10.11.2021 - 14:41 Uhr
KemnathOberpfalz

Neuer Meilenstein für die Stadtentwicklung in Kemnath

Die Ziegler-Group präsentierte in der Stadtratssitzung am Dienstag in Kemnath die Pläne für das Millionenprojekt "Leben an der Seepromenade". Am Ende blieben nur noch zwei Aspekte offen.

Die Ziegler Group präsentierte am Dienstagabend eine optische Projektion des neuen Stadtteils in Kemnath.
von Holger Stiegler (STG)Profil

Am Montagabend hatte der Stadtrat das Projekt in nichtöffentlicher Sitzung "eingetütet", die öffentliche Präsentation folgte am Dienstagabend: Die bauliche Gestaltung der Brauhaus-Brache sowie des (heutigen) SVSW-Sportgeländes wurde an die Ziegler-Group vergeben. Entstehen wird praktisch ein neuer Kemnather Stadtteil im Herzen der Kommune.

Bürgermeister Roman Schäffler erinnerte daran, dass das Brauhaus-Areal 2012 von der Stadt erworben wurde. Abriss und Altlastenbeseitigung erfolgten bis 2013, die ersten Konzeptvorschläge für die weitere Nutzung gab es bereits 2014. Richtig Überzeugendes war auch in den folgenden Jahren nicht dabei, so dass die Brache allmählich zum Stadtbild gehörte. Mit einem sogenannten Mehrbeauftragungsverfahren kam neuer Schwung in das Projekt, die Planungen der UmbauStadt aus Weimar überzeugten die Verantwortlichen.

Auftrag für Ziegler-Group

Daran schloss sich die Suche nach Investoren an. "Im Rahmen einer dreimonatigen Bewerberphase gingen für die insgesamt sechs Teilbaubereiche und -abschnitte insgesamt vier Bewerbungen bei uns ein", erklärte Schäffler. Eine zwölfköpfige Jury - bestehend aus Stadtrat, Verwaltung, Architekten und Vertretern der Regierung der Oberpfalz - sprach eine einstimmige Vergabeempfehlung an den Stadtrat aus - was dieser auch tat und die Ziegler-Group damit betraute.

Der Bürgermeister sprach von einer "weitsichtigen Entscheidung über alle Parteigrenzen hinweg zum Wohle unserer Stadt und unserer Region". Die Einigkeit kam auch dahingehend zum Ausdruck, dass die Fraktionssprecher auf eigene Erläuterungen an diesem Abend verzichteten. Die Konstellation Stadt-Ziegler-Group, die sich nun ergebe, sei, so Schäffler, "ein Sechser im Lotto mit Superzahl", mit dem ein Meilenstein in der Stadtentwicklung gesetzt werde.

Hinter so viel Euphorie blieb auch Ziegler-Geschäftsführer Andreas Sandner nicht zurück. "Wir machen deutlich, dass sich Innovation, Ästhetik und Nachhaltigkeit nicht ausschließen", sagte Sandner. Für das Unternehmen handele es sich um ein Projekt, das mit viel Herzblut und Energie begleitet wurde. Sein Dank galt den Verantwortlichen von Stadt und Stadtrat dafür, dass man den Zuschlag bekommen habe.

Möglichkeiten für alle Generationen

Die konkreten Planungen präsentierte im Anschluss Projektleiter Sebastian Keck: "Ich lade Sie alle ein zu einer Rundreise durch das neue Stadtgebiet von Kemnath." Im Folgenden beschrieb er die verschiedenen Wohnformen und -möglichkeiten auf dem Areal als "Mix an Möglichkeiten für alle Generationen". Er beleuchtete geplante Aspekte wie Boarding-Suiten, Co-Working-Spaces, ein Gesundheitshaus, Büroflächen und das geplante Hotel mit Restaurant und möglichen Einzelhandelsgeschäften.

Geplant worden sind darüber hinaus ein modulares Holz-Parkhaus sowie eine futuristische Holzbrücke über den Fallbach. Das Prinzip der Nachhaltigkeit manifestiere sich in mehr als nur dem Werkstoff Holz. Dazu gehören auch die Regionalität und die Wertschöpfungskette. Auch beim Thema Energieversorgung für das Areal soll ein gemeinsamer Ansatz gewählt werden. Offen blieben am Ende eigentlich nur zwei Aspekte - die Höhe der geplanten Millionen-Investitionen und die Zeitperiode der Umsetzung.

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"Wir machen deutlich, dass sich Innovation, Ästhetik und Nachhaltigkeit nicht ausschließen."

Andreas Sandner, Geschäftsführer der Ziegler-Group

Andreas Sandner, Geschäftsführer der Ziegler-Group

 

 

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