19.01.2021 - 14:36 Uhr
EschenbachOberpfalz

Lebenszeichen der Eschenbacher Faschingsgesellschaft in der Corona-Zeit

2021 wird kein großes Jahr für die Eschenbacher Faschingsgesellschaft (EFG). Doch auch während der Corona-Pandemie lassen sie sich die Laune nicht verhageln.

Mit einem Corona-Anstecker begleitet die EFG den stillen Fasching 2020/2021.
von Walther HermannProfil

Die Eschenbacher Faschingsgesellschaft EFG liegt nicht im verordneten Corona-Schlaf. Garde-Schneemädchen, Teilnahme am größten Karnevalsumzug 2021 und Ausgabe eines Corona-Faschingsansteckers sind Beweise für Lebendigkeit und Ideenreichtum einer putzmunteren Gemeinschaft. Tristesse war zunächst aufgekommen, als zum Einstieg in die neue Session das Hissen der EFG-Fahne vor dem Rathaus und auch der angedachte „Rathaussturm auf Sparflamme“ ausfallen mussten. Der rote Teppich für Prinzenpaare und Garden konnte nicht ausgerollt werden. In den Köpfen der Eschenbacher Narren kehrte jedoch keine Lethargie ein.

Von den aktuellen Schneemannaktivitäten in den heimischen Gärten ließen sich auch Mädchen der Jugendgarde anstecken. Dem Bau kurvenreicher Schneegestalten folgte das Ankleidungszeremoniell. Dazu diente die Gardekleidung von Schuhen bis zur Kopfbedeckung, der wärmende Schal der EFG und Faschingsorden. Nicht fehlen durfte sogar dekorative Schminke. „Werde Teil von Deutschlands größtem Karnevalsumzug 2021 und bring die närrische Stimmung auf ein riesiges 9 qm Plakat.“ So lautete vor kurzem der Aufruf einer Werbeagentur, dem die EFG unverzüglich nachkam. Auf dem Plakat sollten Erinnerungen an die fünfte Jahreszeit mitgeteilt werden. Mit der Plakataktion sollten „möglichst viele Jecken auf den größten Karnevalsumzug 2021 aufmerksam werden. Die EFG war schnell und sicherte sich eines der begehrten Karnevalsplakate.

In die Geschichte der EFG wird die „Enthaltsamkeit“ in der Zeit der Corona-Pandemie eingehen. Der Session-Anstecker macht deutlich, warum in diesem Jahr keine Anfeuerungsrufe wie Helau, „Russ-Russ-Russ Weiber-Weiber-Weiber“ oder „Garde-Garde-Garde Mädchen-Mädchen-Mädchen“ zu hören sein werden. Das Training der Garden hätte bereits im September beginnen sollen. Aufgrund der Kontaktbeschränkungen traf sich die Jugendgarde (Lila Garde) mit Sandra Mandanici und Tanja Ficker zweimal auf der Tennisanlage beim Hotel Rußweiher und im Oktober ebenfalls zweimal in der weitläufigen Aula der Markus-Gottwalt-Schule. Auch die Krümelgarde trainierte einmal in der Schule. Seitdem muss die Vorfreude auf die Session 2022 ausreichen.

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Gardemädchen auf der Suche nach dem Prinzen

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