29.09.2021 - 09:42 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Stadtrat Erbendorf spricht über Spielplatz, Friedhof, Bauprojekte

Informationen des Bürgermeisters, „Status Projekte“ und die Bekanntgabe nichtöffentlicher Beschlüsse schlossen den öffentlichen Teil der Stadtratssitzung. Grünen-Stadtrat Josef Schmidt regte eine Gedenkstätte für „Sternenkinder“ an.

Die unverändert 20 Meter lange Seilbahn im Kinderspielplatz „Kreinzl“ thematisierte Bürgermeister Reger im Tagesordnungspunkt „Status Projekte“. Das Bild wurde vor einigen Wochen während der Baumaßnahme aufgenommen.
von Werner RoblProfil

Die Corona-Pandemie sollte auch in der aktuellen Sitzung des Stadtrates Ebendorf nicht ausgeklammert werden. Bürgermeister Johannes Reger beleuchtete die aktuelle Statistik und die zum Stichtag der Stadtratssitzung gemeldeten Corona-Inzidenzwerte. „Nehmen Sie das Angebot einer Impfung wahr“, empfahl das Stadtoberhaupt. Daraufhin folgte der Zwischenstand der aktuellen Maßnahmen im Stadtgebiet und ein Rückblick auf die nichtöffentliche Sitzung vor der Sommerpause beziehungsweise die dort gefassten Beschlüsse.

20 Meter lange Seilbahn

Angesprochen wurde die fertiggestellte Maßnahme „Spielplatz Kreinzl“ im Westen der Stadt: Anhand einer Grafik stellte Reger dar, dass die Seilbahn – wie schon zuvor – eine Länge von 20 Metern umfasst. „Sie ist nicht kürzer geworden“, kommentierte Reger - mit deutlichem Nachdruck – die Gestaltung des beliebten Geräts am Spiel- und Freizeitgelände.

Thema war auch der Friedhof. Dort habe man Verbesserungen vorgenommen. Laut Reger widmete man sich den Toren, der Abfallentsorgung und den Wegen. Im kommenden Jahr sei laut Angaben des Bürgermeisters die Sanierung der Treppe an der Reihe. „Wir werden uns auch um die aufgelassenen Grabstellen kümmern“, versprach er. Zum Stichwort Wertstoffhof erklärte Reger an anderer Stelle: Die geplante Maßnahme werde man 2022 umsetzen. Als „weitestgehend fertig“ bezeichnete er die Straße in Siegritz.

Stellung nahm Reger auch zur bereits beschlossenen Auswechslung vieler der in die Jahre gekommenen und unansehnlich gewordenen Verkehrszeichen: Seitens der Verwaltung habe man 300 neue Schilder angeschafft. „Sie sind im Hause“, versicherte der Bürgermeister. Einen kurzen Blick warf er an anderer Stelle auch auf die erfolgte Ausbesserung von Straßenschäden - „Risse“, so Reger. Als Beispiele ließ er – neben anderen Stadtbereichen - Wildenreuth und Grötschenreuth folgen.

Zum Informationspaket gehörte erneut auch das Projekt „Bräugasse“: Die Tagespflege befinde sich in der „Endphase“ erklärte das Stadtoberhaupt. Fertig sei man mit dem Rohbau der Schwimmhalle. "Zum Zeitpunkt der Sitzung wurden im 'Mängelmelder' keine Schäden gemeldet", warf er ein Auge auf die kommunale Einrichtung im Internet. Über den Stand des Glasfaserkabelausbaus erkundigte sich CWL-Sprecher Matthias Fütterer. Das Stadtgebiet beleuchtete der Bürgermeister positiv. In einigen Stadtteilen hake aber es noch ein wenig, bedauerte der Vorsitzende.

"Emotionale Bitte"

Fast am Ende der Sitzung meldete sich Stadtrat Josef Schmidt (Bündnis 90/ Die Grünen) zu Wort. Der Fraktionssprecher regte eine mögliche Gedächtnisstätte für die verstorbenen „Sternenkinder“ an - also für Säuglinge, die bereits vor oder während der Geburt sterben. Auslöser seines Beitrags war eine – so Josef Schmidt – „emotionale Bitte“ eines davon betroffenen jungen Elternpaares. „Wir würden gut daran tun, wenn wir uns dieser Sache annehmen würden“, betonte er. „Ich bitte den Bürgermeister beziehungsweise die Stadtverwaltung, dafür einen entsprechenden Platz zur Verfügung zu stellen.“

In der Stadtratssitzung ging es auch um Freiflächen-Photovoltaikanlagen

Erbendorf
Bekanntgabe nichtöffentlicher Beschlüsse:

Vergabe von Aufträgen an Firmen in Erbendorf

  • Baumeisterarbeiten bei der Ausführung der Brandschutzmaßnahmen Bypasslösung in Grund- und Mittelschule Erbendorf: Martin Janner GmbH Erbendorf.
  • Schreinerarbeiten bei der Ausführung der Brandschutzmaßnahme Bypasslösung in der Grund- und Mittelschule Erbendorf: Schreinerei Paul Kreuzer Erbendorf.
  • Energetische Ertüchtigung des Eingangsbereiches im Feuerwehrhaus Wildenreuth: Schreinerei Schöpf GmbH Erbendorf.
  • Planungsauftrag für die Erstellung des Bebauungsplanes „Industriegebiet Schleifmühl III“ und die parallel durchzuführende Flächennutzungsplanänderung: Architekturbüro Rembeck & Partner Erbendorf.
  • Tiefbauarbeiten beim Neubau des Regenüberlaufbeckens Naabberg: Wilhelm Bauer GmbH & Co. KG Erbendorf.
  • Gewerk „Schreinerarbeiten Fenster und Türen“ beim Umbau und der Sanierung des Anwesens Bräugasse 23: Schreinerei Schöpf GmbH Erbendorf.

„Wir werden uns auch um die aufgelassenen Grabstellen kümmern.“

Bürgermeister Johannes Reger

„Wir würden gut daran tun, wenn wir uns dieser Sache annehmen würden.“

Grünen-Stadtrat Josef Schmidt über die Bitte nach einer Gedächtnisstätte für "Sternenkinder"

 

 

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