10.10.2021 - 16:22 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Jugendfeuerwehren sind in Top-Form

Dreizehn Jungfeuerwehren aus dem Landkreis Schwandorf legen im Sepp-Simon-Stadion die Deutsche Jugendspange 2021 ab. Der Feuerwehrnachwuchs überzeugt durch Können und Disziplin.

von Richard BraunProfil

Die Leistungsspange ist die höchste Auszeichnung für ein Mitglied der Deutschen Jugendfeuerwehr. Sie erfordert eine fünffache Leistung innerhalb einer Löschgruppe. Bewertet werden unter anderem geordnetes und geschlossenes Auftreten, Schnelligkeit und Ausdauer. Hinzu kommen ausreichendes feuerwehrtechnisches und allgemeines Wissen und Können.

Entscheidend ist jedoch die Leistung der Gruppe und nicht des Einzelnen. „Bei der Jugendspange gibt es keine Sieger, sondern nur Gewinner“, gab Kreisjugendwart Christoph Spörl gleich zu Beginn die Richtung vor. Ihm oblag auch die Organisation der Abnahme, die coronabedingt einen erheblichen Aufwand erforderte. Vor der Pandemie hatten sich jährlich bis zu 30 Jugendfeuerwehren den Anforderungen der Jugendspange gestellt. Nach der Zwangspause - ohne praktische Übungen - im vergangenen Jahr liefen die Vorbereitungen jetzt wieder an. „Wir wollten ein Signal setzen, dass sich bei der Feuerwehr wieder etwas rührt“, rechtfertigte Pressesprecher Hans-Jürgen Schlosser die großen Anstrengungen, die hinter dem Vorhaben steckten.

Körperlich anspruchsvoll

Bei strahlendem Sonnenschein machten sich die dreizehn Löschgruppen auf den anspruchsvollen Parcours. Jede Löschgruppe bestand aus einem Gruppenführer und acht Mannschaftsdienstgraden. Das Alter der Teilnehmer lag zwischen 15 und 18 Jahren. Mädchen und Jungen waren in jeder Gruppe gleichberechtigt vertreten. Los ging es mit dem Löschangriff ohne Wasserabgabe. Von der Ansaugstelle bis zur Wasserabgabe aus drei C-Strahlrohren musste alles nach den geltenden Dienstvorschriften aufgebaut werden. Alle Gruppen bewältigten diese Aufgabe innerhalb der vorgegebenen Zeit.

Kaum hatte sich der Atem wieder beruhigt ging es an die nächste Aufgabe: Schnelligkeitsübung. Eine Schlauchleitung aus acht Längen musste innerhalb von 75 Sekunden ausgelegt und gekuppelt werden. Etwas ruhiger ging es dann auf der nächsten Station zu. Hier wurde das Wissen um das Feuerlöschwesen und die Allgemeinbildung abgefragt.

Kraft- und Schnelligkeitsproben

Um den Anforderungen an einen Feuerwehrmann gewachsen zu sein, bedarf es einer gewissen körperlichen Fitness. Diese wurde in den nächsten beiden Stationen auf die Probe gestellt. Beim Staffellauf galt es, eine Strecke von 1500 Meter durch die gesamte Gruppe zu bewältigen. Nach 4 Minuten und zehn Sekunden musste der Letzte die Ziellinie überschritten haben. Eine Kraftprobe stellte das Kugelstoßen dar. Die Kugel musste von allen neun Mitgliedern der Gruppe mindestens 55 Meter weit gestoßen werden. Die gestellten Anforderungen wurden von allen 13 Jugendgruppen erfüllt.

„Ihr dürft stolz sein, dass ihr in der Feuerwehr dienen dürft und diese ungeheuer wichtiger Aufgabe auch erfüllen könnt“, gratulierte die stellvertretende Landrätin Birgit Höcherl den 117 Jungfeuerwehrleuten zur bestandenen Abnahme der Deutschen Jugendleistungsspange. Kreisbrandrat Christian Demleitner und Jugendwart Christoph Spörl überreichten die Urkunde und die Spange, welche die Jungfeuerwehrler an ihrer Uniform tragen dürfen.

Teilnehmende Jugendgruppen; Iffelsdorf/Weihern, Högling/Dürnsricht, Pfreimd/Stein, Burgweinting, Schwarzhofen, Teunz, Schönsee, Maxhütte-Winkerling, Leonberg/Burglengenfeld, Nittenau, Pertolzhofen/Niedermurach, Bruck, Steinberg.

„Wir wollten ein Signal setzen, dass sich bei der Feuerwehr wieder etwas rührt.“

Hans-Jürgen Schlosser, Pressesprecher

Hans-Jürgen Schlosser, Pressesprecher

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