07.12.2020 - 11:01 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Drei Schmidmühlener Vereine bauen einen Vereinsstadel

Die vor vielen Jahren in die Wege geleitete Revitalisierung des Hammerschloss-Areals in Schmidmühlen schreitet in vielen, wenn auch oft kleinen Schritten voran. Ein weiterer Abschnitt ist nun zurückgelegt.

Im wahrsten Sinne des Wortes Hand in Hand arbeiten die drei Vereine beim Bau ihres Vereinsstadels zusammen.
von Autor POPProfil

Drei plus eins – ein Projekt: So lässt sich die wohl letzte Baumaßnahme des Marktes Schmidmühlen in diesem Jahr umschreiben. Der Startschuss, genau genommen die Vorplanung und das Genehmigungsverfahren, liegen schon einige Zeit zurück. Nachdem bereits vor drei Jahren ein Vereinsstadel im Innenbereich des Hammerschloss-Areals errichtet worden war, damals von vier Vereinen, gibt es nun eine zweite Auflage im Außenbereich der Anlage. Drei Vereine – der Heimat- und Volkstrachtenverein, der Männergesangverein Liederkranz und der Skiclub – schaffen sich eine Lagerstätte für ihre Gerätschaften.

Wie bereits beim ersten Vereinsstadelprojekt wie vor drei Jahren – damals waren die Maurer und Zimmerer, die Blaskapelle St. Ägidius, der Trachtenverein und der Imkerverein beteiligt – ist auch diesmal die Marktgemeinde Schmidmühlen mit dabei. Sukzessive wurde und wird das Hammerschloss-Areal mit dem Hammerschloss als Zentrum neu erschlossen, „revitalisiert“, wie es Bürgermeister Peter Braun bei der Projektvorstellung bezeichnete. Mittlerweile haben mit der Blaskapelle St. Ägidius, dem Trachtenverein, dem Faschingskomitee, dem Kulturverein, der Pfarrei und der Reservistenkameradschaft mit im Hammerschloss eine Heimat gefunden – und sei es nur mit einer Unterstellmöglichkeit für Vereinsutensilien.

Bei derzeit laufenden Vereinsstadelbau sind drei Schwergewichte der Vereinsgemeinschaft Schmidmühlen beteiligt, allesamt beim Marktfest wichtige Säulen. Um dieses Ereignis mit gestalten zu können, braucht man Vereinshütten, Zelte und vielerlei Equipment, und dafür natürlich auch Unterstellmöglichkeiten und Platz.

Alle drei Vereine haben eine große Geschichte. So zum Beispiel der Skiclub, der 1979 gegründet wurde und insbesondere in den Wintermonaten aktiv ist. In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Anschaffungen getätigt, speziell für das Marktfest. Die in den Anfangsjahren dort aufgestellte Skihütte, viele werden sich noch an das eine oder andere Schnapserl dort erinnern, wurde Opfer des Brands im Espachstadel. Mit dem neuen Vereinsstadel kann der Verein erstmals in seiner Geschichte alles zentral lagern. Ähnlich ist es auch beim 1921 ins Leben gerufenen Männergesangverein Liederkranz. In den Kriegs- und Nachkriegsjahren ruhte die Tätigkeit, bis der Verein 1958 wieder gegründet wurde. Von der Premiere an ist der Männergesangverein bei den Marktfesten immer dabei und schultert einen wichtigen Part, auch was die Unterhaltung angeht. Die Trachtler sind von allen Vereinen wohl der mit dem größten Platzbedarf, nicht nur was das Equipment für das Marktfest anbelangt. Sammelt der Verein doch Gerätschaften aus den vergangenen fast 100 Jahren, um es für die Nachwelt zu sichern.

Die Kosten belaufen sich pro Verein auf etwa 5000 Euro. Alle Arbeiten werden in Eigenleistung erledigt.

Für Jeden Verein stehen dann rund 30 Quadratmeter Lagerfläche zur Verfügung.

Die Arbeiten sollen noch heuer abgeschlossen werden. Am 20. Dezember soll der Stadel eingedeckt werden. (pop)

Schmidmühlener Vereinsstadel in marodem Zustand

Viele Handgriffe sind nötig, um das Vorhaben voranzubringen. Hier Torsten Flieder und Daniel Wolfsteiner
Der neue Vereinsstadel bietet in Zukunft dem Trachtenverein, dem Männergesangverein sowie dem Skiclub ausreichend Lagermöglichkeiten.

 

 

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