03.11.2020 - 12:06 Uhr
PressathOberpfalz

Stadtrat Pressath will bedürftigen Schülern die Internetnutzung erleichtern

Der Stadtrat Pressath kümmert sich intensiv um die Digitalisierung der Grund- und Mittelschule: Leih-Laptops sind bereits geliefert, Tablets bestellt. Auch ein EDV-Konzept soll erarbeitet werden.

Arbeiten mit dem I-Pad im Unterricht und bei den Hausaufgaben: Dank eines Förderprogrammes können dies an der Grund- und Mittelschule Pressath auch bald Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien.
von Bernhard PiegsaProfil

Schon in „normalen“ Zeiten gewinnt das Internet als Informationsquelle und Kontaktbrücke für den Schulbetrieb zusehends an Bedeutung. Die Kontaktreglementierungen der Coronakrise haben diesem Prozess noch Vorschub geleistet.

Doch nicht alle Familien sind finanziell so gut gestellt, dass sie für ihre Kinder zeitgemäße Zugangsgeräte anschaffen können. Leih-Laptops und Tablets für die Grund- und Mittelschule sollen dieses „digital-soziale Gefälle“ abflachen helfen: Hierfür überwies der Freistaat dem Schulverband Pressath aus dem Förderbudget „Leihgeräte für Kinder aus sozial schwachen Familien“ einen Zuschuss von 14.000 Euro.

„Die bestellten Laptops wurden geliefert und müssen noch eingerichtet werden, für die ebenfalls georderten I-Pad-Tablets gibt es zurzeit Lieferengpässe“, informierte Bürgermeister Bernhard Stangl in der Stadtratssitzung. Weitere 120.000 Euro stünden aus einem Förderprogramm „Schuldigitalisierung“ bereit: „Eine Bestandsaufnahme der EDV-Ausstattung als Basis für die Erstellung eines EDV-Konzepts ist im Gange.“

Für die Pressather Schule nicht von Interesse sei ein Förderprogramm für Lüftungsanlagen: „Lediglich ein Raum kann nicht per Fenster ausgelüftet werden, und die förderfähigen Luftreinhaltungsgeräte sind zudem nicht besonders langlebig.“

Aus einem anderen Programm könnte aber eine leistungsfähige Lüftungsanlage für die Stadthalle bezuschusst werden, merkte Stangl an. Bis Ende 2021 müsse ein Lüftungskonzept eingereicht werden.

Lediglich ein Raum kann nicht per Fenster ausgelüftet werden.

Laut Bürgermeister Bernhard Stangl ist das Förderprogramm für Lüftungsanlagen für die Pressather Schule uninteressant.

Ferner informierte der Bürgermeister über die Beratungen des Bauausschusses zum Thema „Mühlbachsanierung“ (wir berichteten) und betonte, dass man bei der Planung den gesamten Mühlbach- und Haidenaabbereich zwischen der früheren Badeanstalt und der Tankstelle Eichermüller in den Blick nehmen müsse: „Arbeiten in einem Teilbereich wirken sich unweigerlich auf das übrige Gewässersystem aus.“

Noch heuer sollen provisorische Sicherungsarbeiten am dringend reparaturbedürftigen Wasserkanten-Wehr vorgenommen werden. Das endgültige Konzept werde im nächsten Jahr im Schulterschluss von Stadt, Wasserwirtschaftsamt, Landratsamt, Eisenbahn, Naturschutzfachstellen, Anliegern und Wasserrechtlern erarbeitet und solle nach Möglichkeit 2022 umgesetzt werden, teilte Stangl mit. Die Stadt könne hierfür mit Städtebaufördermitteln und Zuschüssen des Wasserwirtschaftsamts rechnen.

Ebenfalls im neuen Jahr solle ein Beschilderungskonzept für das Industriegebiet Döllnitz ausgearbeitet werden, erläuterte der Bürgermeister. Sobald die Pandemievorschriften es zuließen, wolle die Stadt die angekündigte Ortsversammlung in Döllnitz einberufen, bei der es vor allem um die Problematik der Straßennamen in Industriegebiet und Dorf, die Vorstellung der Bauvorhaben der Firma Ziegler und die Positionierung zweier Geschwindigkeitsmessgeräte an den Ortseingängen Richtung Pressath und Industriegebiet gehen solle.

Abschließend erinnerte dritter Bürgermeister Wolfgang Graser daran, dass bereits seit etwa einem halben Jahr ein herrenloses Auto in der Nähe von Hessenreuth abgestellt sei. Verwaltungsleiter Christian Moller entgegnete, dass die Stadtverwaltung bereits die Entsorgung beim Straßenbauamt angemahnt habe: „Die Stadt ist hier nicht zuständig, sonst wäre das Auto längst weg.“

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