Dies habe zu einem Rückstau geführt und das "Preisniveau ist katastrophal". Die Situation habe sich aber wieder etwas gebessert.

Wenn die Glühweinproduktion abgeschlossen ist, kann sich Schraml voll auf das neue Projekt konzentrieren. "Es gibt zwar Pläne, aber die verändern sich ständig. Als das Gebäude leergeräumt war, hatten wir die Möglichkeit, uns alles anzuschauen. In einem alten Haus erlebt man oft Überraschungen."

Nachholbedarf an Führungen

Das Grobkonzept steht allerdings. Schraml weiß, was er will. Im großen Saal soll ein Erlebniszentrum "Brennen" entstehen. Platz sei auch noch für ein Lager. "Da mangelt es auch noch. Im unteren Bereich kommt ein Ladengeschäft rein. Der Küchenbereich bleibt so." Entstehen sollen eine kleine Destille und ein Edelkiosk. "Zunächst hatten wir ein Restaurant geplant, das machen wir aber nicht." Jetzt soll eine wehrhafte Gastronomie entstehen. Im Gaststättenbereich mangle es in Erbendorf sowieso.

Führungen, bei denen eine großer Nachholbedarf bestünde, würden mit dem Umbau attraktiver werden. Schraml möchte für den Tourismus was bieten. "Die Leute kommen zu uns. Das Hotel Aribo ist immer gut ausgelastet und das Steinwaldhaus am Pfaben wird auch bald wieder öffnen." Nicht nur bei Schraml verzögert sich die Umsetzung, auch die Pfarrei ist derzeit ohne Pfarrsaal. "Der für heuer geplante Neubau musste abgeblasen werden", weiß der Brennerei-Chef.

Das Kolpinghaus hat einen neuen Besitzer

Erbendorf
Gregor Schraml muss sich gedulden. Sein Projekt hat sich wegen Corona um ein Jahr verschoben.

 

 

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