01.08.2021 - 09:18 Uhr
PlößbergOberpfalz

Alles startklar am Jugendzeltlagerplatz in Plößberg

Auf dem Zeltlagerplatz der evangelischen Jugend in Plößberg kehrt wieder Leben ein: Das neue Betriebsgebäude ist fast fertig und ab 12. August startet das Dekanat Weiden mit diesmal vier Zeltlagern hintereinander.

Dekanatsjugendreferent Thomas Vitzthum schenkte der Geschäftsführerin von "Antenne Bayern hilft", Felicitas Hönes aus München, zur Bestätigung der Spendenübergabe in Höhe von 9000 Euro eine Urkunde mit dem "Goldenen Kochlöffel".
von Ulla Britta BaumerProfil

Alle guten Dinge sind drei: Damit konnte Dekanatsjugendreferent Thomas Vitzthum vom Evangelisch-Lutherischen Dekanat Weiden bei einem Pressetermin am Jugendzeltlagerplatz des Dekanats in Plößberg aufwarten. Bei einer Spendenübergabe in Höhe von 9000 Euro für den Umbau des Platzes verkündete er freudig zwei weitere gute Nachrichten.

Zwar haben aktuell auf der Baustelle des Jugendzeltlagers noch die Maschinen das Regiment, aber die Bauarbeiter selbst bestätigen zuversichtlich, dass sie bald fertig sein werden. Anfang August, lautete die dritte gute Nachricht, werden endlich wieder nach der Zwangspause wegen der Corona-Einschränkungen Kinder und Jugendliche den Platz mit Leben füllen. Die Termine sind bereits fest im Zeltlager-Kalender verankert, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Denn schon am 12. August ist Start mit dem ersten Zeltlager. Das erste deshalb, weil diesmal wegen der Corona-Maßnahmen vier Zeltlager stattfinden werden, jedes jeweils fünf Tage lang.

150 Liter Desinfektionsmittel

Viele Kontakte und Anfragen seien nach München notwendig gewesen, bis grünes Licht gekommen sei, sagte Vitzthum. Inzwischen hätten sich die Bayerische Staatsregierung und der Bayerische Jugendring als Verantwortliche für Jugendarbeit durchgerungen, Jugend- und Kinderveranstaltungen in den Sommerferien zu erlauben. Mit Auflagen, versteht sich, aber immerhin weitgehend gelockert: Vitzthum berichtete von jeweils 70 Kindern pro Zeltlager, aufgeteilt in Altersgruppen. „Und jedes Mal werden etwa 40 ehrenamtliche Helfer mit vor Ort sein“, strahlte der Jugendreferent darüber, dass ihn auch die Helferinnen und Helfer nicht im Stich lassen. Summa summarum ergibt das in etwa die Anzahl der Personen, die sonst immer die beliebten Zeltlager ausgemacht haben, nur eben diesmal aufgeteilt.

Thomas Vitzthum und sein Team haben viel Arbeit mit dieser Lösung. Der Jugendreferent erzählte, dass er allein 150 Liter Desinfektionsmittel besorgen musste. "Einiges war nicht unser Ziel. Aber wir schlucken diese Kröte gern, wenn das Zeltlager wieder stattfinden kann“, sagte er. Die Kinder und Betreuer müssen mit einem negativen Corona-Tests kommen und werden im Zeltlager umgehend ein zweites Mal getestet. Dafür, freute sich Vitzthum, habe man das Rote Kreuz gewinnen können. Danach dürfen die Teilnehmer maskenfrei und mit wenigen Einschränkungen herumtoben.

Coronatest vor Abreise

Statt großer Schüsseln am gemeinsamen Mittagstisch der Gruppe wird das Essen aber einzeln ausgegeben. Unter anderem werden auch keine „Massenspiele“ stattfinden, die Kinder sind in Gruppen eingeteilt und die Zelt-Schlafplätze sind limitiert. Weitere Auflage: Die Teilnehmer müssen vor Verlassen des Zeltlagers ein weiteres Mal getestet werden.

Die Freude über den Neustart war derart groß, da machte die einzige schlechte Nachricht an diesem sonnigen Tag auf der Baustelle das Kraut nicht fett. Vitzthum sprach von einem unerwarteten dritten Bauabschnitt, der zusätzlich 50.000 Euro verschlinge. Wie bereits berichtet, musste das Betriebsgebäude am Zeltlagerplatz komplett erneuert werden. Zusätzlich wurde eine dritte Unterkunftshütte angegliedert, falls ein Kind krank wird oder Besuch kommt. Unter anderem gibt es nun ein Unterkunftszimmer mit barrierefreiem Zugang und es wurde ein barrierefreier Weg auf dem Gelände geschaffen. Das seien zusätzliche Auflagen gewesen, die wegen der Fördergelder erforderlich waren, erklärte Vitzthum.

Erneuerung der Stromversorgung

Verursacher der Zusatzkosten ist die komplette Erneuerung der Stromversorgung von Plößberg aus. Die alten Leitungen seien nicht mehr tragbar gewesen, so Vitzthum. Was die Gesamtkosten der Baumaßnahmen nun insgesamt auf gut eine halbe Million Euro hochgetrieben hat. Da das Dekanat allein solche Kosten nicht stemmen kann, wurde auf die Suche nach weiteren Geldquellen gegangen. Fündig wurde Vitzthum bei der Stiftung „Antenne Bayern hilft“, die Jugendprojekte unterstützt, wo auch Kinder mit Handicap eine Heimat bekommen. Vitzthums Anfrage war erfolgreich. Zum Pressetermin kam auch die Geschäftsführerin Felicitas Hönes aus München angefahren und überreichte dem Jugendreferenten den Scheck in Höhe von 9000 Euro.

Vitzthum freute sich riesig und überreichte der Spendengeberin als Erinnerung eine Spenden-Urkunde mit dem "Goldenen Löffel" als Nachweis der Übergabe. Das Geld, beteuerte Vitzthum der Münchenerin gegenüber, sei bestens angelegt. Bei einem Rundgang machte sich diese dann selbst ein Bild davon.

Auf dem Jugendzeltlagerplatz des evangelischen Dekanats Weiden in Plößberg wird die Corona-Pause eifrig genutzt

Plößberg

"Einiges war nicht unser Ziel. Aber wir schlucken diese Kröte gern, wenn das Zeltlager wieder stattfinden kann.“

Dekanatsjugendreferent Thomas Vitzthum zu den Corona-Auflagen

Dekanatsjugendreferent Thomas Vitzthum zu den Corona-Auflagen

 

 

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