15.10.2018 - 14:05 Uhr
Kornthan bei WiesauOberpfalz

Bilderbuchwetter zur Fischkirchweih

Der goldene Oktober, buntes Markttreiben und Kulinarik aus den Teichgewässern: Kornthan ist Ziel vieler Wochenendausflügler. Wieder einmal sind Erzeugnisse aus heimischen Gewässern – nicht nur sprichwörtlich – in aller Munde.

Teichnixe Sophia Bächer aus Muckenthal ließ es sich nicht nehmen, auch beim „Walz“ vorbei zuschauen.
von Werner RoblProfil

Bereits beim Auftakt am Samstag, mehr aber noch am Sonntag darauf, waren die Parkplätze rund um das "schönste Fischerdorf" Altbayerns Mangelware. An den Verkaufsständen bildeten sich meterlange Schlangen. Mit etwas Glück vermochten sich Besucher ein sonniges Plätzchen in den Biergärten entlang und inmitten der Teichhöfe "Walz" und "Griesl" zu sichern. Es war rechtzeitig vorgesorgt, zumal das schöne Herbstwetter schon seit Tagen angekündigt war.

Eröffnet wurde das Spektakel am Samstagvormittag beim "Grisl". Im Innenhof des alten Dorf-Anwesens, das der Familie Maierhöfer gehört, reichte Bürgermeister Toni Dutz den ersten - fast - verzehrfertigen Karpfen über den Ladentisch. Gemeinsam mit einer Besuchergruppe aus der "Stiftland-Oase" aus Tirschenreuth machte sich der Rathauschef danach auf, um bei seinem Rundgang den Festwirten und fleißigen Helfern viel Erfolg zu wünschen.

Reich ausgestattete Marktbuden säumten die Höfe und Straßen entlang des Weihers. Bereits am Eröffnungstag wurde fleißig gekauft und verzehrt, was die Kornthaner im Angebot hatten. Dazu gehörten - neben Karpfen - auch Spezialitäten vom Zander, frische Saiblinge und Forellen. In den Krügen schäumte der "Karpfentrunk". Auf Liebhaber guter Tropfen wartete eine Weinlaube. Süße Kuchenspezialitäten wurden an beiden Höfen gereicht. Die langen Schlangen - vor allem zur Mittags- und Kaffeezeit - wollten auch später kaum ein Ende nehmen. Geduld brauchte man fast überall. Gezählt aber wurden die Besucher am großen Kornthaner Fischwasser nicht. Der Sonntag startete mit einem vom "Stifländer Heimatverein" gestalteten Gottesdienst. Danach wurde im "Genussort" weiter gefeiert. Stets begegneten Besucher auch der Muckenthaler Teichnixe Sophia. Sie ließ es nicht nehmen, allen, denen sie über den Weg lief, ein herzliches "Grüß Gott" zu sagen.

Anziehungspunkt der kleinen Festgäste war erneut der Fischteich zwischen "Grisl" und "Walz", wo man mit Gummistiefeln und Keschern sein Fischerglück probieren durfte. Freilich durfte der Fang auch mit nach Hause genommen werden, vorausgesetzt, man hatte dafür das nötige Gefäß mitgebracht. Wer Glück hatte, konnte sogar den einen oder anderen Karpfen im Netz zappeln sehen, statt sich "nur" mit einem Weißfischchen zufrieden zu geben. Mit leeren Händen ging kaum jemand nach Hause.

Zappelnde Fische

"Karpfentrunk" und Wein

Bunt bemalte Kindergesichter bereicherten den Walzhof weiter oberhalb. Dort hatte das BRK einen Schminktisch vorbereitet. Das farbenfrohe Motiv durfte man sich selber aussuchen. Bastelsachen, Gewürze und Leckeres zum mit nach Hause nehmen, gab es an beiden Höfen zuhauf. Geöffnet hatten auch die Fischläden. In den Becken durfte man den Fischen beim Zappeln zuschauen.

Abgesagt dagegen wurden die beliebten Bootsfahrten der Wiesauer Wasserwacht. Grund dafür war der Niedrigwasserstand des Kornthaner Weihers, der das rasante Teich-Überqueren heuer nicht zuließ. Video zur Karpfen-Kirchweih www.onetz.de/2520665

Beliebtes Ziel des Fischernachwuchses war der Teich beim „Grisl“. Die in den Netzen gefangene Beute durften die Buben und Mädchen mit nach Hause nehmen.
Ein beliebtes Ort war auch der „Biergarten“ am historischen Grislhof.
Keine Fischkirchweih ohne Kuchen und Küchl. Sabine Günthners Stand mit selbstgebackenen Leckereien war meist dicht belagert.
An den Verkaufsbuden bildeten sich - vor allem zur Mittags- und Abendessenszeit - lange Warteschlangen.

 

 

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