09.04.2020 - 10:24 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Am "Färbersamstag" alles richtig machen

Zwei Drittel der Deutschen lieben diesen Brauch: Eier für Ostern färben oder sie bemalen, ritzen, bekleben und sie dann in Haus und Garten verstecken. Rund ums Ei: Oster-Tipps gibt Kreisbäuerin Sabine Schindler.

Sie weiß wie’s geht: Kreisbäuerin Sabine Schindler aus Nittenau.
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Karsamstag ist traditionell der Tag zum Färben, so dass er auch schon der "Färbersamstag" genannt wurde. So leuchten die Eier am Sonntag bunt aus den Osternestern und dekorieren Frühlingszweige.

Aber nicht nur als leuchtende Dekoration sind Eier zu Ostern beliebt. "Sie sind für unsere Ernährung sehr wertvoll", betont Kreisbäuerin Sabine Schindler. "Eier sind reich an Nährstoffen und können vielseitig in der süßen oder herzhaften Küche verwendet werden. Sie liefern hochwertiges Eiweiß. Zudem enthalten Eier eine Reihe von Vitaminen und Mineralstoffen, wie Vitamin A, B1 und B2 sowie Calcium, Phosphor und Eisen, die die Körperfunktionen unterstützen".

Kreisbäuerin Sabine Schindler weiß, worauf es beim Kauf, der Verarbeitung und dem Färben von Eiern ankommt: "Achten Sie beim Einkauf auf die Herkunft" appelliert sie an die Verbraucher. Eier aus Bayern seien mit dem Zahlenwert "09" auf dem Eierstempel nach der Buchstabenkombination DE für Deutschland gekennzeichnet. Man sollte zum Färben frische Eier verwenden. "Ihre Frische erkennt man daran, dass das Ei in einem Glas Wasser am Boden bleibt. Mit zunehmendem Alter wird die Luftkammer im Ei größer, es wird leichter und steigt dann im Wasserglas auf", weiß Schindler. Ihr Rat: "Kaufen Sie Eier ab Hof oder direkt vom Bauernmarkt".

Eier tragen Kennziffern nach der Haltungsform der Hühner. Die Ziffer 0 steht für ökologische Haltung, 1 für Freilandhaltung und 2 für Bodenhaltung. Schindler rät dazu, Eier nicht abzuwaschen oder abzureiben. Dadurch werde die Eioberhaut zerstört, die das Ei vor dem Eindringen von Keimen schütze. Eier müssten kühl gelagert werden. Und man sollte immer nur so viele Eier aus dem Kühlschrank nehmen, wie sofort verbraucht werden. Der Grund: Durch Temperaturschwankungen bildet sich Kondenswasser auf dem Ei, das auch dazu führen kann, dass Keime ins Innere des Eies dringen.

Eier sind 28 Tage haltbar. Das Legedatum errechnet sich aus dem Mindesthaltbarkeitsdatum minus 28 Tage. Wer Eier zum Bemalen oder Basteln ausbläst, sollte dies nicht mit dem Mund machen, sondern alternativ einen abgeschnittenen dicken Strohhalm verwenden. Man sticht mit einer Nadel oben und unten jeweils ein Loch ins Ei. "Vergrößern Sie das untere Loch so, dass Sie mit dem Strohhalm das flüssige Ei in eine Schüssel pusten können", empfiehlt Sabine Schindler. Die selbst gefärbten, hartgekochten Eier halten zwei bis drei Wochen.

Naturmaterialien wie rote Zwiebelschalen, Blaukrautsaft oder grünes Karottenkraut eignen sich hervorragend zum Färben von Eiern. Dazu werden die Eier im Sud hart gekocht. Ein Schuss Essig im Färbewasser raut die Eierschale etwas an und das Ei nimmt die Farbe besser auf. Für das Färben mit Naturmaterialien eignen sich sowohl weiße als auch braune Eier. Auf braunen Eiern kommen die Farben dunkler zur Geltung.

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