28.02.2021 - 18:18 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Corona-Inzidenz im Landkreis Schwandorf steigt auf 165: Freitag und Samstag insgesamt 87 neue Fälle

Die Corona-Lage im Landkreis Schwandorf verschärft sich weiter. Am Sonntag wurde die 5000. Infektion verzeichnet, der Inzidenzwert pendelte sich bei 165,7 ein. Die Zahl der Todesfälle ist auf 114 gestiegen.

Eine Krankenschwester steckt eine Probe mit einem Nasenabstrich eines Patienten, der auf das Coronavirus getestet wird, in einen Behälter.
von Philipp Mardanow Kontakt Profil

Mit 49 Fällen am Freitag war die Inzidenz im Landkreis Schwandorf am Samstag auf 150,8 geklettert, und mit 38 Fällen am Samstag erreichte die Inzidenz am Sonntag den Wert von auf 165,7. Die Gesamtzahl der Fälle lag am Samstag zum Ende der Tagesschicht um 22 Uhr bei 4982. "Die 5000. Infektion ist heute aufgetreten", meldete Hans Prechtl, Pressesprecher des Landratsamtes, am späten Sonntagnachmittag. Obwohl die meisten Fälle über ein spezielles Softwareprogramm gemeldet werden, sei beim Gesundheitsamt am Samstag eine Flut von über 400 Fax-Meldungen eingegangen. Alle Eingänge seien gesichtet und abgearbeitet worden.

Eine Trendumkehr scheint nicht in Sicht: "Wir rechnen morgen mit einer weiteren Steigerung der Inzidenz und fragen uns, ob die dritte Welle noch aufzuhalten ist." Der Behördensprecher wandte sich mit einem Appell an die Bürger im Landkreis: Im Interesse des Infektionsschutzes wäre es dringend notwendig, dass die geltenden Abstandsgebote und Kontaktbeschränkungen eingehalten werden. "In Griff zu kriegen ist die Situation nicht allein mit Regeln, Kontrollen und Bußgeldern, sondern nur mit der Vernunft der Bürger und deren Bereitschaft, Kontakte zu meiden, wo immer es geht", so Prechtl.

Die Zahl der Todesfälle im Landkreis ist auf 114 gestiegen. Verstorben ist eine 84-jährige Frau, die zu Hause gelebt hatte. Am Donnerstag hatte das Landratsamt von einem positiven Fall in einer siebenköpfigen Familie berichtet. Vier der sechs Familienangehörigen seien mittlerweile negativ getestet, darunter auch die schulpflichtigen Kinder, so dass keine Konsequenzen für die Schule bestehen. Im Elisabethenheim in Schwandorf fiel ein Schnelltest bei einer Mitarbeiterin positiv aus. Laut Prechtl sind ein PCR-Test und eine Quarantäne eingeleitet. In der Asklepios-Klinik im Städtedreieck seien keine weiteren Neuerkrankungen bekanntgeworden. In der Kinderkrippe in Maxhütte-Haidhof befinden sich eine Gruppe und vier Erzieher in Quarantäne.

"Seit unserer Entscheidung vom Mittwoch, Schulen und Kindergärten zu schließen, ist die Sieben-Tage-Inzidenz kontinuierlich gestiegen – von 123,8 auf heute 165,7." Eine Prognose, wann wieder geöffnet werden kann, verbiete sich aufgrund der aktuell hohen Werte. "Wir werden die Lage täglich bewerten, dabei auch die Belange der Familien in den Blick nehmen und Änderungen dann vorbereiten, wenn es im Hinblick auf die Infektionslage vertretbar ist. Derzeit ist das leider nicht der Fall."

Sollte im Landkreis der Inzidenzwert von 200 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten werden, könnte das Landratsamt anordnen, dass touristische Tagesausflüge in den Landkreis untersagt sind.

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