Kohlbergs Bürgermeister dankt Feldgeschworenen für 40 Jahre Dienst

Kohlberg
11.08.2021 - 16:35 Uhr
von fsb
Drei Feldgeschworene der Marktgemeinde üben seit 40 Jahren ihren Dienst aus: Helmut Prechtl, Erwin Forster und Hermann Kummer (vorne, von links).

Mit Erwin Forster, Hermann Kummer und Helmut Prechtl freut sich die Marktgemeinde, drei Feldgeschworenen zum 40-jährigen Dienst gratulieren zu dürfen. Von Bürgermeister Gerhard List gab es vor Beginn der letzten Sitzung des Marktgemeinderates nochmal ein Dankeschön. 40 Jahre dieses Ehrenamt auszuüben sei keine Selbstverständlichkeit und das gleich dreimal in einer Gemeinde.

Die Feldgeschworenen gingen aus den alten Mark- und Feldgerichten hervor. So gebe es dieses älteste noch bestehende Ehrenamt Bayerns bereits seit dem 13. Jahrhundert. Für dieses angesehene Amt wurden nur rechtsschaffende Bürger ausgewählt, um bei Grenzstreitigkeiten oder unklaren Grenzverläufen unparteiisch vermitteln zu können. Feldgeschworene wirken bei der Kennzeichnung von Grund- und Flurstücken mit, setzen Grenzsteine höher oder tiefer und entfernen oder ersetzen Vermessungspunkte. Sie seien als Bindeglied zwischen Vermessungsamt und Grundstückseigentümern unverzichtbar geworden - trotz aller digitaler Technik.

Die Gemeinde sei froh, sich bei anstehenden Vermessungen auf so erfahrene Feldgeschworene verlassen zu können. "Wir wissen, was wir an euch haben!" schloss Bürgermeister List und überreichte Geschenke.

Erwin Forster ging darauf ein, dass vor vier Jahrzehnten wegen gesunkener Anzahl neue Personen für dieses Amt, das mal mehr, mal weniger Zeit in Anspruch nehme, gefunden werden mussten. Sie hätten damals aus der Zeitung von ihrer Ernennung durch den Marktgemeinderat mit Bürgermeister Krauß erfahren. Derzeit seien in Kohlberg sechs Feldgeschworene tätig.

Da Gerhard List als Bürgermeister dieses Amt nicht ausführen kann und es mindestens drei und maximal sieben Personen sein dürfen, könnten noch zwei weitere Personen ernannt werden. Dazu soll auf Vorschlag von Forster im Herbst ein zwangloses Treffen der aktuellen Feldgeschworenen mit dem Bürgermeister stattfinden.

 
 

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