27.05.2022 - 17:25 Uhr
Muschenried bei WinklarnOberpfalz

Muschenried feiert sich: Ein Festauftakt nach Maß

"Topfit und super herausgeputzt" nennt Schirmherrin und Bürgermeisterin Sonja Meier das Jubiläumsdorf. Die vielen Gäste können ihr nur beipflichten. 750 Jahre Muschenried: Der Festauftakt hätte nicht besser gelingen können.

von Johanna BaierProfil

Schöner hätten es sich die Veranstalter des Dorfjubiläums „750 Jahre Muschenried“ nicht wünschen können, als das Vier-Tages-Fest am Donnerstag in die erste Runde ging.

Nach dem Festauftakt an der Karl-Gratzl-Brunnenanlage bewegte sich ein langer Zug mit Ehrengästen, dem Patendorf Haag, den Patenvereinen TSV Winklarn und Feuerwehr Schneeberg und den Abordnungen der Vereinsgemeinschaft Muschenried ins Festzelt. Vorausgegangen war ein Standkonzert der Blaskapelle Kunschir und das weithin hörbare „Anschießen“ der Muschenrieder Böllerschützen.

Schirmherrin Bürgermeisterin Sonja Meier erledigte gekonnt den Bieranstich und die Blaskapelle Kunschir stimmte bayerisch-böhmisch auf den ersten Festtag ein. Schnell füllten sich die Bankreihen. Stimmung war beim vorwiegend jungen Publikum – mit viel Nachholbedarf – angesagt. Festleitersprecher Herbert Braun begrüßte unter den Gästen viele Gruppierungen und Vereine. Darunter waren auch Beteiligte am Dorfjubiläum 1972, als die 700-Jahrfeier ebenfalls mit einem Heimatfest gefeiert wurde. Die große Gruppe der „Festmoidln und Festbuam“ aus Muschenried bezeichnete Braun als „unsere Zukunft“ und freute sich über den guten Zusammenhalt.

"Es kann nicht untergehen"

Schirmherrin Sonja Meier dankte dem Festausschuss und dem Festleiterteam für die großartige Leistung und würdigtes es, dass die Vereinsgemeinschaft trotz der Corona-Unwägbarkeiten ihre Planungen nicht aufgegeben habe. „Muschenried steht auf einem Binsenstock und kann nicht untergehen“: Diese Redewendung über die Entstehung des Ortes in einem ehemaligen Sumpfgebiet griff die Bürgermeisterin der Patengemeinde Winklarn/Niederösterreich, Sabine Dorner-Leyerer, auf. „Diese Aussage hat sich bewahrheitet“, freute sie sich und gratulierte ebenfalls zum Jubiläum.

Sehnsucht nach Festen

Innerhalb kürzester Zeit war das Zelt „proppenvoll“ und die Musiker der Band „Rotzlöffl“ sorgten dafür, dass die Gäste nur noch auf den Bänken standen, klatschten, tanzten, schunkelten und lauthals mitsangen. Ob „Tausend mal berührt“ oder top aktuell „Lebenslang“– die Gäste waren mit Begeisterung dabei. Laura (23), Vanessa (21) und Markus (21) aus Schönsee und Rötz waren glücklich: „Das erste richtige Fest seit Corona hier bei uns, endlich trifft man wieder Freunde und Bekannte. Eins steht fest: Wir kommen jeden Tag“ so deren einhellige Meinung.

Auch Festleitersprecher Herbert Braun sprach von einem „gigantischen“ Tag und freute sich über das volle Zelt und die gute Stimmung.

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