20.11.2020 - 14:23 Uhr
MitterteichOberpfalz

Messungen in Mitterteich und Ortsteilen: Große Mehrheit hält sich an Tempovorgaben

Die Stadtverwaltung hat die Ergebnisse der Messgeräte in Mitterteich, Pleußen und Großensterz ausgewertet. Eine große Mehrheit hält sich an die jeweils zulässige Höchstgeschwindigkeit. Ausreißer gibt es vor allem nachts.

Die Ergebnisse der Tempomessgeräte in Großensterz (Bild), in der Fockenfelder Straße in Pleußen und in der Waldsassener Straße in Mitterteich hat kürzlich die Stadtverwaltung ausgewertet.
von Udo Lanz Kontakt Profil

Ausgewertet hat die Stadtverwaltung kürzlich die Ergebnisse der Tempomessgeräte in der Ortsmitte von Großensterz, in der Fockenfelder Straße in Pleußen und in der Waldsassener Straße in Mitterteich. "Es gibt hin und wieder den einen oder anderen Ausreißer", kommentierte Bürgermeister Stefan Grillmeier in der jüngsten Stadtratssitzung die Resultate, insgesamt zeigte er sich aber zufrieden.

Die Gremiumsmitglieder hatten die Ergebnisse im Ratsinformationssystem abrufen können, konkrete Zahlen wurden in der Sitzung nicht genannt. Auch gab es keine Wortmeldungen. Einblick in die Auswertung gab es für Oberpfalz-Medien danach auf Nachfrage.

Auf der Großensterzer Ortsdurchfahrt, wo 50 km/h erlaubt sind, wurde der Zeitraum vom 13. August bis zum 7. Oktober betrachtet. Die Zahl der täglichen Verkehrsbewegungen betrug zwischen 475 und 1178. Die Geschwindigkeit, die von 85 Prozent der Fahrer nicht überschritten wurde, schwankte im Tagesvergleich zwischen 46 und 51 km/h. Eine Messung von 123 km/h am 1. Oktober bildet den größten Ausreißer nach oben.

Für den gleichen Zeitraum wurden die Ergebnisse in der Fockenfelder Straße in Pleußen ausgewertet, wo ebenfalls 50 km/h zulässig sind. Hier waren zwischen 845 und 2429 Verkehrsteilnehmer unterwegs. Die Geschwindigkeit, die von 85 Prozent der Fahrer nicht überschritten wurde, variierte von Tag zu Tag zwischen 49 und 58 km/h. Ausreißer nach oben ist eine Geschwindigkeit von 112 km/h am 5. Oktober.

Vom 3. bis zum 30. September erstreckte sich der Auswertungszeitraum in der Waldsassener Straße in Mitterteich, wo Tempo 30 gilt. Gemessen wurden zwischen 1228 und 2145 Verkehrsbewegungen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit aller Verkehrsteilnehmer lag von Tag zu Tag zwischen 34 und 37 km/h. Die höchste Geschwindigkeit wurde am 8. September nach 23 Uhr gemessen: 102 km/h.

Geräte arbeiten sehr genau

Christina Schrems von der Stadtverwaltung teilte auf Anfrage von Oberpfalz-Medien mit, dass die Ausreißer vor allem nachts verzeichnet würden. Insgesamt halte sich die große Mehrheit an die jeweils vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit. Auffällig sei aber, dass in Pleußen im Vergleich mit Großensterz um einiges schneller gefahren werde, was wohl auch am unterschiedlichen Streckenverlauf liegen dürfte. Auf die Frage zu möglichen Messfehlern erklärte Schrems, dass sie diese zwar nicht ganz ausschließen könne. Aber man habe festgestellt, dass die Geräte sehr genau arbeiteten.

In der Sitzung hatte Bürgermeister Stefan Grillmeier noch erklärt, dass die Stadt in Sachen Verkehrssicherheit gut aufgestellt sei. Er verwies auf die Verkehrsüberwachung und auch die rund 30 neu beschafften Warnfiguren für die Ortsteile. Zwischen zwei und vier Exemplare seien jeweils dort aufgestellt worden. Weitere könnten je nach Bedarf folgen, eventuell auch für den Einsatz im Stadtgebiet.

Noch keine Warnfiguren in Pleußen und Kleinsterz

Noch keine Figuren stehen bislang aber in Pleußen. Bernhard Thoma (Freie Wähler) erklärte dazu auf Anfrage, dass man sie noch nicht installiert habe, weil sie im Zuge der wohl bald startenden Winterdiensteinsätze beschädigt werden könnten. Auch in Kleinsterz teile man diese Befürchtung. "Aber wir können sie auch sofort aufstellen, wenn es gewünscht wird", versicherte Thoma. Vorgesehen seien Standorte beim Spielplatz im oberen Dorf, bei der ehemaligen Sparkasse und in Gulg. Er hoffe, noch einige weitere Figuren für andere Bereiche zu bekommen. Abgestimmt habe er sich bei dem Thema mit den beiden anderen Stadträten aus Pleußen, Sonja Gleißner (Freie Wähler) und Manfred Sommer (SPD).

In der Sitzung ging es auch um den Vollzug mehrerer Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit

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