15.02.2021 - 14:47 Uhr
PressathOberpfalz

Von Paris über Pressath nach Prag

Entlang der Bundesstraße 299 soll ein Radweg von Riggau nach Hessernreuth entstehen. Die Rodungsarbeiten haben Montag begonnen. Bürgermeister Bernhard Stangl hat mit dem Radwegenetz aber noch mehr vor.

Die Rodungsarbeiten entlang der Bundesstraße 470 haben bereits begonnen. Dort soll bald ein Fahrradweg von Riggau nach Hessenreuth führen.
von Stefan NeidlProfil

Bürgermeister Bernhard Stangl (SPD) informierte den Stadtrat über den Fortschritt der Planungen des 3,2 kilometerlangen Radwegs entlang der Bundesstraße 299 von Riggau nach Hessenreuth. Die Gemeinde will damit an den bereits in Bau befindlichen Radweg von Erbendorf nach Hessenreuth anschließen und eine durchgehende Route ermöglichen.

Kosten: rund 800 000 Euro

Aktuell bis zum Frühjahr laufen naturschutzrechtliche Prüfungen, informiert Gerhard Kederer vom Straßenbauamt Amberg-Sulzbach auf Nachfrage. Die Bäume sind bereits untersucht worden. Am Montag, 15. Februar, begannen Rodungen und sollen bis zum Mittwoch, 17. Februar, dauern. Durch den Bau des Fahrradweges erhält Pressath einen Anschluss an das Radwegenetz der Steinwaldallianz. Die Arbeiten sollen im Spätsommer beginnen und werden mit rund 800 000 Euro zu Buche schlagen, die vom Bund getragen werden.

Lückenschluss zwischen Riggau und Hessenreuth

Pressath

Stangl informiert auf Nachfrage, dass mit der Fertigstellung der lange gesperrten Bundesstraße 299 von Hessenreuth auf Erbendorf für September oder Oktober zu rechnen ist.

Stangl hat schon eine passende Bezeichnung für den neuen Radweg gefunden. Er nennt ihn "PPP", da durch die Anbindung von Pressath nach Erbendorf dann eine lückenlose Fahrradwegverbindung von Paris über Pressath bis nach Prag möglich sein soll.

Karten vom Radwegenetz

Mittelfristig möchte der Bürgermeister für das Gemeindegebiet mit Einbindung von Erbendorf eine Radweg- und Loipenkarte erstellen. Darin sollen auch Strecken beinhaltet sein, die in bestehenden Karten, wie vom Landkreis, nicht berücksichtigt sind. Zusätzlich kann sich Stangl einen Aufbau einer Beschilderung vorstellen, um die Radwege besser zu nutzen, auf Besonderheiten in der Landschaft hinzuweisen und möglicherweise verschollene Orte wieder in die Öffentlichkeit zu bringen. Der Stadtrat nahm von dem Fortschritt der Planungen Kenntnis.

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