26.10.2020 - 16:00 Uhr
MitterteichOberpfalz

Corona und der etwas andere Advent: Improvisieren statt resignieren

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Wegen der Corona-Pandemie müssen die Menschen in Mitterteich und anderswo in der Region auch im Advent auf beliebte Traditionen verzichten. Die Absagen sind aber richtig - und nun gilt es, zu improvisieren, meint Redakteur Udo Lanz.

Das Bild entstand im vergangenen Jahr bei einer Veranstaltung der Reihe "Adventsschaufenster" in Mitterteich. Heuer wird es derartige Termine vor Ort nicht geben - und weder der Burschenverein noch die Pfadfinder stellen Nikolaus-Paare.
von Udo Lanz Kontakt Profil
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Kein Weihnachtsmarkt, keine Nikolaus-Besuche, kein Eislaufen. Die „stade Zeit“ in Mitterteich dürfte Corona-bedingt so „stad“ werden wie seit Jahrzehnten nicht. Dass es in der ganzen Region ähnlich aussehen dürfte, ist für viele sicher kein Trost. Aber die Verantwortlichen von Stadt und Vereinen haben mit ihren Absagen die richtigen Entscheidungen getroffen.

Der Burschenverein Mitterteich und die Mitterteich Pfadfinder absolvieren heuer keine Nikolaus-Auftritte

Mitterteich

Bereits bei deutlich niedrigeren Infektionszahlen, als sie der Landkreis derzeit aufweist, wären Nikolaus-Besuche mit einem gewaltigen Aufwand für die Ehrenamtlichen verbunden. Steht die Corona-Ampel auf „Rot“ oder „Dunkelrot“, dürften solche Aktionen in der bekannten Weise gänzlich unmöglich sein. Aber egal, wann was gilt: Ein Restrisiko bliebe immer, das viele Mitterteicher nach den Ereignissen im Frühjahr verständlicherweise nicht eingehen wollen. Und das trifft auch auf Veranstaltungen oder den Betrieb der Eishalle zu.

Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn im Zusammenhang mit Corona ausgerechnet in Mitterteich wieder etwas schief ginge. Sensationsgierige Reporter aus dem ganzen Land würden wieder einfallen und direkt ans Starkbierfest und die Ausgangssperre anknüpfen. Ganz schnell könnte es auch innerhalb der Stadt Schuldzuweisungen geben.

Ob es daher sinnvoll ist, ein „Weihnachts-Shopping“ zu planen? Das wäre eine tolle Sache, wenn sich – wie beabsichtigt – Menschenansammlungen vermeiden lassen. Ob das aber wirklich funktioniert, wenn Besucher aus der ganzen Region herbeiströmen, ist fraglich.

Was also tun ohne die geliebten Traditionen in der Adventszeit? Da hilft wohl nur, so gut wie möglich zu improvisieren. Eltern könnten mit ihren Kindern speziell zum Nikolaus-Tag basteln, backen oder Geschichten lesen. Wer Weihnachtsmärkte vermisst, könnte mit der Familie oder – je nach Corona-Warnstufe – mit Freunden Glühwein oder Tee in eine Thermoskanne füllen, Becher und Plätzchen einpacken, durch die weihnachtlich geschmückte Stadt schlendern und beim hell erleuchteten Christbaum eine genussvolle Pause einlegen. Denkbar ist einiges.

So abgedroschen es auch klingen mag: Man kann resignieren und die Situation ständig bedauern oder man kann versuchen, das Bestmögliche daraus zu machen. Denn Corona wird so schnell nicht verschwinden.

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