11.11.2021 - 14:11 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Zwangspause beim Ausbau der Sonnengasse in Friedenfels

Der Gemeinderat Friedenfels votiert für einen Verbleib beim Zweckverband Wasser/Abwasser. Auch sonst ist sich das Gremium einig. Gestoppt hat der Bürgermeister die Fertigstellung der Sonnengasse. Und das nicht ohne Grund.

Mehrere Bohrkerne aus der aufgebrachten Tragschicht der Sonnengasse (Bild) im Außenbereich zum Friedhof wurden zur Überprüfung an ein Labor gesandt. Bürgermeister Oskar Schuster hatte auf Anraten eines Ingenieurbüros die Fertigstellung und das Aufbringen der Feinschicht wegen möglicher Fehler gestoppt.
von Bernhard SchultesProfil

Der Zweckverband (ZV) Wasser/Abwasser Stiftland/Steinwald hat kürzlich in einer Verbandsversammlung über das weitere Vorgehen diskutiert und die Frage aufgeworfen, ob weiterhin Interesse durch die Kommunen am Fortbestand des Zweckverbands besteht. Bürgermeister Oskar Schuster, der bei der Verbandsversammlung anwesend war, empfahl nun am Mittwoch in der Sitzung des Friedenfelser Gemeinderats den Verbleib, obwohl seit der Gründung des Zweckverbands im Jahr 2007 zwischenzeitlich mehr als die Hälfte der Verbandsmitglieder ausgeschieden sei, wie er ausführte.

Hintergrund bei der Gründung war es, die Wasserversorgung in kommunaler Hand zu behalten. Zudem war es bei der Gründung des Zweckverbands vorrangiges Ziel, eine gemeinsame Aufbau- und Ablauforganisation, gemeinschaftlichen Personaleinsatz, Rufbereitschaft sowie ein einheitliches Betriebs- und Organisationshandbuch für die Wasserversorgungs- und Entwässerungseinrichtungen der beteiligten Körperschaften zur Nutzung von Synergieeffekten zu ermöglichen, wie das Gemeindeoberhaupt erläuterte.

Nach und nach sollten dem Zweckverband dazu in Sachen Abwasserentsorgung und Wasserversorgung Aufgaben der Mitgliedsgemeinden übertragen werden. „Bis zum heutigen Zeitpunkt ist es aber noch zu keiner konkreten Übertragung von Aufgaben und Befugnissen gekommen“, betonte der Bürgermeister am Mittwochabend und fuhr fort: „Lediglich eine gemeinsame Beschaffung der Funkwasserzähler ist gelungen.“ Die daraus erzielte Ersparnis sowie eventuelle künftige weitere gemeinsame Anschaffungen und vor allem die geringen Kosten der Mitgliedschaft - sieben Cent je Einwohner - waren abschließend der Grund für den Verbleib beim Zweckverband. Die Gemeinderäte votierten einstimmig für den Fortbestand des Zweckverbands.

25 Bauparzellen

Keine Einwände hatte das Gremium gegen die Aufstellung des Bebauungsplans „Wildenreuth-Nordost III, Rohrberg“ der Stadt Erbendorf. Die zur Ausweisung vorgesehene Grundstücksfläche hat eine Größe von 2,53 Hektar und beinhaltet insgesamt 25 Bauparzellen mit Erschließungs- und Grünanlagen. Das Bebauungsplangebiet wird als „Allgemeines Wohngebiet“ festgesetzt.

Rechnungen genehmigt

Nachträglich genehmigt haben die Gemeinderäte zwei Rechnungen für die Beseitigung eines Rohrbruchs und den dazu notwendigen Wegebau beim Tiefbrunnen im Steinwald. Wie Bürgermeister Oskar Schuster betonte, musste wegen des Rohrbruchs schnell gehandelt werden. Zwei Firmen mussten zur Beseitigung des Schadens herangezogen werden. Erschwerend kam hinzu, dass zum Erreichen der Schadensstelle (morastiges und sumpfiges Gelände) mehrere Lastwagen Schotter herbeischaffen mussten. Die Kosten beliefen sich abschließend auf 8575 Euro für das Transportunternehmen Käß sowie auf 3990 Euro für die Baufirma Haubner.

Fördermittel

Freudig zur Kenntnis nahm das Gremium den Eingang der Fördergelder für die erfolgte Sanierung und Instandsetzung des Kneippbeckens. „Den zugesagten Förderbetrag in Höhe von 18.000 Euro haben wir erhalten“, verkündete Bürgermeister Oskar Schuster.

Straßenbau

Durch das Gemeindeoberhaupt gestoppt wurde auf Anraten eines Ingenieurbüros die Fertigstellung der Sonnengasse. Bürgermeister Oskar Schuster: „Nach Auftrag der Tragschicht und des Feinasphalts im vorderen Teil der Sonnengasse zeigten sich in der Tragschicht im Außenbereich Richtung Friedhof Fehler. Vier Proben des Asphalts wurden deshalb an ein Labor zur Prüfung gesandt.“ Nach der Auswertung erfolge die weitere Fertigstellung. Oskar Schuster: „Zwischenzeitlich werden die Straßengräben und Straßenränder angepasst sowie die angrenzenden Grundstücke planiert und wieder hergerichtet.“ Fertiggestellt wird nach Aussage des Bürgermeisters in der nächsten Woche der Fußweg vom Schwimmbad zur Staatsstraße nach Poppenreuth/Marktredwitz, mit Anschluss an den Fuß- und Radweg zum Ortskern von Friedenfels.

Neubesetzung

Wie Bürgermeister Oskar Schuster abschließend berichtete, besteht großes Interesse an der Stellenausschreibung der Gemeinde Friedenfels für die Neubesetzung des Einwohnermeldeamtes. „Acht Personen haben sich bis jetzt bereits gemeldet. Nach der Auswahl soll die Stelle zum 1. Januar 2022 neu besetzt werden.“

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Friedenfels

„Nach Auftrag der Tragschicht und des Feinasphalts im vorderen Teil der Sonnengasse zeigten sich in der Tragschicht im Außenbereich Richtung Friedhof Fehler."

Bürgermeister Oskar Schuster

 

 

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