26.09.2021 - 10:43 Uhr
KulmainOberpfalz

Marienbrunnen im Kulmainer Pfarrhof erstrahlt in altem Glanz

Pfarrer Markus Bruckner (Zweiter von rechts) dankte Ernst Braunreuther, Georg Sieber und Christian Schwendner (von links) die sich des Marienbrunnens angenommen haben.
von Arnold KochProfil

Seit 30 Jahren schmückt der Marienbrunnen das Pfarrhof-Ensemble. Im Zuge der Gesamtsanierung von Pfarrheim, Martinsaal und Pfarrhaus hatte der verstorbene Pfarrer Richard Krieglsteiner, der als unermüdlicher Bauherr in der Pfarrei wirkte, die Idee, den alten Pfarrhofbrunnen wieder freizulegen, herzurichten und in Betrieb zu setzen.

In seine Amtszeit fielen auch Kirchensanierungen, der Ausbau und die Erweiterung des Mesnerhauses am Armesberg und das Einleiten der Renovierung der Dreifaltigkeitskirche auf dem Armesberg. 1990 beauftragte Krieglsteiner als glühender Marienverehrer den Kunstschmiedemeister und Sponsor Georg Sieber, eine eiserne Gitterabdeckung aus Vierkantstahl und einen Brunnenaufbau mit einem als Schwanenhals geformten Brunnenwasserauslauf mit aufgesetztem Marienzeichen zu fertigen. Der Brunnenkopf wurde aus Sandstein neu gefertigt. Den Brunnen ergänzte eine neue goldene Marienstatue, die ihm seinen Namen gab.

Nach Jahrzehnten hatte der Zahn der Zeit am Brunnen genagt. Fugen waren ausgebrochen, der Sandstein vermoost und sein gesamtes Erscheinungsbild unansehnlich geworden. Die Renovierung nahmen auf Initiative von Georg Sieber die Kulmainer Feuerwehr mit Ernst und Marcel Braunreuther sowie Christian Schwendner in die Hand. Das Team wurde von Georg Sieber unterstützt und von Albin Schönfelder beraten.

Es besserte schadhafte Stellen aus, verfugte neu, entfernte den Bewuchs inner- und außerhalb des Brunnenkopfes und säuberte die Brunnenanlage. Zudem brachten die Ehrenamtlichen eine Entleerungsmöglichkeit für den Wasserauslauf zur Stilllegung im Winter an, um Frostschäden künftig zu vermeiden.

Sieber nahm den Feuerwehrlern als Versprechen ab, sich künftig nach ihm um den Brunnen zu kümmern. Ernst Braunreuther berichtete, dass eine Brunnentiefe von elf Metern bis zum Brunnenboden und ein Wasserstand von rund zwei Metern gemessen wurden. Sieber honorierte die Arbeit der Wehr mit einer Zuwendung. Die Initialen des Brunnens RK und GS erinnern an den Initiator Richard Krieglsteiner und Förderer Georg Sieber, 1991 gibt das Fertigstellungsjahr wieder.

Gerne erinnert man sich in der Pfarrei an den hochgeachteten Kulmainer Ehrenbürger und Geistlichen. Krieglsteiner kam nach dem Tod seines Amtsvorgängers Johann Vogl 1977 nach Kulmain und betreute als Seelsorger bis zu seinem Ruhestand 1998 die Pfarrei. Aufgrund seiner Verdienste um Gemeinde, Bürger und Pfarrei wurde er an seinem 70. Geburtstag zum Ehrenbürger ernannt.

An seinem letzten Wohnsitz Roding verstarb Krieglsteiner einen Monat vor seinem nächsten hohen persönlichen Fest. Am 17. Juli 2005 hätte er 50. Priesterjubiläum in Roding gefeiert.

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