01.08.2021 - 11:01 Uhr
PullenreuthOberpfalz

Familienbeauftragte wünscht sich kleine Geste für Familien mit Neugeborenen von der Gemeinde

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Pullenreuth stellte Familiebeauftragte Andrea König ihre Arbeit vor. Zudem wurden zwei Räte für ihre langjährige Arbeit für die Kommune ausgezeichnet.

Sie leisten und leisteten wertvolle Arbeit für die Gemeinde: Familienbeauftragte Andrea König, Zweite Bürgermeisterin Christa Bayer, Gemeinderat Hans Wopperer und Bürgermeister Hubert Kraus (von links).
von Autor TWGProfil

Familienbeauftragte Andrea König gab den Gemeinderäten in der jüngsten Sitzung einen Einblick in ihre Aufgabe, die sie 2019 übernommen hat. Sie ist Mutter von zwei Kindern und wohnt in Dreihäuser, einem Ortsteil der Gemeinde Pullenreuth. Ihre berufliche Ausbildung als Sozialpädagogin helfe ihr enorm. Sie sei Ansprechpartnerin in Sachen Kinder und Familie, Bindeglied zwischen Familien und "Koki" (Koordinierungsstelle "Frühe Hilfen"), für Schwangere und Eltern mit Kindern bis drei Jahre am Landratssamt Tirschenreuth. König ist zuständig für Vermittlungen von Hilfestellungen im Alltag, hat Kontakte zu Hebammen, Kinderkrankenschwestern und vielen Ansprechpartnern.

Besuche von Familien

Auch die Zusammenarbeit mit Bürgermeister Hubert Kraus erwähnte König. Sie treffe sich regelmäßig mit dem Bürgermeister, um Familien mit neugeborenen Kindern zu besuchen. Dort wird dann die "Koki" vorgestellt, die Weiterhilfe angeboten und ein Willkommenstäschchen überreicht. Ihre Arbeit sei vertraulich und unterliege der Schweigepflicht.

Alexander Hecht und Robert Bauer wünschten sich eine bessere Werbung für das Angebot der Familienbeauftragten. Im Gemeindeheft "PAUL" soll ein fester Platz für die Kontaktdaten eingerichtet werden. Markus Hecht wollte wissen, ob Andrea König eine Bitte an die Gemeinde hätte. In anderen Gemeinden gebe es kostenlose Müllsäcke oder Begrüßungsgeld. Die Familienbeauftragte plädierte für einen Einkaufsgutschein oder eine kleine Geste für Familien. Bürgermeister Hubert Kraus sicherte zu, diese Anfrage zu überprüfen. Christa Bayer schlug vor, auch neu in die Gemeinde hergezogene Familien derart zu begrüßen, nicht nur Familien mit Neugeborenen.

Ehrungen für Gemeinderäte

Die wertvolle und langjährige Arbeit zweier Gemeinderäte zeichnete Bürgermeister Kraus aus: Christa Bayer und Hans Wopperer sind seit 2002 Mitglieder im Gemeinderat Pullenreuth. Beide waren in zahlreichen Ausschüssen vertreten, Bayer ist Zweite Bürgermeisterin und Wopperer Vertreter der Bürgermeister. Eigentlich würde diese Auszeichnung bereits nach 18 Jahren und vom Landrat vorgenommen, doch Corona verhinderte dies. Für Bayer und Wopperer gab es nun eine Urkunde und ein Geschenk.

Kraus schätzte an Christa Bayer besonders ihr ausgleichendes Wesen, ihre Ideen und ihren Schwung, den sie ins Gremium bringt. Sie ist die einzige Frau im Gemeinderat. "Wir sind froh, dass wir dich haben, du bist ein großer Gewinn für uns." Die Geehrte bedankte sich und berichtete über ihre künftigen Ziele im Gremium. Der Straßen- und Wegebau liege ihr am Herzen sowie die Erneuerung des Leichenhauses und des Friedhofs.

Kraus fand auch lobende Worte für Wopperer: Er habe viel mit angeschoben in der vergangenen Zeit. Kraus schätzte Wopperer dafür, dass er ehrlich seine Meinung sagt: "Du bringst was vorwärts." Auch Wopperer bedankte sich für die Auszeichnung. Er und Christa Bayer hätten in den vergangenen 19 Jahren nur an einer einzigen Sitzung nicht teilnehmen können, "coronabedingt". Sein Wunsch an junge Leute in der Gemeinde: "Es ist es wert, sich in der Gemeinde zu engagieren." Es sei ihm wichtig, die Familien und die Jugend zu fördern. Jugendbürgermeister und Jugendbeauftragter Julian Krös musste den Termin aus beruflichen Gründen absagen.

"Schindellohe": Beschluss

Kurz und knapp beschäftigten sich die Räte mit der Außenbereichssatzung "Schindellohe". "Hier mussten verschiedene Änderungen vorgenommen werden", berichtete der Bürgermeister. Nun sei endlich der Beschluss vorgelegt. Robert Bauer wollte wissen, warum nicht einzelne Parzellen im Lageplan eingezeichnet wurden, sondern nur eine Linie als Grenze des räumlichen Geltungsbereiches. Das wäre die Vorgabe vom Landratsamt, diese wolle eine gerade Linie und kein Zick-Zack. Einstimmig wurde der Beschluss zum Entwurf der Außenbereichssatzung "Schindellohe" angenommen.

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