28.07.2021 - 10:42 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Sommerserenade des Erbendorfer Zitherclubs: Musik genießen und Gutes tun

Faszinierte Besucher bei der Sommerserenade des Zitherclubs im Stadtpark: Die Veranstaltung wurde kurzerhand zur Benefizveranstaltung zu Gunsten der Flutopfer. Immerhin kamen rund 2200 Euro an Spenden zusammen.

von Jochen NeumannProfil

Mit seinem Konzert hatte der Zitherclub Glück: Abendsonne und warme Temperaturen sorgten für Wohlfühl-Ambiente im Stadtpark. Zitherclub-Vorsitzende Heidi Banzer führte aus, dass ganz spontan aus dem kleinen Sommerkonzert eine Benefizveranstaltung zu Gunsten der Flutopfer in ganz Deutschland wurde.

„Mit den Spenden wollen wir zur Hälfte zum einen die Flutopferhilfe direkt vor Ort im Einsatzgebiet in Westdeutschland, speziell im Ort Bad Neuenahr-Ahrweiler, unterstützen und mit der anderen Hälfte die Hochwasser-Hilfe für Landwirte“, erklärte sie. „Eine Zitherspielerin von uns telefonierte mit einer Helferin vor Ort und erzählte ihr von unserer geplanten Geldspendenaktion - sie und ihr Team waren überwältigt vor Freude.“

In lockerer und entspannter Atmosphäre gab der Zitherclub unter der Leitung von Veronika Hille seine Lieblingsstücke zum Besten. Eine Besonderheit in der Besetzung war bei diesem Konzert im Bassregister zu finden: Denn Josef Rötzer stand nicht wie gewohnt am Kontrabass, sondern spielte mit leisen Tönen auf seiner Tuba.

Vielfältig war das Repertoire an diesem Abend. „Einfach eine kunterbunte Mischung“, sagte Vorsitzende Banzer, die auch die Moderation übernahm. Gespielt wurde in großer Besetzung zu Beginn mit traditioneller Musik, die langsam auf Schlagermelodien wie „Griechischer Wein“ und „Irgendwann bleib ich dann duat“ wechselte. Auch die sieben Nachwuchsmusiker zeigten an diesem Abend ihr Können. Der Zitherclub wagte sich auch an ein richtiges Blasmusikstück, den „Böhmischer Traum“. Die Musiker zeigten dabei, dass dieses Stück auch mit Saitenmusik und Tasteninstrumenten spielbar ist und gut klingt.

Für die Zuhörer hatte der Zitherclub auch eine Überraschung parat: Vorsitzende Heidi Banzer kündigte den Auftritt der „Schenkelzinterer“, eine Schuhplattlgruppe aus Schwarzenbach und Umgebung, an. Mit Bänken und Tischen zeigten die zehn jungen Burschen bei traditioneller und fetziger moderner Musik auf, wie Schuhplattln geht - einschließlich fast schon akrobatischer Einlagen. Entsprechend laut und lang war der Applaus.

Mit dem „Dritten Mann“ ging es beim Zitherclub musikalisch weiter auf Safari-Tour und dem Konzertende zu. Das Publikum verlangte auch nach Zugaben. So erklangen der Fliegermarsch und die „Irischen Segenswünsche“.

Nach dem Konzert zeigten sich die Besucher sehr spendenfreudig. Wie Heidi Banzer mitteilte, kamen 2200 Euro zusammen, die jetzt den beiden Hilfsorganisationen überwiesen werden.

Die Mitglieder des Zitherclubs übten virtuell

Erbendorf
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