17.01.2021 - 12:45 Uhr
Hütten bei GrafenwöhrOberpfalz

Faschingszug in Hütten: So schön war's, bevor Corona kam

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Erst vor drei Jahren nahm der Hüttener Faschingszug neuen Fahrtwind auf, nachdem er zuvor einige Jahre pausierte. Über viele Jahre hat der mittlerweile verstorbene Rudi Lösch den Zug organisiert. Heuer gibt es eine unfreiwillige Pause.

Der Faschingszug in Hütten feierte 2009 ein kleines Jubiläum.
von Renate GradlProfil

Der "Faschingszug der Hüttener Vereine", wie er anfangs betitelt wurde, war schon ein Höhepunkt. Gestartet wurde mit fünf Vereinen aus Hütten beziehungsweise zehn Leuten. "Mit der Zeit wurden aber nicht nur die teilnehmenden Vereine immer mehr, sondern auch die Besucher, die sich das Spektakel nicht entgehen lassen wollten. Zuletzt waren es etwa 35 bis 40 Gruppen und 3000 bis 4000 Besucher, die am Faschingssamstag nach Hütten pilgerten", um bei diesem fröhlichen Spektakel dabei zu sein", verriet der mittlerweile verstorbene Rudi Lösch 2009 vor dem 15. Faschingszug.

Doch wie hat es eigentlich angefangen? Die Wurzeln sind bei den Volkstanzfreunden Hütten zu suchen. Der damalige Vorsitzende Franz Schreiner und die Vortänzerin Marianne Ruhland sowie der Musikant Hans Hößl haben den Stein ins Rollen gebracht. Die Organisation hatte in den ersten beiden Jahren die KAB (Katholische Arbeitnehmerbewegung) mit Gerhard Mark übernommen. Rudi Lösch, der aus der Faschingshochburg Hahnbach stammte, löste ihn 1995 ab. Neben vielen tollen Verkleidungen, von Mitwirkenden und Besuchern, gab es die verschiedensten Themen, die auf die "Schippe genommen wurden". Unter anderen waren dies der Bankencrash, Maibaumklau oder der Diesel-Skandal.

Als Lösch gesundheitlich angeschlagen war, ist der Sportverein Concordia eingesprungen und hat die Organisation übernommen. Nach 16 Jahren, in denen Tausende in Hütten Fasching feierten, trauerten die Faschingsnarren im Jahr 2011 um ihren Faschingszug. Dieser wurde quasi zu Grabe getragen. Was folgten, waren einige "Mini"-Faschingszüge, um wenigstens an die tollen Zeiten zu erinnern.

Nach dem "Dornröschenschlaf", der zwar keine 100, aber immerhin acht Jahre gedauert hat, wurde 2018 ein "Revival"-Faschingszug auf die Beine gestellt. Neben dem Sportverein Concordia hatte sich besonders Claudia Meier und ihre Kindergarde "Tanzinis" dafür eingesetzt. Bürgermeister Edgar Knobloch sowie die amerikanischen Vertreter hatten in den vergangenen beiden Jahren genauso viel Spaß, wie die übrigen Faschingsnarren. Aufgrund der Corona-Pandemie müssen heuer allerdings die Faschingsfreunde auf das Spektakel verzichten.

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