16.02.2021 - 15:56 Uhr
PressathOberpfalz

Neue Pläne für alten Steg

Der alte Steg Richtung Schwarzenbach ist in die Jahre gekommen. Bürgermeister Bernhard Stangl (SPD) hat große Vorstellungen für eine Erneuerung. Ortssprecher Andreas Eckert vertritt die Interessen der Dießfurter.

Eine Erneuerung des Stegs ist im Interesse der Dießfurter. Eigentümer angrenzender Grundstücke haben Bedenken wegen einer Ausweitung der Stelle als Picknick-Platz.
von Stefan NeidlProfil

"Der Steg in Dießfurt - eine Herzensangelegenheit der Dießfurter Bevölkerung und des Pressather Bürgermeisters", stellt Bürgermeister Bernhard Stangl (SPD) seine Planungsvorlage für den Alten Steg auf der Fuß- und Radwegeverbindung nach Schwarzenbach im Stadtrat vor. Der Weg werde oft genutzt um den dortigen Bahnhof, Dorfladen oder die Kirche zu erreichen.

Der aktuelle Steg ist bereits über 100 Jahre alt. Er befindet sich laut Stangl in einem sehr schlechten Zustand und ist stark sanierungsbedürftig. Ein Geländer sei nur im Bereich der Haidenaabüberfahrt vorhanden. Auf der linken und rechten Seite ist ein Absturz einen Meter tief möglich. Deshalb sei eine Überfahrt augenblicklich nicht erlaubt – Radfahrer müssen absteigen. "Gegenverkehr ist nur sehr sportlich und kommunikativ möglich", drückt Stangl die Enge der Stelle aus, das heißt, man müsse sich vorbeizwängen und sich absprechen.

Bürgermeister plant aufwendige Lösung

Der Bürgermeister sieht Handlungsbedarf. Zusammengefasst seien die Eisenträger stark durchgerostet, die Standsicherheit nur noch bedingt gegeben. Der vorhandene Belag aus Betonplatten ist stark beschädigt und die Bewehrung durchgerostet. Das vorhandenen Geländer ist stark korrodiert.

Stattdessen sollen nach seinen Vorstellungen künftig die "natürlichen Wellenbewegungen der Haidenaab" vom neuen Steg aufgegriffen werden. In drei bis vier sanft geschwungenen Wellen soll er über die Talaue führen. Eine Aufständerung verhindert eine Überflutung im Frühjahr. Die Aufgänge werden barrierefrei. Die angedachten Bauelemente dafür sind aus naturbelassenem Lärchenholz für den Belag und pulverbeschichtetem Stahl für das Geländer. Bodenanker und Weitspannträger sollen ebenfalls aus Stahl bestehen.

Am Beginn des Steges auf Dießfurter Seite ist ein Picknickpunkt geplant. Kleinere Spielgeräte ersetzten demnach die bisherigen provisorischen Spielanlagen. Eine Hebebrücke soll für ein Durchfahren von landwirtschaftlichen Geräten entstehen. Kurz davor und danach laden Haltebuchten zum Anhalten ein, über Infotafeln mit QR-Codes wird auf heimische Tierarten verwiesen.

Pressath plant Projekte

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Andreas Eckert war als Ortssprecher zur Stadtratssitzung eingeladen. Er hatte das Thema im Dorf einmal durchgesprochen. Der Tenor: Die Dießfurter wollen schon lange eine Sanierung des Stegs und es habe immer wieder mal Pläne gegeben. Sie gäben sich aber auch mit einer weniger aufwendigen Lösung zufrieden, erzählt Eckert. Hauptsache es passiere überhaupt mal was. An einer "kleinen" Lösung sich könnten auch Dießfurter Firmen beteiligen.

Dunkle Aktivitäten

Er gab zu Bedenken, dass angrenzend ein Stellplatz mit Überdachung und ein eigenes kleines Privatspielplatzgelände zweier Nachbarn wären. Diese befürchteten, dass dort von Gästen des Picknickpunktes "Schmu" getrieben werden könnte. Auch sollen dort hin und wieder zwielichtige Aktivitäten ablaufen, heißt es im Dorf, Eckert fürchtet, dass dies durch eine Aufwertung noch gefördert werde. Weiter erinnerte er daran, dass dort Hochwasser, wachsendes Unkraut und Brenneseln eine regelmäßige Pflege erfordern.

Der Stadtrat nahm von Planungen und Einwänden Kenntnis.

Andreas Eckert ist Ortssprecher von Dießfurt. Er vertrat die Interessen des Dorfes zu den Planungen des Stegs und versichert, die Dießfurter sind über eine Erneuerung jeglicher Art froh.

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