17.01.2021 - 13:50 Uhr
PressathOberpfalz

Pressath will für Bürger und Besucher attraktiver werden

Ob barrierefreie Bürgersteige oder eine attraktive Kneippanlage, Bürgermeister Bernhard Stangl möchte in der Corona-Pandemie nicht den Kopf in den Sand stecken. Viele Projekte warten auf ihre Verwirklichung, so sein Appell im Stadtrat.

Einst diente die Brunngassquelle bei Altendorf als Trinkwasserquelle, Viehtränke, Waschplatz, Kühlmöglichkeit für Lebensmitel sowie zur Wiesenbewässerung. Seit 1939 ist sie als Naturdenkmal anerkannt. Mit Hilfe eines Landeszuschusses könnte hier eine Kneippanlage entstehen.
von Bernhard PiegsaProfil

„Wir haben unser Licht viel zu lange unter den Scheffel gestellt und sollten gemeinsam daran gehen, unsere Stadt attraktiver, lebens- und liebenswürdiger für Bürger und Besucher zu gestalten“. Im zweiten Jahr der Corona-Pandemie will Bürgermeister Bernhard Stangl in keinen kommunalpolitischen "Corona-Blues" verfallen. Er vielmehr darauf, die Haidenaabstadt touristisch zukunftsfest zu machen.

„Wir haben im Stadtgebiet so viele Plätze von besonderer Schönheit oder geschichtlicher Bedeutung, die eine attraktivere Gestaltung verdient hätten und dann sicher auch Besucher anziehen würden“, warb Stangl in der ersten Stadtratssitzung des Jahres.

Aufwertung durch Kneippanlage

Beispielhaft nannte er die Brunngassquelle bei Altendorf, für deren Aufwertung zu einer „attraktiven Kneippanlage“ man auf Zuschüsse aus einem neu ausgeschriebenen bayerischen Förderprogramm mit dem Namen „Touristische Infrastruktur – Kneipp-Anlagen“ hoffe. Auch sei da noch der „Dießfurter Steg“, für dessen Sanierung und gestalterische Aufwertung ebenfalls Fördermittel beantragt werden sollen.

Beide Objekte, so Stangl, ließen sich auch in überkommunale touristisch-infrastrukturelle Projektzusammenhänge wie etwa Rad- und Wanderwegenetze einbinden. Die von der Verwaltung bereits erarbeiteten Konzeptentwürfe würden in der Februarsitzung detailliert vorgestellt und könnten auch als Diskussionsgrundlage für die vom Stadtrat neu zu bildenden Arbeitskreise dienen. Solche Arbeitsgruppen sollten ferner für die Gestaltung des „Wasserkante“-Umfelds und für eine Erneuerung der Weihnachtsbeleuchtung konstituiert werden.

Bürgersteige absenken

Nicht vernachlässigen dürfe man die unerlässlichen Arbeiten zur Erhaltung und Verbesserung der Infrastruktur, betonte Bürgermeister Stangl. Dies betreffe insbesondere die schadhaften, nicht „rollatorfähigen“ Bürgersteige in der Steinbühlsiedlung, die dritter Bürgermeister Wolfgang Graser (Freier Wählerblock) und die CSU-Rätinnen Stefanie Dippl und Cornelia Träger in der Diskussion angesprochen hatten. Träger hatte außerdem für einen zügigen Abschluss der Bauarbeiten in der Baumgartenstraße sowie einen möglichst baldigen Startschuss für die Schulaußenbereichs-Neugestaltung plädiert und ihr Fraktionskollege Andreas Reindl Funktionsstörungen bei der Wasserversorgung und Straßenbeleuchtung in Riggau beklagt.

Weiterhin informierte der Bürgermeister über die laufenden Arbeiten an einer Karte der Wertstoffcontainerplätze im Stadtgebiet. In diesem Zusammenhang werde geprüft, welche Stellplätze hergerichtet werden müssten und welche entbehrlich seien: „In einer der nächsten Sitzungen werden wir darüber zu beraten haben.“ Kartographisch dokumentieren wolle die Stadt gleichfalls die Standorte der Hundekotbeutelspender. Ins Auge gefasst sei eine Modernisierung der Heizungsregelungsanlage im Schulhaus sowie der nicht mehr zeitgemäßen Büros im ersten Stock des Rathauses.

Auf Anfrage von Wolfgang Graser ließ Stangl noch wissen, dass das Bauhofteam den Parkplatz an der Schulstraße bei der früheren Altstadt-Apotheke baldmöglichst beseitigen werde. Man wisse, dass breite Fahrzeuge durch dort ungeschickt parkende Autos oft empfindlich behindert würden, doch ließen sich die Stellplatzmarkierungen auf dem Asphalt bei den derzeitigen winterlich-kalten Temperaturen kaum entfernen.

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