01.10.2020 - 10:20 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Claudia Roth enthüllt Denkmal in KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth war schon öfter in Flossenbürg. Am 11. Oktober besucht sie die KZ-Gedenkstätte aber aus einem besonderen Grund.

Claudia Roth ist die Erinnerung an die Flossenbürger KZ-Opfer ein Anliegen.
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Die Grünen-Politikerin Claudia Roth wird im "Tal des Todes", einem Teil der Gedenkstätte ehemaliges Konzentrationslager Flossenbürg, in einer nichtöffentlichen Veranstaltung ein Denkmal zur Erinnerung an die in Flossenbürg und seinen Außenlagern inhaftierten homosexuellen Männer enthüllen. Das Denkmal ist seit vielen Jahren ein Anliegen des schwul-lesbischen Zentrums "Fliederlich" aus Nürnberg.

Der Verein hat in en vergangenen Jahren zahlreiche Spenden für die Pläne gesammelt und den Entwurf in Auftrag gegeben. Zur Enthüllung haben sich einige Landtagsabgeordnete angesagt, ebenso wie Landtagsvizepräsident Karl Freller (CSU).

Im Konzentrationslager Flossenbürg wurden zwischen 1938 und 1945 mindestens 379 Männer von der SS als „Homosexuelle“ registriert. Nachweislich 95 von ihnen starben im Lager. Sie waren nicht nur gewalttätigen Übergriffen durch die SS ausgesetzt, sondern wurden auch durch andere Insassen bedroht. Nach 1945 blieb männliche Homosexualität über Jahrzehnte ein strafrechtliches Delikt, wodurch der Opfergruppe lange Zeit der Status als Verfolgte des Nationalsozialismus verwehrt wurde. Das Denkmal ist das erste Erinnerungszeichen, das an die Haftgruppe der „Homosexuellen“ in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg erinnert.

Ein früherer Besuch von Claudia Roth in Flossenbürg

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