07.07.2021 - 09:12 Uhr
HohenburgOberpfalz

Marktgemeinderat Hohenburg bestellt Andreas Pollinger zum neuen Feldgeschworenen

Hohenburg hat einen neuen Feldgeschworenen. Der Marktgemeinderat überträgt Andreas Pollinger aus Mendorferbuch diese Aufgabe. Bürgermeister Florian Junkes nimmt die Vereidigung vor und überreicht ihm die Ernennungsurkunde.

Andreas Pollinger (rechts) wird zum Feldgeschworenen bestellt. Bürgermeister Florian Junkes überreicht ihm die Ernennungs-Urkunde.
von Paul BöhmProfil

Es soll eine Alternative zu den Spielplätzen in Hohenburg darstellen: Marktgemeinderat Robert Jung stellte in der Sitzung des Gremiums seine Idee eines Generationenspielplatzes vor. Wie die Anlage ausgestaltet und bestückt sein soll, gelte es jetzt mit der Bürgerschaft abzustimmen und entsprechende Ideen zu sammeln, sagte Bürgermeister Florian Junkes. Dazu will er einen Informationsabend einberufen, sobald es die Corona-Situation wieder zulasse. Der Bau eines Generationenspielplatzes würde in die Leader-Förderung mit eingebunden sein. Zweiter Bürgermeister Manfred Braun regte an, sich ähnliche Projekte anzuschauen, bevor man in die Planung einsteige. Sowohl Marktgemeinderätin Susanne Braun als auch Marktgemeinderat Markus Mitschke favorisierten eine Anlage im Bereich der Uferpromenade. „Da ist alles vorhanden, was wir an Anschlüssen brauchen. Und da haben wir noch genügend Platz“, lauteten ihre Argumente.

Der Marktgemeinderat Hohenburg will nun doch keine anlassbezogene Kündigung der Mitgliedschaft beim Bund Naturschutz (BN) aussprechen. Über dieses Thema entspann sich eine längerer Diskussion Marktgemeinderat Bastian Wittl sprach von einem falschen Weg, und auch seine Kollegen Johann Seitz und Manfred Meier waren der Meinung, dass man diesen Schritt wegen einer BN-Stellungnahme zum Bebauungsplan für das neue Wohngebiet G´steibat in Mendorferbuch nicht machen solle. Bei der Abstimmung gab es lediglich eine Befürworter-Stimme für die eine Kündigung, alle anderen sprachen sich für die Beibehaltung der Mitgliedschaft aus.

Der Marktgemeinderat steht geschlossen hinter dem Antrag von CSU-Fraktionssprecher Bastian Wittl, im Bereich des Schleicherbergs eine Tempo-30-Zone einzurichten. Angemerkt wurde, dass diese Geschwindigkeitsbeschränkung dann auch überwacht werden müsse. „Ein Verbot ohne Überwachung ist wertlos“, sagte Zweiter Bürgermeister Manfred Braun.

Das Gremium befasste sich mit dem Neubau einer Forschungsanlage sowie eines unterirdischen Lagertanks in der Gemarkung Adertshausen und stimmte der Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans Industriepark Hohenburg zu. Genehmigt wurde auch die Bauvoranfrage für einen Schuppen und eine Holzlege in Egelsheim.

Wie Bürgermeister Florian Junkes informierte, sucht die Gemeinde eine weitere Vollzeitkraft für den Bauhof sowie eine Reinigungskraft für die Schule mit 15 Wochenarbeitsstunden. Er informierte, dass die Ausschreibung des Mobilfunkmastes bereits online gestellt sei. Die Dienst- und die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Hohenburg finden am Samstag, 10. Juli, statt, die der Feuerwehr Ransbach am Samstag, 17. Juli.

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Derartige Tonrohre dienten in früheren Zeiten den Feldgeschworenen als Hilfsmittel beim Abmarken. Sie wurden als Halterung für die Vermessungsstäbe verwendet, bevor dann endgültig die Grenzsteine gesetzt wurden. Dieses Exemplar ist schon älter als 80 Jahre und immer noch stabil.
Hintergrund:

Der Feldgeschworene

  • Aufgaben: In früheren Zeiten Kontrollieren und Abgehen der Gemeinde- und Flurgrenzen. Heute Mitwirkung bei der Abmarkung von Grundstücksgrenzen und Flurstücken, Unterstützung des Vermessungsamtes.
  • Befugnisse: Feldgeschworene dürfen gesetzte Grenzzeichen suchen und aufdecken, wenn ein Grundstückseigentümer dies bei jeweiligen Gemeinde oder dem zuständigen Obmann der Feldgeschworenen beantragt hat. Ferner dürfen sie innerhalb eines engen gesetzlichen Rahmens Abmarkungshandlungen in eigener Zuständigkeit und Verantwortlichkeit vornehmen.
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