01.06.2021 - 14:22 Uhr
HohenburgOberpfalz

Ausbau zweier Straßen im Bereich Hohenburg kostet rund 6,1 Millionen Euro

Gesamtkosten von insgesamt rund 6,1 Millionen Euro – der Ausbau von zwei Gemeindeverbindungsstraßen im Bereich Hohenburg ist eine teure Angelegenheit. Doch es fließen auch reichlich Fördergelder, erfährt der Marktgemeinderat.

Der Ausbau der Mendorferbucher Straße ist mit viel Kleinarbeit verbunden. Neben Kanal und Wasser sind dort weitere Versorgungsleitungen im Straßenkörper verlegt. Da ist viel Fingerspitzengefühl erforderlich.
von Paul BöhmProfil

Die Marktgemeinde Hohenburg investiert kräftig in diesem Jahr. Wie bei der Sitzung des Marktgemeinderats bekannt gegeben wurde, werden nach dem Abschluss des Ausbaus der Ortsdurchfahrt von Malsbach derzeit die Gemeindeverbindungsstraßen von Hohenburg bis Thonhausen und von Adertshausen bis Allertshofen mit voraussichtlichen Gesamtkosten von 6,1 Millionen Euro saniert. An Fördermitteln bekommt die Kommune für die beiden Straßenzüge samt Kanal- und Wasserleitungsausbau voraussichtlich knapp vier Millionen Euro an Fördermitteln überwiesen. Als Eigenanteil verbleibt Hohenburg ein Betrag von etwa 2,1 Millionen Euro.

Die Ausbauarbeiten für die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Adertshausen und Allertshofen haben bereits begonnen. Wie Bürgermeister Florian Junkes informierte, arbeitet man von Allertshofen aus. Die Straße muss nach seinen Angaben während der Bauphase komplett gesperrt werden, um ein zügiges Voranschreiten der Maßnahme zu gewährleisten. Eine Umleitung ist ausgeschildert. Auf Wunsch der Anlieger wurde in Allertshofen auch die Hydraulik des Abwasserkanals überprüft. Dabei stellte man fest, dass einige Abwasser-Hausanschlüsse mittlerweile in einem schlechten Zustand sind. "Die Hausbesitzer können entscheiden, ob die Schäden an den Hauswasseranschlüssen gleich mit abgestellt werden sollen und ob eine Speed Pipe für einen nachgelagerten Glasfaseranschluss gleich bis zum Gebäude verlegt werden soll", erklärte der Bürgermeister.

Die Freigabe der Hammermühlebrücke ist für Mittwoch, 9. Juni, geplant, gab der Bürgermeister bekannt. Die Umgehungswege im Zuge des Ausbaues der Mendorferbucher Straße zur die Schule wurden laut Junkes neu hergerichtet, um die Schulwegsicherheit zu gewährleisten. Eine Rechts-vor-links-Regelung in diesem Bereich der Mendorferbucher Straße lehnte die Verkehrsbehörde aber ab.

Thema im Marktgemeinderat war der Bebauungsplan G'steibat in Mendorferbuch. Mit einem einstimmigen Votum verabschiedete das Gremium die Änderung des Flächennutzungsplans im Parallelverfahren zusammen mit der Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen aus der Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden. Von insgesamt 26 angeschriebenen Fachstellen gaben zehn Anregungen zum Bebauungsplan ab. Geändert werden musste der Bebauungsplan aber deshalb nicht. Nachdem jetzt auch die Entwürfe genehmigt sind, kann voraussichtlich im Herbst mit der Ausschreibung der Erschließungsmaßnahme begonnen werden.

Wie Bürgermeister Florian Junkes informierte, muss in einem Turnus von zehn Jahren die Elementarschadenversicherungen für kommunale Gebäude überprüft werden. Letztendlich kam man im Marktgemeinderat zur der Entscheidung, dass alles so bleiben solle, wie es ist. Das Gremiums sah alle gemeindlichen Gebäude als ausreichend versichert an.

Im Gemeindegebiet von Hohenburg wurden im Abwasserbereich einige Schachtregulierungen vorgenommen, die kostenträchtiger ausgefallen sind, als zunächst veranschlagt. Etwa 12 000 Euro waren in einer ersten Bestandsaufnahme dafür eingeplant gewesen. Nach Abschluss aller Arbeiten waren dann doch knapp 20 000 Euro zusammen gekommen, die der Marktgemeinderat einstimmig als außerplanmäßige Ausgabe genehmigte.

Gemeinderat Markus Mitschke erkundigte sich nach dem Zeitplan für den Neubau des Feuerwehrhauses in Ransbach. Bürgermeister Florian Junkes antwortete, dass die weitere Planung mit dem Vorstand der Wehr erst nach der Kommandantenwahl abgestimmt wird.

Für die anstehenden Ortssprecherwahlen in den Altgemeinden Egelsheim und Ransbach wurden nach Auskunft von Bürgermeister Florian Junkes die Briefwahlunterlagen bereits zustellt. Die Abgabe der Wahlunterlagen im Briefkasten des Rathauses ist bis Freitag, 18. Juni, 15 Uhr, möglich, die Auszählung der Stimmen im Bürgersaal des Rathauses schließt sich an. Wer hier dabei sein will, kann sich bei der Gemeindeverwaltung anmelden.

"Die Hausbesitzer können entscheiden, ob die Schäden an den Hauswasseranschlüssen gleich mit abgestellt werden sollen und ob eine Speed Pipe für einen nachgelagerten Glasfaseranschluss gleich bis zum Gebäude verlegt werden soll."

Florian Junkes, Bürgermeister von Hohenburg

Nahwärmeversorgungskonzept für das neue Wohnbaugebiet Gsteibat "wirtschaftlich nicht darstellbar"

Hohenburg
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.