12.04.2021 - 11:54 Uhr
FalkenbergOberpfalz

"Warmes Licht" für die Straßen in Falkenberg

Sparen zahlt sich aus. Und das nicht nur, wenn man in den Genuss von Stabilisierungshilfen kommen will. Daher setzt die Gemeinde Falkenberg auch auf moderne LED-Technik bei der Straßenbeleuchtung.

176 sogenannte Brennstellen beleuchten die Straßen und Wege in der Marktgemeinde Falkenberg - wie hier an der Brücke zur Gemeindewiese, die von den Falkenbergern "Droht" genannt wird.
von Werner RoblProfil

Die Umrüstung der 176 Straßenlampen im Markt Falkenberg auf energiesparendes LED-Licht erfolgt im Zuge der turnusgemäßen Wartungsarbeiten. Hierzu hat die Bayernwerk Netz GmbH ein Vertragsangebot mit einer Gesamtauftragssumme in Höhe von 11.815 Euro (inklusive Mehrwertsteuer) unterbreitet. Dies berichtete Bürgermeister Matthias Grundler in der Sitzung des Gemeinderats. Auch sei zum Vergleich der Ausleuchtung (Lichtausstrahlung, Lichtkegel und Intensität) vor rund vier Wochen eine Musterbeleuchtung in der Schönfichter Straße seitens des Unternehmens installiert worden.

„Die niedrige Kelvinzahl ist die wohl bessere Lösung.“

Bürgermeister Matthias Grundler

Über die Farbtemperaturen der künftigen Leuchtmittel mussten die Markträte aktuell eine Entscheidung treffen. Für den Lampentyp „Castor Retrofit“ wurden als mögliche Alternativen die Töne „Warm“ (2700 Kelvin) und "Tageslichtweiß" (4000 Kelvin) vorgestellt. Zudem musste eine weitere Auswahl für die vorhandenen sogenannten Langfeldleuchten (Peitschenmasten) getroffen werden. Auch hier sollte sich das Gremium für eine der Möglichkeiten – „Warm“ (3000 Kelvin) und "Tageslichtweiß" (4000 Kelvin) entscheiden.

Insekten schützen

Aufgrund des vor einigen Wochen erschienenen Zeitungsartikels, in dem über die geplante Auswechslung berichtet wurde, seien einige Rückmeldungen in der Verwaltung eingegangen, ließ Bürgermeister Matthias Grundler wissen. Themen der Stellungnahmen seitens der Bürger waren laut Grundler mögliche Beeinträchtigungen der Insekten- und Vogelwelt. Man müsse daher sorgfältig abwägen, welche Leuchtmittel-Alternativen in Betracht kämen, unterstrich Bürgermeister Grundler. „Die niedrige Kelvinzahl ist die wohl bessere Lösung.“ Und so empfahl er, sich für den Warmton auszusprechen.

Nach kurzer Beratung einigten sich die Markträte einstimmig auf Warmton mit einer Kelvinzahl von 2700 beim Typ "Castor" beziehungsweise für den gleichen Farbton (allerdings 3000 Kelvin) für die im Markt vorhandenen Peitschenmasten. Nach Auskunft des Bürgermeisters werden nach der Umrüstung aller Brennstellen auf LED-Lampen rund 15.260 Kilowattstunden Energie pro Jahr eingespart.

In Kooperation mit dem Bayerischen Gemeindetag bietet die Schweriner Kubus GmbH den bayerischen Gemeinden, Städten und Zweckverbänden die weitere Teilnahme an der Bündelausschreibung für die kommunale Strombeschaffung an. Über die mögliche Beteiligung am Ausschreibungsverfahren - davon betroffen sind die Lieferjahre 2023 bis 2025 - informierte Verwaltungsangestellter Daniel Völkl bereits in einer der zurückliegenden Sitzungen. Aktuell mussten sich die Markträte auf eine der vorgeschlagenen Stromarten (Normalstrom, 100 Prozent Ökostrom mit beziehungsweise ohne Neuanlagenquote) festlegen. Einstimmig befürwortete das Gremium, entsprechende Angebote für 100 Prozent Ökostrom ohne Neuanlagenquote vonseiten der Kubus GmbH einholen zu lassen.

Ebenfalls einstimmig erging der Beschluss, das vorhandene Haushaltskonsolidierungskonzept – laut Bürgermeister Matthias Grundler „ein Punkt, der uns ständig begleitet“ – weiter fortzuschreiben. „Bis heute wurden alle 40 Maßnahmen umgesetzt“, betonte der Bürgermeister in der Sitzung. Der Spielraum für weitere Einsparungen und Einnahmemöglichkeiten sei jedoch sehr begrenzt, klagte das Gemeindeoberhaupt.

Hoffen auf Stabilisierungshilfe

„Der Sparwille muss immer wieder neu bewiesen werden“, erklärte Kämmerin Petra Wach in der Sitzung der Markträte. Ergänzt wurde das vorhandene Konzept - laut Wach, die dazu auch näher Stellung nahm - um Einsparungspotenziale beim Kommunbrauhaus und der Burganlage Falkenberg. Wichtig sei ein Votum seitens des Marktrates, um den Willen nach Einsparungen und die Suche nach weiteren Einnahmemöglichkeiten zu untermauern, machte Bürgermeister Matthias Grundler deutlich. „Wir werden nach weiteren Konsolidierungsmaßnahmen suchen und sie in den laufenden Prozess einarbeiten“, versicherte Grundler nach dem einstimmigen Beschluss. „Wir hoffen sehr, dass wir die nächste Stabilisierungshilfe als Beihilfe für künftige Investitionen nutzen können“, kommentierte Grundler den neuen Antrag an den Freistaat Bayern. Die zuletzt gewährten 750.000 Euro durften nur für die Tilgung von Schulden verwendet werden.

Für eine Verbesserung der Beleuchtungssituation an der Bushaltestelle in der Wiesauer Straße sprach sich Markträtin Rita Wildenrother (Unabhängige Bürgergemeinschaft Falkenberg) aus. Einstimmig wurde Dieter Luksch zum neuen Feldgeschworenen bestellt. Das Gremium besteht aus drei Mitgliedern. Dieter Luksch tritt die Nachfolge des verstorbenen Günther Griesch an. Bereits vor der Abstimmung hatte der Falkenberger Dieter Luksch signalisiert, dass er bereit sei, das Amt zu übernehmen. Als eine „tolle Idee“ bezeichnete Bürgermeister Matthias Grundler die Verschönerung mit Osterschmuck im Bereich zwischen Kommunbrauhaus und Rathaus. Bei der Aktion waren die Kinder aus dem Gemeindegebiet eingebunden.

Freiflächen-Photovoltaikanlagen waren ein Thema in der Februar-Sitzung des Gemeinderats Falkenberg

Falkenberg

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