08.12.2020 - 11:52 Uhr
PressathOberpfalz

Hundehaufen-Hygiene Pressathern verstärkt ans Herz legen

Von „Coronahygiene-Disziplin“ ist zurzeit oft die Rede. Doch auch in anderen Hygiene-Fragen wäre mehr Disziplin wünschenswert – zum Beispiel beim Umgang mancher Hundehalter in Pressath mit den „Visitenkarten“ ihrer Vierbeiner.

Ein Hund erledigt sein Geschäft auf einer Wiese. In Pressath werden die Haufen aber immer seltener weggeräumt. Das ärgert den Stadtrat.
von Bernhard PiegsaProfil

Häufiger als früher müsse man auf Pressaths Bürgersteigen den hässlichen und bakterienträchtigen „Tretminen“ von Hunden ausweichen, ärgerte sich Richard Waldmann (Freier Wählerblock) in der Sitzung des Pressather Stadtrats. Eckhard Bodner pflichtete seinem Fraktionskollegen bei und beklagte, dass die bisherigen allgemeinen Appelle der Stadtverwaltung wenig gefruchtet hätten. Ein persönliches Schreiben, in dem die Stadtverwaltung allen Hundehaltern ein verantwortungsbewusstes Verhalten ans Herz lege und dabei auch auf die geltenden städtischen Satzungen mit ihren Bußgeldvorschriften hinweise, bewirke womöglich mehr. Auch sollten noch weitere Kotbeutelspender und Abfalleimer aufgestellt werden. Sabine Eichermüller (SPD) ergänzte, dass die in Pressath lebenden Amerikaner in englischer Sprache auf die für sie gleichermaßen geltenden Obliegenheiten hingewiesen werden sollten, während zweiter Bürgermeister Max Schwärzer (CSU) empfahl, die Standorte der Kotbeutelspender per Internet und „Bürgerinformant“ publik zu machen. Bürgermeister Bernhard Stangl begrüßte alle diese Vorschläge und sagte zu, das Nötige zu veranlassen.

Mehr aus dem Pressather Stadtrat

Pressath

Ein nicht zu unterschätzendes Problem ist für Susanne Reithmayer (CSU) auch die wachsende Zahl streunender Katzen. Im Landkreis Schwandorf könnten verwilderte Hauskatzen zur Sterilisierung auf Kosten des Kreises in Tierarztpraxen gebracht werden, und sie selbst wolle sich nun im Neustädter Kreistag für ein derartiges Modell einsetzen. Allerdings erinnere sie sich, dass es auch in der Stadt Pressath vor einigen Jahren ein vergleichbares Angebot gegeben habe. Hierzu merkte Florian Eibl (SPD) an, dass die Döllnitzer Tierarztpraxis Küke streunende Katzen gratis sterilisiere. Ein Verein komme für die Operationskosten auf.

Räumlich gut gerüstet für die nächste Stufe des „Corona-Lockdowns“ sei die Grund- und Mittelschule, berichtete Bürgermeister Stangl ferner. Die Stadt stelle Stadthalle, Pausenaula und Mehrzweckhalle als zusätzliche Unterrichtsräume zur Verfügung. Auch stünden die ersten Leih-Laptops für Schüler aus finanziell benachteiligten Familien bereit. Auf die schon vor einem Vierteljahr georderten I-Pad-Tablets warte man wegen Lieferengpässen allerdings noch immer. Im Zuge der aus dem bayerischen „Digitalpakt“-Programm geförderten informationstechnischen Modernisierung des Schulgebäudes würden die gesamte IT-Infrastruktur erneuert und insbesondere die Klassenräume zügig mit elektronischen Whiteboard-Tafeln und Bildschirmen ausgestattet. Für die Werkräume sei dies zu einem späteren Zeitpunkt vorgemerkt, wenn die angekündigten weiteren Fördermittel ausbezahlt würden.

Auf die Raumnot des als Organisator der Balkan-Hilfsaktion „Für das Leben und die Hoffnung“ bekannten Kirchenthumbachers Hans Karl wies Cornelia Träger (CSU) hin. Weil ihm eine Lagerhalle gekündigt worden sei, benötige er dringend Ersatzräumlichkeiten. Bürgermeister Bernhard Stangl entgegnete, dass die Raumsuche schwierig sei, weil Karl auch brennbare Wertstoffe und Spendengüter wie Altpapier oder Textilien sammle, die innerhalb geschlossener Siedlungen nicht gelagert werden dürften. Sollte jemand allerdings zur Lagerung geeignete Räume in Rand- oder Außenbereichslage zur Verfügung stellen können, werde die Stadt diese Angebote weitergeben.

Für die würdevoll-schlichte Gestaltung der Volkstrauertags-Kranzniederlegung am Dießfurter Gefallenenmahnmal durch Ortssprecher Andreas Eckert fand Vizebürgermeister Max Schwärzer (CSU) in der Stadtratssitzung anerkennende Worte. Susanne Reithmayer (CSU) meldete außerdem die Beschädigung des „Kaplansstegs“ durch Vandalismus: Zwei Bohlen seien dort herausgerissen worden. Schließlich informierte Bürgermeister Bernhard Stangl über den Verkauf des alten Einsatzfahrzeugs der Feuerwehr Hessenreuth nach Nordrhein-Westfalen. Im Gegenzug hätten die Hessenreuther das bisherige Fahrzeug ihrer Troschelhammerer Kameraden erhalten. Der Volksbank-Raiffeisenbank Nordoberpfalz und den Vereinigten Sparkassen dankte er für Spenden von 22.000 beziehungsweise 17.500 Euro zugunsten von Vereinen im Gebiet der Verwaltungsgemeinschaft Pressath. Ein Dankeschön galt auch der Schlammersdorferin Miriam Löckler für die Überlassung des Christbaums, der bereits jetzt als Schmuck für den evangelischen Heiligabendgottesdienst in der Stadthalle aufgestellt wurde.

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