27.09.2021 - 10:03 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Hilfe für Existenzgründer im Landkreis Schwandorf und für Badegäste im Seenland

"Eine vernünftige Lösung an anderer Stelle." Dafür plädiert Landrat Thomas Ebeling mit Blick auf das Mittelstandszentrum Maxhütte (MZM). 2022 läuft der Mietvertrag für das Gebäude aus. Es gibt aber auch noch andere Gründe für einen Wechsel.

Die Tage des Mittelstandszentrum Maxhütte sind gezählt, der Mietvertrag mit der Firma Läpple läuft nächstes Jahr aus. Gedacht ist an eine Verlegung Richtung Schwandorf/Wackersdorf.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Wie der Ausschuss für Kreisentwicklung, Umweltschutz, Touristik, Sport und Kultur bei seiner Sitzung erfuhr, "muss sich das Mittelstandszentrum Maxhütte neu aufstellen". Geschäftsführer Christian Meyer brachte die Einschätzung in seinem Jahresbericht, mit dem das MZM heuer schon zum wiederholten Male Thema in einem Ausschuss des Kreistags wurde. Erst Ende April hatte sich der Kreisausschuss damit beschäftigt.

Weitgehend Einigkeit bestand schon damals darüber, dass der Landkreis für Existenzgründer weiterhin Unterstützung bieten soll – und darüber, dass die Werkshalle in Maxhütte-Haidhof dafür nicht mehr die ideale Umgebung bietet. Allein die Zufahrt auf das Läpple-Werksgelände über eine Schranke mache es immer schwieriger, Räume zu vermieten.

61 000 Euro jährliche Kosten

Bei jährlichen Kosten von gut 61 000 Euro besteht Handlungsbedarf, weil das Gebäude sanierungsbedürftig und seine Erreichbarkeit nicht optimal ist und eine neue Ausrichtung des Zentrums angestrebt wird. Gedacht ist an eine Verlegung Richtung Schwandorf/Wackersdorf. Der Landkreis würde sämtliche Gesellschafteranteile übernehmen, zum symbolischen Preis.

Zündende Idee zum "wie" und an welchem Standort, fehlt noch.

Schwandorf

Nach Meyer übernahm Florian Schmid das Rednerpult im Saal des und berichtete den Räten von der Arbeit der Lernenden Region Schwandorf. Der Vortrag hatte damit zu tun, dass der Ausschuss für Kreisentwicklung, Umweltschutz, Touristik, Sport und Kultur 2014 eine Förderung der zur Lernenden Region gehörenden Freiwilligenagentur beschlossen hat.

Verknüpft war damit die Bedingung, dass jährlich vor dem Ausschuss Bilanz gezogen wird. Angestellt sind bei der Lernenden Region fünf Personen. Unter anderem hat die Lernende Region heuer im Mai eine digitale Bildungsmesse veranstaltet. "Sehr erfolgreich," freute sich Schmid und sprach unter anderem von 40 000 Seitenaufrufen.

Ein weiteres wichtiges Thema des Ausschusses bezog sich auf ein Schreiben von Anfang September. Darin beantragten die beiden Grünen-Kreisräte Ulrike Pelikan-Rossmann und Rudolf Sommer die Einführung eines Ferien- und Freizeitbusses. Ziel ist insbesondere die Entlastung des Oberpfälzer Seenlandes. Die Schwerpunktachse soll gemäß dem Antrag ab Pfingsten 2022 zwischen dem Bahnhof Schwandorf, Wackersdorf und Steinberg am See verlaufen.

Dürftiger Anschluss an den ÖPNV

Trotz massiver touristischer Aufwertung und bundesweiter Werbung sei das Oberpfälzer Seenland mit den Zielen Murner und Steinberger See „nur dürftig bis gar nicht an den ÖPNV im Landkreis angeschlossen“, so die Grünen. Grundsätzlich sei festzuhalten, dass ab dem frühen Samstagnachmittag kein Linienbus mehr touristische Ziele anfährt. Ebenfalls sei es nicht möglich, nach einem touristischen Aufenthalt von einen der Seen wieder zurück zum Bahnhof Schwandorf oder in die Ortsmitten der anliegenden Gemeinden wie Wackersdorf oder Steinberg am See zu gelangen.

Vor Einführung eines neuen Busangebots wären einige Fragestellungen zu klären, hieß es vonseiten der Verwaltung – etwa eine Kostenermittlung, sowie Finanzierungsfragen und die organisatorische Umsetzung. Landrat Ebeling sah eine Chance, zumindest einen Probebetrieb bis zur nächsten Badesaison auf die Beine zu stellen. Nur wenn die Kosten aus dem Ruder laufen sollten, sehe er eher schwarz für die Idee.

Der Murner und der Steinberger See werden bei schönem Wetter von Besuchern überlaufen

Schwarzenfeld
Das Oberpfälzer Seenland mit den Zielen Murner und Steinberger See sei „nur dürftig bis gar nicht an den ÖPNV im Landkreis angeschlossen“, klagen die Grünen im Kreistag. Die Seen werden überwiegend mit Autos angesteuert, was zu manchmal chaotischen Parksituationen führt.
Hintergrund:

Parkplätze und eine Baxi-Linie ins Seenland

  • Murner See (Seite Wackersdorf): 900 Stellplätze, meist gratis
  • Steinberger See: 1500 Stellplätze, meist kostenpflichtig
  • ÖPNV: Der Steinberger See kann mit der Linie 8410 vom Bahnhof Schwandorf aus erreicht werden,

"Das Oberpfälzer Seenland mit den Zielen Murner und Steinberger See ist nur dürftig bis gar nicht an den ÖPNV im Landkreis angeschlossen“

Ulrike Pelikan-Roßmann, Grüne

Ulrike Pelikan-Roßmann, Grüne

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