31.03.2021 - 16:35 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Geschlossen für Sanierungsprojekt in Fuchsmühl

Die gemeindlichen Wohnhäuser an der Marienstraße werden nach und nach saniert. Der Rück- bzw. Neubau ist vom Tisch. Die vermieteten Anwesen waren Gegenstand einer Aussprache im Marktrat.

Die Häuserzeile an der Marienstraße ist Eigentum der Marktgemeinde Fuchsmühl. Einstimmig befürwortete der Gemeinderat die sukzessive Sanierung der Häuser.
von Werner RoblProfil

Die gemeindlichen Häuser an der Marienstraße waren im Juli vergangenen Jahres bereits Thema im Gemeinderat. Dabei stellte sich die Frage: Sanierung oder Rück- bzw. Neubau? In der jüngsten Sitzung erinnerte Bürgermeister Wolfgang Braun an die damals vorgestellte Machbarkeitsstudie.

Die seinerzeit genannten Zahlen rechnete Braun noch einmal vor. Laut seinen Informationen ging man von einem Betrag von 1,3 Millionen Euro für die Sanierung, bzw. 1,5 Millionen Euro für den Rück- bzw. Neubau der drei Häuser aus.

Die damals genannten Fördersätze bezifferte Braun auf 90 Prozent für eine aus Mitteln der Städtebauförderung unterstützten Sanierung. "Ein Neubau würde uns rund 1,5 Millionen Euro kosten", erklärte Braun zum Vergleich und nannte einen Fördersatz "um die 30 Prozent".

"Das vermietete Haus wird im Rahmen der Städtebauförderung saniert."

Bürgermeister Wolfgang Braun nach dem einstimmigen Votum

Inzwischen wurden durch den damit beauftragten Architekten die genauen Kosten ermittelt. Laut Braun müssten für die Sanierung – finanziell unterstützt durch die höhere Förderquote – rund 1.140.000 Euro aufgewendet werden. Für einen möglichen Rück- bzw. Neubau der Anwesen – deutlich geringer gefördert aus Mitteln für Sozialen Wohnungsbau – errechnete der Architekt rund 1.420.000 Euro Kosten. Der Mehraufwand würde sich bei der Miete sowie im Gemeindehaushalt bemerkbar machen, erklärte Braun den Unterschied.

Alle Fraktionen stimmen zu

Freie Wähler-Marktrat Christopher April nannte die Sanierung sinnvoll; Zustimmung signalisierte der Sprecher der SPD-Fraktion, Ernst Tippmann. Eine Sanierung befürwortete auch die Zweite Bürgermeisterin Andrea Hecht (CSU) und verwies ebenfalls auf die Differenz bei den Kosten.

Begonnen wird mit dem Anwesen Marienstraße 36. „Das vermietete Haus wird im Rahmen der Städtebauförderung saniert“, kommentierte Bürgermeister Braun das einstimmige Votum der Markträte. Wann die Renovierung startet, kam in der öffentlichen Sitzung jedoch noch nicht zur Sprache.

Neuer Antrag für Schießanlage

Der neue Fluchtweg für die Schießanlage unterhalb des Mehrzweckhauses wurde zuletzt vor rund vier Wochen vorgestellt und von den Markträten befürwortet. Bereits im Vorfeld hatten auch die Vorstände des Schützenvereins "Andreas Hofer" ihre Zustimmung signalisiert. „Durch die Umplanung ist ein neuer Bauantrag nötig“, betonte Braun.

In der Sitzung des Marktrats fügte der Rathauschef hinzu, dass die Planungen bereits mehrfach in den zurückliegenden Marktratssitzungen behandelt wurden. „Der Bauantrag bedarf der Genehmigung des Landratsamtes“, schob Braun nach.

Dem Bauvorhaben „Mehrzweckhalle – Herstellung des 2. Rettungsweges der Schießanlage“ auf den Flurnummern 319 und 319/2 (Gemarkung Fuchsmühl) wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Ernst Tippmann und Rainer Bleistein (beide SPD) sprachen sich jedoch dagegen aus.

Die Schießanlage war schon in der Februar-Sitzung des Marktrats ein Thema

Fuchsmühl

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.