01.12.2021 - 14:51 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Kolpinggedenktag in Friedenfels erneut ohne weltliche Feier

Der Vorsitzende der Kolpingsfamilie Friedenfels, Reiner Gärtner (Bild), feierte mit zahlreichen Mitgliedern in der Pfarrkirche Maria Immaculata den Kolpinggedenktag.
von Bernhard SchultesProfil

Ein Höhepunkt im Jahresprogramm der Kolpingsfamilie Friedenfels ist alljährlich der Kolpinggedenktag. Bereits zum zweiten Mal konnte dieser jetzt aber nicht in gewohnter Form stattfinden. Es gab einen Gottesdienst, die weltliche Feier musste entfallen.

Passend zur derzeitigen Situation stand der Gottesdienst unter dem Leitwort "Hoffnung - trotz allem". Neben Pfarrer Joseph waren die Kolpingmitglieder Wolfgang Mühlbauer mit den Fürbitten und Reiner Gärtner mit einem Schlusswort in den Gottesdienst eingebunden. In seiner Predigt forderte Pfarrer Joseph die zahlreichen Kirchenbesucher auf, sich mal wieder Zeit zu nehmen, um sich genauer im Leben umzuschauen. "Da gibt es nicht nur Sorgen und Ängste, Stress und Hektik, Streit und Hass, Krankheit und Leid. Nein, da gibt es auch Leben, Hoffnung, Trost, Versöhnung und Friede. All das will und muss wieder neu entdeckt werden", sagte der Geistliche und ergänzte: "Dazu brauchen wir das Gottvertrauen eines Adolph Kolping, dessen Gedenktag wir heute feiern. Wir alle wissen, wie das Leben unserem Gesellenvater immer wieder übel mitgespielt hat. Doch trotz allem hat er seinem Gott vertraut. Er wusste, dass es letztendlich gut werden würde. Aus dieser Gewissheit heraus schöpfte er Kraft und Mut, um gerade jungen Menschen in prekären Lebenssituationen zu helfen." Wie es gelingen könne, so mutig und hoffnungsvoll das Leben anzupacken wie es Adolph Kolping getan habe, lehre das heutige Evangelium. "Nehmt euch in Acht, dass Rausch und Trunkenheit und die Sorgen des Alltags euer Herz nicht beschweren", zitierte Pfarrer Joseph Jesus Christus. "Jesus weiß, dass der Mensch in ausweglosen Situationen dazu neigt, die Flucht zu ergreifen. Doch die Flucht ins Jammertal, die Flucht in eine Scheinwelt löst keine Probleme. Sie schafft zwar für kurze Zeit Linderung. Doch eigentlich wird die Last dadurch nur noch schwerer. So drängt sich mir eine Frage auf, die da lautet: Lebe ich, oder werde ich gelebt?"

Am Ende des Gottesdienstes dankte Reiner Gärtner im Namen der Kolpingsfamilie Pfarrer Joseph für die würdige Gestaltung des Gedenktages und das "wunderbare Miteinander". Nicht vergessen wollte er dabei auch die Mitglieder des Vorstands und diejenigen, "die die Arbeit der Kolpingsfamilie in diesem doch schwierigen Jahr getragen und unterstützt haben". Gärtner erinnerte an das tatkräftige Mitwirken und Zupacken, die aktive Teilnahme an den Veranstaltungen, wenngleich diese in den zurückliegenden Monaten überschaubar gewesen seien, sowie an die Spenden bei Veranstaltungen. Gärtner wünschte allen eine gesegnete Adventszeit und ein besinnliches Weihnachtsfest. "Und bleibt's g'sund", ergänzte Gärtner.

 

 

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