03.11.2020 - 14:27 Uhr
MoosbachOberpfalz

Moosbacher Hallenbad bleibt auch für Soldaten geschlossen

Nach dem Teil-Lockdown ist klar: Auch das Moosbacher Hallenbad muss im November schließen. Soldaten aus Weiden wollten am Montag noch zum Dienstschwimmen. Laut Landratsamt Neustadt/WN ist aber auch dies nicht mehr zulässig.

Das Hallenbad Moosbach ist geschlossen, seit Montagmorgen nun auch für Soldaten aus Weiden und Oberviechtach, die dort ihr Dienstschwimmen absolvierten.
von Christine Walbert Kontakt Profil

Die erste, vierköpfige Gruppe der Soldaten des Artilleriebataillon 131 Weiden war am Montagmorgen im Moosbacher Hallenbad schon im Wasser, als die Meldung kam: Das Dienstschwimmen ist sofort zu beenden. Vorausgegangen war eine telefonische Anfrage der Marktverwaltung Moosbach beim Landratsamt Neustadt/WN, wie denn grundsätzlich mit dem Thema Dienstschwimmen der Bundeswehr zu verfahren sei. Die Antwort war eindeutig: Das Hallenbad bleibt auch für Soldaten geschlossen. Die zweite Schwimmgruppe wurde ebenfalls informiert. Betroffen von dieser Entscheidung ist auch das Panzergrenadierbataillon 122 Oberviechtach, das ebenfalls regelmäßig zum Schwimmtraining nach Moosbach kommt.

Oberpfalz-Medien bat das Landratsamt um eine Stellungnahme zu diesem Vorgang. In dem Schreiben von Pressesprecherin Claudia Prößl heißt es: "Nach der seit heute (Montag) gültigen 8. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gelten folgende Regelungen, die wir dem Markt Moosbach mitgeteilt haben". Gemäß dieser Verordnung sei die Ausübung von Individualsportarten nur allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands erlaubt.

Die Öffnung und der Betrieb von Badeanstalten sei untersagt. Für Training und Wettkämpfe in Badeanstalten gilt Paragraph 10 Absatz 2 der Verordnung. Hier seien aber nur Berufssportler und Leistungssportler der Bundes- und Landeskader umfasst. "Daher scheidet die Durchführung von Betriebssport in der Gruppe im Hallenbad aus. Die Vorschriften der Verordnung gelten für die Sportausübung generell und machen keine Unterscheidung."

Oberstabsfeldwebel Mario Hönig, Pressesprecher des Artilleriebataillon 131, erklärte auf Anfrage, dass die Soldaten das Schwimmtraining in Moosbach auch im Teil-Lockdown gerne fortgesetzt hätten. "Aber wenn die Anordnung nun mal so ist, muss man sich selbstverständlich daran halten." Er ergänzte: "Dienstsport dient zum Erlangen und Erhalt der Einsatzfähigkeit. Des weiteren werden damit geforderte Leistungen erbracht und nachgewiesen. Die Schwimmhalle Moosbach wird seit Mitte Oktober aufgrund der Schließung der WTW genutzt. Vereinbart sind Nutzungszeiten jeweils Montag und Donnerstag von 8 bis 12 Uhr. Das Hygienekonzept der Schwimmhalle Moosbach ist gemäß den Vorgaben für öffentliche Einrichtungen umgesetzt worden." Auch die Bundeswehr habe ihr eigenes Hygienekonzept für Dienstsport eingehalten. Vom Regionalstab Süd gebe es neben den geltenden Hygieneauflagen bisher keine Änderungen zu den Durchführungsbestimmungen bei Dienstsport.

Der Pressesprecher informierte weiter: "Die Weisung des Landratsamts Neustadt wurde durch den Schwimmmeister am Montag, 2. November, umgesetzt und der Dienstsport sofort eingestellt. Bis Dezember erfolgt demnach vorerst keine Nutzung durch die Bundeswehr." Die sportliche Alternative werde sich mit Lauftraining wohl eher einfach gestalten.

Soldaten des Artilleriebataillons 131 aus Weiden in Litauen

Weiden in der Oberpfalz
Hintergrund:

Hygienekonzept für Dienstsport

Das Hygienekonzept der Bundeswehr für Dienstsport wurde laut Pressesprecher, Oberstabsfeldwebel Mario Hönig, wie folgt eingehalten:

  • Abstand und Tragen der Maske beim Transport im Bus
  • Tragen der Maske bis zur Umkleide
  • Lüften der Umkleide (mittels Fenster in Umkleide)
  • Soldaten/Soldatinnen gehen einzeln zum Duschen
  • 1,5 Meter Abstand unter den Soldaten/Soldatinnen in der Schwimmhalle
  • nur begrenzte Gesamtanzahl an Teilnehmern: ein Soldat/Soldatin pro Schwimmbahn; ein Schwimmausbilder; ein Rettungsschwimmer.

 

 

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