Schlüsselclub Münchenreuth erwartet Verkehrschaos zur Fünften Jahreszeit

Prinzessin Stefanie I. und Prinz David I. regieren das Münchenreuther Narrenvolk auch in der neuen Session. Kummer bereiten aber inzwischen die vielen Umleitungen in Waldsassen.

Durch die vielen gleichzeitigen Baumaßnahmen in der Klosterstadt wird es schwierig zum Faschingszug nach Münchenreuth zu kommen. Auf dieser Bildmontage überzeugte sich das Prinzenpaar von der Situation vor Ort.
von Externer BeitragProfil

Pünktlich zum 11.11. steigt beim „Schlüsselclub“ in der Stiftländer Faschings-Hochburg Münchenreuth der Faschingsauftakt. Mit ihrer Lieblichkeit Stefanie I. und Seiner Tollität David I. führt das letztjährige Prinzenpaar die Regentschaft für die Fünfte Jahreszeit im Kappldorf weiter. Darauf wird in einer Pressemitteilung hingewiesen.

Die beiden Münchenreuther, im richtigen Leben heißen sie Stefanie Hebenstreit und David Wifling, stehen auch dieses Jahr wieder an der Spitze der Schlüsselcluberer. Die beiden „Hoheiten“ sind echte Münchenreuther „Faschingsnarren“. Prinzessin Stefanie I. ist seit klein auf im Faschingszug aktiv und meinte als ehemalige Gardetänzerin dazu: „Ich bin mit dem Faschingszug groß geworden. Das gehört zur DNA der Münchenreuther.“

„Schon als kleines Mädchen träumte ich davon einmal eine richtige Prinzessin zu werden“, freut sie sich mit einem Augenzwinkern auf ihre zweite Amtszeit. In ihrer Freizeit ist die 26-jährige Physiotherapeutin mit Helm und „Feuerstuhl“ unterwegs, wenn sie ihren „rasanten“ Hobbies nachgeht. Hier schwingt sich die Prinzessin auf ihr Motorrad oder rast mit einem umgebauten Bobbycar durchs Kappldorf.

Mit dem Prinzen David I. füllt ein richtiger Faschingsnarr die Rolle des Staatsoberhaupts aus. Der 21-jährige David Wifling war schon als kleiner Junge auf dem Kinderwagen dabei. Später initiierte er den Wagenbau der Ministranten auf dem elterlichen „Lederer-Hof“ und koordinierte hier auch in den vergangenen Jahren die Vorbereitung einer Teilnehmergruppe. Dabei bringt er als Elektroniker sein handwerkliches Geschick beim Wagenbau mit ein. Auch er freut sich wieder „ein richtiger Prinz zu sein“ und ist stolz „den Aufstieg vom Hofnarren zum Prinzen geschafft zu haben“. Zu seinen Hobbies gehören am „Computer zu zocken“ und Musik zu machen, welches er als DJ beim Kehraus auch schon oft bewiesen hat.

„Es wird was geben“

Die diesjährige Session steht auch wie das Vorjahr unter besonderen Vorzeichen. „Wir wollen vorsichtig prüfen, was möglich, verantwortlich und sinnvoll ist. Im Rahmen der gebotenen Vorsichtsmaßnahmen wird es am Faschingsdienstag wieder etwas in Münchenreuth geben“, gibt Präsident Alexander Hübner zu Protokoll.

Im Vorjahr fanden die Faschingsaktivitäten im Kappldorf als „Hausfasching“ statt. Dabei wurden Themen nicht wie sonst üblich auf Wägen dargestellt, sondern als Schauspiel in den Vorgärten von Münchenreuther Familien umgesetzt. Einzig dem Prinzenpaar war es möglich eine Art Zug zu halten. Prinz David I. chauffierte dazu Prinzessin Stefanie I. mit einem Cabrio durchs Dorf. Dabei wurden alle Stationen und Vorgärten mit einem lauten „Micharath Helau“ besucht. Prinzessin Stefanie stellt dazu fest: „Es war ein besonderer Faschingszug 2021. Was mich erfreute war, dass man gesehen hat, wie trotz all der Umstände das Dorf zusammenhält und alle mal wieder glücklich und unbeschwert sein konnten.“

Stefan Hübner, Prinzenpaarbeauftragter des Schlüsselclubs, freute sich, dass das Prinzenpaar auch 2021/22 bereitsteht. „Beide sind im Amt, bis der nächste richtige Zug stattfindet“, stellte er schon letztes Jahr klar.

Prinzenpaar wegen Verkehrssituation besorgt

Das Prinzenpaar blickt aber auch mit einer gewissen Portion Unsicherheit in die Zukunft der Faschingssession. Im Hinblick auf den Faschingszug treibt dem Prinzenpaar die aktuelle Verkehrssituation in Waldsassen tiefe Sorgenfalten auf die Stirn. Durch die vielen gleichzeitigen Baumaßnahmen in der Klosterstadt wird es schwierig zum Faschingszug nach Münchenreuth zu kommen. Präsident Hübner merkt dazu an, dass der „Abrissbürgermeister Bernd Sommer“ mal wieder seinem Namen alle Ehre macht.

Daher machte sich das Prinzenpaar zu einem Termin vor Ort auf, um die aktuelle Lage einzuschätzen. Prinzessin Stefanie I. befürchtet, dass die ständigen Veränderungen bei den Verkehrsführungen und immer weiteren Umleitungen dazu führen, dass am Ende alle nur noch im Kreis fahren. „Das ist dann wohl die Wiedergeburt des Waldsassener Faschingszuges“. Prinz David I. kommt sich inzwischen in Waldsassen vor wie in München am Stachus und meinte, dass es gerade jetzt unverantwortlich sei, den so teuren Benzin im Waldsassener Stau hinaus zu blasen.

Stauwarnung vor Elferratssitzung

Mit der ersten Elferratssitzung am 11. 11. um 19 Uhr findet traditionell der Faschingsauftakt im Kapplwirtshaus statt. Dabei läutet der Schlüsselclub die 50. Faschingssaison offiziell ein. Prinz David ermahnte dabei, dass die Elferräte rechtzeitig losfahren. Durch die Umleitungen in Waldsassen und Verkehrsführung durch das Kappldorf kommt es regelmäßig zu Stau. Er befürchtet, dass kurz vor Beginn der Sitzung am Ortsausgang von Münchenreuth mit erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen ist. „Stau auf dem Hummlberg wird es dann heißen. Wie sonst halt auch immer beim Faschingszug“, so der Prinz.

Vergangenes Jahr gab es einen etwas anderen Faschingszug in Münchenreuth

Münchenreuth bei Waldsassen

 

 

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