06.04.2020 - 17:49 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Einsatzbereit auch in der Corona-Krise

Bei ihren Einsätzen setzen sich die Helfer durch den nahen Kontakt einem großen Ansteckungsrisiko aus – wie hier bei einem schweren Unfall bei Burglengenfeld vor wenigen Tagen.

Seit 21. März gelten in Bayern Ausgangsbeschränkungen. Daher haben auch die Feuerwehren im Landkreis Schwandorf Maßnahmen eingeleitet, um die sozialen Kontaktpunkte untereinander zu reduzieren.

Wie Hans-Jürgen Schlosser, der Pressesprecher der Feuerwehren im Landkreis, mitteilt, sei der Dienstbetrieb zum Beispiel durch die Aussetzung oder Verschiebung von Übungen und Lehrveranstaltungen in Absprache mit den örtlichen Kommunen weitgehend herunter gefahren worden. Die Einsatzbereitschaft der ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte ist aber weiterhin sichergestellt.

Im Freistaat Bayern wurde am 16. März der Katastrophenfall ausgerufen. Seitdem hatten die Feuerwehren im Landkreis Schwandorf bis vergangenen Freitag laut Schlosser 64 Einsätze zu absolvieren. Insgesamt wurden 111 Feuerwehren alarmiert. Diese gliedern sich auf in Brandeinsätze (17), ABC- Einsätze (1), Einsätze zur technischen Hilfeleistung (45) und sonstige Tätigkeiten (1). "Insgesamt wurden rund 2000 Einsatzstunden registriert", erläutert Schlosser. Gerade bei schweren Einsätzen mit eingeklemmten Personen - wie zum Beispiel am 31. März nahe Burglengenfeld - setzen sich die Einsatzkräfte einem hohen Ansteckungsrisiko durch den notwendigen engen Kontakt aus.

Bereits im Vorfeld hätten die örtlichen Kommandanten gemeinsam mit den Kommunen entsprechend der jeweiligen Situation geplant und sich abgestimmt, um auch Ausfälle ausgleichen zu können und immer auf dem aktuellen Stand der Entwicklung zu bleiben, teilt Schlosser abschließend mit.

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